Lena Dürr

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Lena Dürr Ski Alpin
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 4. August 1991 (27 Jahre)
Geburtsort München, Deutschland
Größe 173 cm
Gewicht 64 kg
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom, Kombination
Verein SV Germering
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Bronze0 Schladming 2013 Mannschaft
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 Mont Blanc 2010 Riesenslalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 15. Februar 2008
 Weltcupsiege 1
 Gesamtweltcup 24. (2012/13)
 Super-G-Weltcup 33. (2012/13)
 Riesenslalomweltcup 23. (2011/12)
 Slalomweltcup 11. (2012/13)
 Kombinationsweltcup 10. (2012/13)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Parallelrennen 1 0 0
letzte Änderung: 18. März 2018

Lena Dürr (* 4. August 1991 in München) ist eine deutsche Skirennläuferin. Die Tochter des ehemaligen Skirennläufers Peter Dürr sowie Schwester von Katharina Dürr ist besonders im Slalom erfolgreich. Sie wurde 2009 Deutsche Meisterin in der Abfahrt und 2010 Vize-Juniorenweltmeisterin im Riesenslalom. Seit August 2011 gehört sie im Rang einer Zollwachtmeisterin dem Zoll-Ski-Team der Bundeszollverwaltung an.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dürr bestritt im Dezember 2006 ihre ersten FIS-Rennen. Nachdem sie im Januar 2008 erstmals einen Podestplatz belegte, kam sie Ende dieses Monats in den Slaloms von Lenggries zu ihren ersten Einsätzen im Europacup. Schon im ersten Slalom erreichte sie auf Anhieb den neunten Platz und tags darauf verpasste sie als Vierte nur knapp das Podest. Zwei Wochen später kam sie im Slalom von Zagreb auch zu ihrem Debüt im Weltcup. Als Vorletzte des ersten Laufes konnte sie sich aber nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2008 in Formigal war ihr bestes Resultat der neunte Platz im Slalom.

In der Europacupsaison 2008/09 konnte sich Dürr in zwei Slaloms und zwei Super-Gs unter den besten fünf klassieren, wobei sie am 17. Dezember im Slalom von Schruns erstmals auf das Podest fuhr. Damit erreichte sie in der Gesamtwertung den neunten Platz, im Slalom Rang vier und im Super-G-Klassement Platz sechs. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2009 in Garmisch-Partenkirchen gelangen ihr mit Platz 14 im Super-G und Rang 22 im Riesenslalom aber keine Spitzenplätze. Ihren bisher größten nationalen Erfolg erzielte die damals 17-Jährige am 23. März 2009, als sie Deutsche Meisterin in der Abfahrt wurde. Kurz darauf wurde sie Vizemeisterin im Super-G und Dritte in der Super-Kombination.

Zu Beginn der Europacupsaison 2009/10 fuhr Dürr im Indoor-Slalom im Alpincenter Hamburg-Wittenburg zum zweiten Mal auf das Podest und am 4. Dezember 2009 gelang ihr der erste Sieg im Riesenslalom von Kvitfjell. Mit einem weiteren Sieg im Riesenslalom von Soldeu und insgesamt fünf Podestplätzen gewann sie die Europacup-Gesamtwertung und wurde Zweite im Riesenslalom-Klassement. Am 28. Dezember 2009 holte sie in ihrem zweiten Weltcuprennen, dem Riesenslalom von Lienz, als 25. die ersten Weltcuppunkte und konnte auch am nächsten Tag mit einem 21. Platz im Slalom wieder in die Punkte fahren. Ihr erstes Top-10-Ergebnis erzielte sie im Riesenslalom von Maribor am 16. Januar 2010 mit einem neunten Platz. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2010 gewann sie zeitgleich mit Federica Brignone die Silbermedaille im Riesenslalom. Zudem wurde sie Vierte im Super-G und Neunte im Slalom.

In der Saison 2010/11 fuhr Dürr in zwei Weltcup-Riesenslaloms unter die schnellsten 20. Auch im Riesenslalom der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen kam sie als 18. in die Top 20. Bei der Juniorenweltmeisterschaft belegte sie Platz sechs in dieser Disziplin. In der Saison 2011/12 erreichte Dürr wieder mehrere Top-10-Ergebnisse im Weltcup, wobei ihr am 4. März mit dem sechsten Platz im Slalom von Ofterschwang ihr bis dahin bestes Weltcupresultat gelang. Zu Beginn der Weltcupsaison 2012/13 gelangen Dürr zwei weitere sechste Plätze. Am 29. Januar 2013 nahm sie am City Event in Moskau teil (als Ersatz für Viktoria Rebensburg, die auf den Start verzichtet hatte) und gewann überraschend das Rennen. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming konnte sie mit Bronze im Mannschaftswettbewerb ihre erste WM-Medaille gewinnen. Wenige Wochen später konnte sie in derselben Disziplin zum Saisonfinale am 15. März 2013 in Lenzerheide einen Sieg feiern, allerdings zählte dieser Bewerb nur zum Nationencup. Die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2014 gelang Dürr nicht.[1]

Auch in der Saison 2014/15 konnte Dürr zunächst nicht an ihre früheren Leistungen anknüpfen. Dennoch wurde sie für die Weltmeisterschaft 2015 nominiert, wo sie im Slalom den 13. Platz belegte. Kurz darauf gelang ihr mit Rang fünf im Slalom von Maribor sowohl das erste Top-10-Ergebnis seit mehr als zwei Jahren als auch die bisher beste Weltcup-Platzierung in dieser Disziplin.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dürr ist seit 2012 mit dem Skirennläufer Fritz Dopfer liiert.[2]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 14 Platzierungen unter den besten zehn, davon 1 Sieg:
Datum Ort Land Disziplin
29. Januar 2013 Moskau Russland City Event

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2009/10 88. 45 32. 35 49. 10
2010/11 69. 73 24. 55 44. 18
2011/12 28. 291 23. 88 12. 197 32. 6
2012/13 24. 314 33. 22 34. 36 11. 216 10. 40
2013/14 90. 27 35. 27
2014/15 55. 113 21. 113
2015/16 62. 105 43. 13 22. 92
2016/17 42. 180 49. 8 42. 10 19. 130 18. 32
2017/18 51. 163 18. 163

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
4. Dezember 2009 Kvitfjell Norwegen Riesenslalom
24. Februar 2010 Soldeu Andorra Riesenslalom

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spiegel: Ski alpin: Höfl-Riesch vergibt Podestplatz in Flachau
  2. Dürr & Dopfer - die Liebesabfahrt! tz, 22. Oktober 2013, abgerufen am 16. Dezember 2014.