Lelkendorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Lelkendorf führt kein Wappen
Lelkendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lelkendorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 51′ N, 12° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Mecklenburgische Schweiz
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 29,76 km²
Einwohner: 452 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17168
Vorwahl: 039956
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 066
Adresse der Amtsverwaltung: von-Pentz-Allee 7
17166 Teterow
Webpräsenz: www.amt-mecklenburgische-schweiz.de
Bürgermeister: Klaus Schulte-Ebbert (kommissarisch)
Lage der Gemeinde Lelkendorf im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Lelkendorf ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Mecklenburgische Schweiz mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Teterow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet Lelkendorfs in der Mecklenburgischen Schweiz nordöstlich von Teterow ist durch eine kleine Endmoräne gekennzeichnet, die im Langen Berg 67 m über NN erreicht. Begrenzt wird dieses hügelige Gebiet vom Vurzbach im Norden und Osten sowie von der Peene im Süden und teilweise im Westen. Peene und Vurzbach bilden im Südosten die Grenze zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Ein Großteil der Gemarkung Lelkendorf liegt im Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Lelkendorf gehören die Ortsteile Groß Markow, Küsserow, Küsserow-Hof, Ludwigsdorf, Sarmstorf, Seeland und Sperlingshof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1225 taucht der Ort Lelkendorf erstmals in einer Urkunde auf. Das Lehensgut Lelkendorf war von 1224 bis 1945 im Besitz der Familie von Levetzow. Das aus dem 13. Jahrhundert stammende Gutshaus brannten die Truppen von Wallenstein 1629 nieder. Das neue Gutshaus (Schloss) Lelkendorf, ein Putzbau der Renaissance, entstand bald nach 1629. 1898 erfolgte der Umbau im Tudorstil nach Plänen von Paul Schultze-Naumburg. Letzter Besitzer von Gut und Gutshaus war 1945 der Baron von Levetzow; seine Nachkommen und Andere kauften 1990 das Guthaus. Der Architekt und Kaufmann Joachim von Levetzow (* 1943) hat Teile der Schlossanlage zu Eigentumswohnungen umgebaut und 2003 den Verein Kultur pro Regio gegründet (u. a. Temporäre Kunsthalle, Theateraufführungen).

1993 wurde in Lelkendorf ein Tierpark mit vom Aussterben bedrohten Nutztieren eröffnet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutshaus (Schloss) Lelkendorf
Kirche in Groß Markow

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Lelkendorf

  • Das erste Gutshaus (Schloss) Lelkendorf aus dem 13. Jahrhundert wurde im Dreißigjährigen Krieg 1629 von Wallensteins Söldnern zerstört. Danach wurde es im Renaissancestil wieder aufgebaut und erweitert. 1898 erfolgte nach Plänen des Architekten Paul Schultze-Naumburg ein Umbau im Stil der englischen Tudorgotik und es erhielt dabei den mächtigen Turm mit einer Aussichtsplattform.
  • Der viergeschossige Backstein-Speicher auf der Gutsanlage Lelkendorf stammt von 1883. Er wurde in den 2000er Jahren saniert.
  • Der Haustierpark Lelkendorf beherbergt ca. 500 Tiere aus 38 Haus- und Nutztierrassen, von denen einige akut vom Aussterben bedroht sind, wie z. B. Girgentana-Ziegen, Cachena-Rinder, Juan-Fernández-Ziegen, Rotbunte Husumer Schweine (auch bekannt als Husumer Protestschweine), chinesische Maskenschweine (Meishan), Englische Parkrinder, Exmoor-Ponys und Tadschiken-Ziegen.
  • Heimatstube in der alten Schule des Ortes
  • Schnursteinquelle, deren Tiefenwasser geschätzt wird
  • Groß Markow war ebenfalls über Jahrhunderte im Besitz derer von Levetzow. Das bescheidene eingeschossige Gutshaus, mit einem Mansarddach versehener Putzbau, entstand 1829 im Stil des Klassizismus. Zur Gartenseite ist die Fassade durch einen halbrund hervortretenden Mittelrisalit aufgelockert worden. Die Wirtschaftsbauten des einstigen Gutshofes wurden nach 1945 zum größten Teil abgerissen. Das Gutshaus mit Parkanlage wird als Hotel genutzt.
  • Die neugotische Kirche Groß Markow wurde 1840 im Auftrag von Theodosius von Levetzow, Domcapitular von Magdeburg und Halberstadt und Erbherr auf Groß Markow, Klöden und Dannewitz erbaut, der Westturm 1890 fertiggestellt. Auch die Glasmalereiausstattung aller Fenster erfolgte 1890 durch die Glasmalereianstalt Ferdinand Müller aus Quedlinburg im Auftrag der Familie von Levetzow. Das von einem Engel aus Marmor gehaltene Taufbecken ist nach einem Vorbild in der Frauenkirche (Dom) Kopenhagen gefertigt worden.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Verbindungsstraße von Teterow nach Neukalen, von der nahen Kleinstadt Neukalen führen Straßen nach Malchin und Demmin. Im 14 Kilometer entfernten Teterow befindet sich auch der nächstgelegene Bahnhof, nachdem die Bahnstrecke Malchin–Dargun, an der Lelkendorf lag, im Jahr 1996 stillgelegt wurde. Die Bahn wird seit 2002 als Draisinenstrecke genutzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lelkendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).