Lengenwang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lengenwang
Lengenwang
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lengenwang hervorgehoben

Koordinaten: 47° 42′ N, 10° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Seeg
Höhe: 807 m ü. NHN
Fläche: 19,62 km2
Einwohner: 1490 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87663
Vorwahl: 08364
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 149
Gemeindegliederung: 15 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 8
87663 Lengenwang
Website: www.lengenwang.de
Bürgermeister: Albert Schreyer
Lage der Gemeinde Lengenwang im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Lengenwang von Nordwesten

Lengenwang ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Allgäu in einer Höhenlage zwischen 768 (Lobach) und 865 m ü. NHN (bei Pflaubaumen). Es existiert nur die Gemarkung Lengenwang.

Die Gemeinde hat 15 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Bethlehem ist erst seit dem 8. Februar 2001 ein amtlich benannter Gemeindeteil, vorher war es ein Teil von Ried.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung der spätmittelalterlichen Rodungssiedlung datiert von 1386 als „Lengewank“. Der Ort gehörte den Freiherren von Freyberg bzw. dem Hochstift Augsburg. Die Rechte der verschiedenen Rechtsträger waren hier stark gemischt und fielen zu verschiedenen Zeitpunkten an Bayern: 1803 vom Hochstift, 1805 von Österreich (für Hohenfreyberg), 1806 von den Freiherren von Freyberg. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Kreiszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1879 gehörte Lengenwang zum Landkreis Füssen, danach bis zur Gebietsreform 1972 zum Landkreis Marktoberdorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1131 Einwohner
  • 1987: 1226 Einwohner
  • 1991: 1296 Einwohner
  • 1995: 1338 Einwohner
  • 2000: 1330 Einwohner
  • 2005: 1385 Einwohner
  • 2010: 1366 Einwohner
  • 2015: 1439 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1246 auf 1459 um 213 Einwohner bzw. um 17,1 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berufsmäßiger erster Bürgermeister ist Albert Schreyer (Lengenwanger Liste). Er ist seit 1. Mai 2020 im Amt. Bei der Bürgermeisterwahl 2020 wurde er im ersten Wahlgang mit einem Stimmenanteil von 51,5 % gewählt.[3] Sein Vorgänger Josef Keller war seit 2008 im Amt, dessen Vorgänger war Lorenz Fischer (Freie Wählergemeinschaft).

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Lengenwang
Blasonierung: „Über goldenem Schildfuß, darin drei zwei zu eins gestellte blaue Kugeln, in Rot ein goldener Pfahl, überdeckt von einem schräg gekreuzten silbernen Beil und einer silbernen Feder.“[4]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle in Sigratsbold

In der Gemeinde Lengenwang git es zehn gelistete Baudenkmäler.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 58, im produzierenden Gewerbe 744 und im Bereich Handel und Verkehr 501 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1040 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 2792. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es drei, im Bauhauptgewerbe 34 Betriebe. 1999 bestanden zudem 133 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3414 ha, davon waren 3406 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Zug im Bahnhof Lengenwang

Lengenwang hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Marktoberdorf–Füssen. Es bestehen Verbindungen nach Augsburg sowie München. Die Zugkreuzung findet in der Regel im Bahnhof Lengenwang statt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 besuchten 46 Kinder den örtlichen Kindergarten (50 Plätze). Die Volksschule zählte vier Lehrer und 63 Schüler.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lengenwang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Lengenwang in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 14. September 2018.
  3. Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden (Stand: 01.05.2020). (xlsx) Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 20. Juni 2020.
  4. Eintrag zum Wappen von Lengenwang in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte