Lengenwang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lengenwang
Lengenwang
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lengenwang hervorgehoben
Koordinaten: 47° 42′ N, 10° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Seeg
Höhe: 807 m ü. NHN
Fläche: 19,62 km2
Einwohner: 1439 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87663
Vorwahl: 08364
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 149
Gemeindegliederung: 15 amtlich benannte Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 8
87663 Lengenwang
Webpräsenz: www.lengenwang.de
Bürgermeister: Josef Keller (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Lengenwang im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
Über dieses Bild
Lengenwang von Nordwesten

Lengenwang ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lengenwang liegt in der Region Allgäu. Die Gemeinde besteht aus 15 Ortsteilen:[2]

Bethlehem ist erst seit dem 8. Februar 2001 ein eigener Ortsteil, vorher war es ein Teil von Ried.
Es existiert nur die Gemarkung Lengenwang.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung der spätmittelalterlichen Rodungssiedlung datiert von 1386 als „Lengewank“. Der Ort gehörte den Freiherren von Freyberg bzw. dem Hochstift Augsburg. Die Rechte der verschiedenen Rechtsträger waren hier stark gemischt und fielen zu verschiedenen Zeitpunkten an Bayern: 1803 vom Hochstift, 1805 von Österreich (für Hohenfreyberg), 1806 von den Freiherren von Freyberg. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Kreiszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1879 gehörte Lengenwang zum Landkreis Füssen, danach bis zur Gebietsreform 1972 zum Landkreis Marktoberdorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1131 Einwohner
  • 1987: 1226 Einwohner
  • 1991: 1296 Einwohner
  • 1995: 1338 Einwohner
  • 2000: 1330 Einwohner
  • 2005: 1385 Einwohner
  • 2010: 1366 Einwohner
  • 2015: 1439 Einwohner

Lengenwang wuchs von 1988 bis 2008 um 119 Einwohner bzw. um etwa zehn Prozent.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt des 1. Bürgermeisters wird seit 2008 von Josef Keller bekleidet. Er löste Lorenz Fischer (Freie Wählergemeinschaft) ab.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über goldenem Schildfuß, darin drei zwei zu eins gestellte blaue Kugeln, in Rot ein goldener Pfahl, überdeckt von einem schräg gekreuzten silbernen Beil und einer silbernen Feder.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 58, im produzierenden Gewerbe 744 und im Bereich Handel und Verkehr 501 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1.040 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 2792. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es drei, im Bauhauptgewerbe 34 Betriebe. 1999 bestanden zudem 133 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3414 ha, davon waren 3406 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Zug im Bahnhof Lengenwang

Lengenwang hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Biessenhofen–Füssen. Es bestehen Verbindungen nach Augsburg sowie München. Zudem findet die Zugkreuzung in der Regel im Bahnhof Lengenwang statt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 besuchten 46 Kinder den örtlichen Kindergarten (50 Plätze). Die Volksschule zählte vier Lehrer und 63 Schüler.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lengenwang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online