Lekkerland

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Lekkerland
Lekkerland
Rechtsform AG & Co. KG
Gründung 11. August 1960
Sitz Frechen, Deutschland
Leitung Patrick Steppe
Mitarbeiter 4.865
Umsatz 12,484 Milliarden € (2015)[1]
Branche Großhandel, Logistik
Website www.lekkerland.com

Die Lekkerland AG & Co. KG ist ein deutsches Großhandelsunternehmen für Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren, Telekommunikation und Non-Food. In der Hauptsache werden Tankstellen-Shops und Kioske bedient. Der Unternehmenssitz befindet sich in Frechen, in Deutschland werden 15 Logistikzentren betrieben.

Gesellschaftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lekkerland AG & Co. KG ist im Streubesitz, einer der Großaktionäre ist die Japan Tobacco International mit 25,1 %.[2]

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG 100 %
  • Lekkerland Nederland B.V. (Niederlande) 100 %
  • Lekkerland Vending Services B.V. (Niederlande) 100 %
  • Conway - The Convenience Company België N.V. (Belgien) 100 %
  • Lekkerland Handels- und Dienstleistungs GmbH (Österreich) 100 %
  • Lekkerland (Schweiz) AG 100 %
  • Conway - The Convenience Company S.A. (Spanien) 70 %
  • Conway Fixmer S.à.r.l. (Luxemburg) 50 %

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. August 1960 gründeten die Unternehmen Veil & Sohn (Frankenthal), Gebr. Pütz oHG (Köln), Heinrich Winkels (Söthe, Mettmann), Ludwig Zeus oHG (Elz), Wilhelm Kohleisen (Mögglingen), Hermann Zeus KG (Großauheim), Karl Limbach (Eitorf/Sieg), Friedrich Linne (Düsseldorf), Paul Kaiser (Remscheid) und das Unternehmen August Kratz (Illingen) die Handelsorganisation Lekkerland Deutschland. Erster Geschäftsführer wurde Werner Veil. In den folgenden Jahren traten weitere Großhandlungen dem Lekkerland-Verbund bei.

Parallel dazu entstanden im europäischen Ausland Lebensmittelgroßhandlungen unter der Bezeichnung Lekkerland als mit der Gruppe verbundene Gesellschaften, zuerst 1975 in Belgien/Luxemburg. 1989 wurde die Lekkerland Europa Holding GmbH gegründet. 1991 folgte die Lekkerland International GmbH.

Die deutschen Lekkerland-Großhandlungen schlossen sich zu Bezirkszentralen und im Jahr 1991 zu fünf rechtlich selbständigen Regionalzentralen zusammen. Im Jahr 1996 fusionierte Lekkerland mit der Großhandelsgruppe Sügro. 1998 wurde von der Shell die Tochter ESTE übernommen.

Zum 1. Januar 1999 fusionierten die Lekkerland GmbH & Co. KG und die Tobaccoland Großhandelsgesellschaft mbH & Co. KG zur Lekkerland-Tobaccoland GmbH & Co. KG. Der Automatenbereich wurde in die neue Gesellschaft Tobaccoland Automatengesellschaft mbH & Co. KG eingebracht, die bis heute eine Mehrheitsbeteiligung der Austria Tabak AG ist. Maßgeblicher Initiator der Fusion war der damalige Lekkerland-Geschäftsführer Wolfgang Zinn, der anschließend beide Unternehmen führte.

Anfang 2005 wurde die Handelsfirma von Lekkerland-Tobaccoland GmbH & Co. KG in Lekkerland GmbH & Co. KG geändert. 2007 wurde das Deutschland-Geschäft von der Konzernholding getrennt, mit Rechtsformwechsel und Umfirmierung der Holding in Lekkerland AG & Co. KG. Das operative Deutschland-Geschäft wurde in die Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG überführt.

Im Dezember 2015 übernahm Lekkerland (Schweiz) AG die Contadis AG, die Großhandelssparte der Schweizer Zigarrenherstellers Oettinger Davidoff; die Transaktion wurde Anfang 2016 vollzogen.[3]

In Deutschland gehört Lekkerland neben dem Edeka-Konzern und dem Convenience-Kooperationsverbund MCS zu den drei wichtigsten Shoplieferanten der Tankstellenbetreiber. Insgesamt verfügt Lekkerland über eine Flotte von über 320 Transportfahrzeugen, die die Waren aus 15 Logistikzentren an die Tankstellenshops und sonstigen Verkaufspunkte verteilen. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen mit externen Transportdienstleistern zusammen und betreibt für kurzfristige Kleinbestellungen einen Parcel-Service. Bis 2017 läuft der Vertrag zwischen Lekkerland und dem Bochumer Mineralölkonzern Aral, mit 2.500 Shops derzeit der größte Lekkerland-Kunde. Es gibt Überlegungen, wonach Lekkerland diesen Großkunden an den Einzelhandelskonzern Rewe verlieren könnte.[4]

Das Unternehmenslogo im Wandel der Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.lekkerland.com: [1]
  2. www.lekkerland.com: [2]
  3. Oettinger Davidoff trennt sich von Contadis. In: NZZ vom 12. Dezember 2015, abgerufen am 12. Dezember 2016.
  4. Edeka, MCS und Lekkerland im Vergleich. In: Sprit+ vom 22. Oktober 2015, abgerufen am 12. Dezember 2016.