Lenindenkmal (Saporischschja)

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Koordinaten: 47° 51′ 49,2″ N, 35° 5′ 37,8″ O Das Lenindenkmal in Saporischschja (russisch Памятник Ленину Запорожье) wurde 1964 eingeweiht und erinnerte an den kommunistischen Politiker Wladimir Iljitsch Lenin. Es stand am Ufer des Dnepr in der ukrainischen Stadt Saporischschja.

Die mit Granitsockel 19,80 Meter hohe Bronzeskulptur war, seit der Zerstörung des Lenindenkmals auf dem Freiheitsplatz in Charkiw[1], zeitweise das größte Lenindenkmal der Ukraine und befand sich auf dem Lenin-Platz am Beginn des Sobornyj-Prospekts (dem ehemaligen Lenin-Prospekt), einer der längsten innenstädtischen Straßen Europas.

Das Denkmal am Abend

Lenins Arm wies auf die von hier aus gut sichtbare, größte Staumauer der Ukraine, die DniproHES.[2] Einigen Quellen zufolge sind am Denkmalsmaterial erhöhte radioaktive Werte gemessen worden.[3][4]

Die Bildhauer Michail Lyssenko (Михаил Лысенко) und Nikolai Suchodolow (Николай Суходолов) schufen die Figur, die Gestaltung des Denkmals erfolgte nach Entwürfen der Architekten B. Primak (Б. Приймак) und W. Ladny (В. Ладный).[5]

Am 17. März 2016 wurde das Denkmal um 13:15 Uhr mit Hilfe eines Krans von seinem Sockel gehoben und entfernt.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Demonstranten stürzten Leninstatue in Charkiw Tiroler Tageszeitung am 29. September 2014; abgerufen am 29. September 2014
  2. Ukraine, Zwischen den Karpaten und dem Schwarzen Meer, Seite 379 und 384; Thomas Gerlach, Gert Schmidt, Trescher Verlag, ISBN 978-3-89794-192-2
  3. Gesundheitsschädliche Leninstatue in Saporoshje auf kontry.net/news, zuletzt abgerufen am 1. Februar 2014 (russisch)
  4. Lenin-Denkmal, Saporoschje zuletzt abgerufen am 1. Februar 2014 (russisch)
  5. Väter des Saporoschje-Lenindenkmals, Industrie Saporoschje vom 22. April 2008, zuletzt abgerufen am 1. Februar 2014 (russisch)
  6. In Saporoschje wurde das größte Lenindenkmal der Ukraine demontiert, auf 112.ua vom 17. März 2016; abgerufen am vom 17. März 2016 (ukrainisch)