Lenno

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Lenno
Lenno-Stemma.png
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Gemeinde Tremezzina
Koordinaten 45° 58′ N, 9° 12′ OKoordinaten: 45° 58′ 20″ N, 9° 11′ 40″ O
Höhe 209 m s.l.m.
Fläche 9 km²
Demonym Lennesi
Patron Stephanus (26. Dezember)
Kirchtag 26. Dezember
Telefonvorwahl 0344 CAP 22016
Ex Gemeinde Lenno in der Provinz Como
Lenno
Baptisterium
Villa Balbianello
Fähranleger in Lenno
Abbazia Acquafredda

Lenno war eine Gemeinde mit 1873 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Provinz Como in der Region Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lenno liegt am Lago di Como an der Strada statale 340 (Staatsstraße) zwischen Ossuccio und Mezzegra.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 1. Jahrhundert n. Chr. befand sich auf der Landenge des Vorgebirges von Lavedo die von Plinius dem Jüngeren als "Commedia" bezeichnete Villa, im Gegensatz zu der höher gelegenen Villa "Tragedia".

Campo war Schauplatz der Schlacht während des zehnjährigen Krieges zwischen Como und Mailand (1118–1127), als es am Krieg gegen die mit Mailand verbündete Isola Comacina teilnahm. In Campo gibt es viele Erinnerungen an die Geschichte: In einem Teil der antiken Via Regina, die zu dem Straßenknoten gehört, der das römische Castrum bildete, befindet sich die Piazza Campidoglio, die uns daran erinnert, dass hier die römischen Legionen durchzogen und zur Zeit Julius Cäsars die griechischen Kolonisten von der Insel Lemnos, die Lenno seinen Namen gaben. Einige antike Gräber, die in der Nähe der Stiftskirche Santo Stefano gefunden wurden, gehen auf die Römerzeit zurück.

Die Straße, die von der Via Regina zum See führt, ist nach dem Hauptmann Mattia del Riccio benannt, der 1178 von der Republik der drei Gemeinden (Gravedona, Dongo und Sorico) beauftragt wurde, sich dem Transport der von Barbarossa aus Mailand geplünderten Schätze nach Deutschland zu widersetzen.

Seit dem 21. Januar 2014 ist Lenno eine autonome Gemeinde. Die Zusammenlegung mit den anderen Ortsteilen der heutigen Gemeinde hat jedoch uralte Wurzeln, so dass sie bereits in der napoleonischen und faschistischen Zeit erprobt wurde.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1928 bis 1947 gehörte Lenno gemeinsam mit Mezzegra und Tremezzo der Gemeinde Tremezzina an. In der Gemeinde lebten 4242 Einwohner (Stand: 1936). 1947 wurde sie aufgelöst, und die drei Gründungsgemeinden erhielten ihre Eigenständigkeit zurück.[1]

Lenno gehört jetzt zur neuen Gemeinde Tremezzina, die am 4. Februar 2014 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Lenno, Mezzegra, Tremezzo und Ossuccio gebildet wurde. In den vier Gemeinden hat am 1. Dezember 2013 ein beratendes Referendum stattgefunden, bei dem 63 % der Wähler eine positive Stellungnahme zu dem Entwurf abgegeben haben.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung'
Jahr 1861 1871 1881 1901 1911 1931 1951 1971 1991 2001 2011
Einwohner 1294 1102 1403 1461 1723 1601 1425 1508 1611 1786 1833

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Don Umberto Marmori (* 1885 in Ponna; † 18. Januar 1945 in Cernobbio), Priester, Patriot, Antifaschist
  • Francesco Colombo (* 1898; † 28. April 1945 in Lenno), Oberbefehlshaber der Legione Autonoma Mobile Ettore Muti
  • Oscar Cantoni (* 1950 in Lenno), Bischof von Como
  • Corrado Lamberti (* 6. Mai 1947 in Lenno), Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hauptsehenswürdigkeit ist die Villa del Balbianello[2]
  • Stiftskirche Santo Stefano[3]
  • Romanisches Baptisterium[4]
  • Romanische Kirche Sant’Andrea[5]
  • Villa Aureggi[6]
  • Kirche Santissima Trinità[7]
  • Abtei dell’Acquafredda.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • VV.AA.: Lenno in Tremezzina. Dalla sua storia le radici per il futuro. Milano 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lenno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. D.L.C.p.S., 20. August 1947, n. 977
  2. Villa del Balbianello auf lombardiabeniculturali.it/
  3. Stiftskirche Santo Stefano
  4. Romanisches Baptisterium (Foto)
  5. Romanische Kirche Sant’Andrea
  6. Villa Aureggi
  7. Kirche Santissima Trinità