Lemshausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

51.4843769.866959183Koordinaten: 51° 29′ 4″ N, 9° 52′ 1″ O

Lemshausen
Gemeinde Rosdorf
Wappen von Lemshausen
Höhe: 183 m
Einwohner: 283 (30. Jun. 2011)
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 37124
Vorwahl: 05509

Lemshausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Rosdorf im Landkreis Göttingen in Niedersachsen. Das Gut Reibstein ist ebenfalls zur Ortschaft Lemshausen gehörig.

Lage[Bearbeiten]

Lemshausen liegt am westlichen Rand des Leinetals auf einer Höhe von 185 m ü. NN etwa 1 km südsüdwestlich von Mengershausen, 3 km südwestlich von Rosdorf und 0,5 km westlich der A 7. Westlich des Ortes steigt das Gelände deutlich zur Dransfelder Hochebene an, im Osten fällt es nur flach zur Leine hin ab. Das westlich des Ortes als Tal eingeschnittene Gelände ist im Ort nur noch als schwache Senke ausgebildet. Der dort fließende Graben mündet östlich des Ortes in den Wartangergraben.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten schriftlichen Erwähnungen des Ortes stammen aus dem 10. Jahrhundert und sind in den Corveyer Traditionen als Lyammanneshusun (§ 424, 986–988) und Liammanneshus (§ 438, 989–992) überliefert. Bereits Ende des 14. Jahrhunderts war der Ortsname zu Lemmeshusen verschliffen, die heutige Namensform taucht 1675 auf.[2] In der Kopfsteuerbeschreibung des Jahres 1689 werden in Lemshausen neun Großköter, elf Kleinköter, ein Brinksitzer, drei Leibzüchter und drei Häuslinge aufgeführt.[3] Ende des Jahres 1910 werden 184 Einwohner in Lemshausen gezählt.[4]

Am 1. Januar 1973 wurde Lemshausen in die Gemeinde Rosdorf eingegliedert.[5]

Politik[Bearbeiten]

Ortsratswahl[6]
Wahlbeteiligung: 62,04 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,36 %
43,64 %
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Ortsrat[Bearbeiten]

Der Ortsrat setzt sich aus fünf Ratsmitgliedern zusammen.[7]

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Friedrich-Wilhelm Brandt von Lindau (SPD), sein Stellvertreter ist Björn Senhen (CDU).[8]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: Im schrägrechts von Gold (Gelb) und Silber (Weiß) geteiltes Schild einbewurzelter grüner Baum, rechts und links mit je 3 grünen Ästen mit 29 Blättern.[9]

Begründung: Das Wappenbild bezieht sich auf die 800-jährige Ortslinde, die mit 29 Blättern dargestellt ist, zur Symbolisierung der ursprünglich 29 Hofstellen des Dorfes. Als Farben wurden die hannoverschen Landesfarben gelb/weiß gewählt.[10]

Kapelle[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische St. Urbankirche in Lemshausen

Geweiht wurde die evangelisch-lutherische St. Urbankapelle im Jahr 1515. Um 1700 wurde der Fachwerkoberstock erneuert. Eine Erweiterung erfolgte im frühen 19. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt auch der Dachreiter.[3] Die aus dem 20. Jahrhundert stammende Orgel kommt aus der Werkstatt des Orgelbauers Albrecht Frerichs.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz:Natur erleben in Niedersachsen, abgerufen am 19. Oktober 2011
  2. Kirstin Casemir, Uwe Ohainski, Jürgen Udolph: Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen. Niedersächsisches Ortsnamensbuch (NOB) Teil IV. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003, ISBN 3-89534-494-X, S. 248f
  3. a b Peter Ferdinand Lufen: Baudenkmale in Niedersachsen, Band 5.2: Landkreis Göttingen, Teil 1: Altkreis Münden mit den Gemeinden Adelebsen, Bovenden und Rosdorf. Herausgegeben von Christiane Segers-Glocke. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland). Verlag CW Niemeyer, Hameln 1993, ISBN=3-87585-251-6, S. 234–236
  4. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Königreich Preußen – Provinz Hannover, Regierungsbezirk Hildesheim, Landkreis Göttingen. In: gemeindeverzeichnis.de. Ulrich Schubert, abgerufen am 19. Oktober 2011.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 208.
  6. http://wahlen.kds.de/2011kw/Daten/152021_000041/index.html
  7. Ortsräte auf der Internetseite der Gemeinde Rosdorf. Abgerufen am 15. November 2015.
  8. Ortsräte auf der Internetseite der Gemeinde Rosdorf. Abgerufen am 15. November 2015.
  9. http://www.rosdorf.de/staticsite/staticsite.php?menuid=24 Ortswappen auf der Internetseite der Gemeinde Rosdorf, abgerufen am 9. November 2015
  10. http://www.rosdorf.de/staticsite/staticsite.php?menuid=24 Ortswappen auf der Internetseite der Gemeinde Rosdorf, abgerufen am 9. November 2015