Lenka (Slowakei)

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Lenka
Sajólenke
Wappen Karte
Wappen fehlt
Lenka (Slowakei)
Lenka
Basisdaten
Staat: Slowakei Slowakei
Kraj: Banskobystrický kraj
Okres: Rimavská Sobota
Region: Gemer
Fläche: 6,088 km²
Einwohner: 197 (31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Höhe: 213 m n.m.
Postleitzahl: 980 50(Postamt Včelince)
Telefonvorwahl: 0 47
Geographische Lage: 48° 23′ N, 20° 21′ OKoordinaten: 48° 23′ 12″ N, 20° 20′ 51″ O
Kfz-Kennzeichen
(vergeben bis 31.12.2022):
RS
Kód obce: 515141
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: Oktober 2022)
Bürgermeister: Marian Habovčík
Adresse: Obecný úrad Lenka
č. 11
980 50 Včelince
Webpräsenz: www.obeclenka.sk

Lenka, ungarisch Sajólenke (älter ungarisch nur Lenke)[1] ist eine Gemeinde in der südlichen Mittelslowakei mit 197 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2020), die im Okres Rimavská Sobota, einem Kreis des Banskobystrický kraj, liegt und zur traditionellen Landschaft Gemer gehört.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im Ostteil des Talkessels Rimavská kotlina (Teil der größeren Einheit Juhoslovenská kotlina), am Bach Hubovský potok im Einzugsgebiet der Slaná. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 213 m n.m. und ist sechs Kilometer von Tornaľa sowie 28 Kilometer von Rimavská Sobota entfernt.

Nachbargemeinden sind Tornaľa im Norden, Hubovo im Nordosten und Osten, Kesovce im Süden und Včelince im Südwesten und Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reformierte Kirche in Lenka

Lenka wurde zum ersten Mal 1323 als Nenke schriftlich erwähnt und lag im Herrschaftsgebiet der Burg Gemer. Später bildete sich aus den Leibeigenen die landadlige Familie Lenkei heraus, die anschließend bis zum 19. Jahrhundert die Ortsgüter besaß. Im frühen 15. Jahrhundert teilte sich die Gemeinde in zwei Orte, Nižná Lenka (ungarisch Alsólenke) und Vyšná Lenka (ungarisch Felsőlenke), die sich erst nach 1808 wieder vereinigten. 1828 zählte der Ort 50 Häuser und 430 Einwohner, die als Landwirte beschäftigt waren.

Bis 1918/19 gehörte der im Komitat Gemer und Kleinhont liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei. Auf Grund des Ersten Wiener Schiedsspruchs lag der Ort von 1938 bis 1944 noch einmal in Ungarn.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2011 wohnten in Lenka 195 Einwohner, davon 122 Magyaren, 62 Slowaken, drei Tschechen und ein Ukrainer. Sieben Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

74 Einwohner bekannten sich zur reformierten Kirche, 57 Einwohner zur Evangelischen Kirche A. B., 44 Einwohner zur römisch-katholischen Kirche und ein Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche. Zwei Einwohner bekannten sich zu einer anderen Konfession, acht Einwohner waren konfessionslos und bei neun Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[2]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschloss
  • reformierte (calvinistische) Kirche im klassizistischen Stil aus dem Jahr 1786[3]
  • Landschloss der Familie Mumhart im Barockstil aus der Mitte des 18. Jahrhunderts[4]
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lenka

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Slovenské slovníky: Názvy obcí Slovenskej republiky (Majtán 1998)
  2. Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)
  3. Lenka - Kalvínsky kostol, In: pamiatkynaslovensku.sk, abgerufen am 7. Juni 2021
  4. Lenka, In: pamiatkynaslovensku.sk, abgerufen am 7. Juni 2021

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lenka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien