Lenzerwische

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Lenzerwische. Für das Feuchtgebiet Lenzer Wische siehe dort.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Lenzerwische führt kein Wappen
Lenzerwische
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lenzerwische hervorgehoben
Koordinaten: 53° 5′ N, 11° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Amt: Lenzen-Elbtalaue
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 42,07 km2
Einwohner: 466 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19309
Vorwahl: 038758
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 246
Adresse der Amtsverwaltung: Kellerstraße 4
19307 Lenzen (Elbe)
Bürgermeister: Klaus-Jürgen Borrmann
Lage der Gemeinde Lenzerwische im Landkreis Prignitz
Lenzerwische Lenzen (Elbe) Lanz Cumlosen Groß Pankow (Prignitz) Pritzwalk Gumtow Plattenburg Legde/Quitzöbel Rühstädt Bad Wilsnack Breese Weisen Wittenberge Perleberg Karstädt Gülitz-Reetz Pirow Berge Putlitz Kümmernitztal Gerdshagen Halenbeck-Rohlsdorf Meyenburg Marienfließ Triglitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Putlitz Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Lenzerwische (von Wische, niederdeutsch für Wiese, Weideland) ist eine Gemeinde des Amtes Lenzen-Elbtalaue im Landkreis Prignitz in Brandenburg.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im gleichnamigen Feuchtgebiet zwischen den Flüssen Elbe und Löcknitz und ist die westlichste Gemeinde des Landkreises Prignitz und somit auch Brandenburgs. Sie liegt am Brandenburger Dreiländereck mit Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.[3]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Lenzerwische gehören die folgenden bewohnten Gemeindeteile:[2]

Ebenfalls zur Gemeinde zählen die Wohnplätze[2]

Gemarkungen

Auf Gemeindegebiet existieren folgende Gemarkungen,[4] Reihenfolge von West nach Ost:

  • 123719 Baarz-Gaarz
  • 123718 Besandten
  • 123720 Unbesandten
  • 128738 Kietz
  • 128737 Wootz
  • 128739 Mödlich

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Gemeindegebiet gehörte von 1816/18 bis 1952 zum brandenburgischen Landkreis Westprignitz, von 1952 bis 1990 zum Kreis Ludwigslust im Bezirk Schwerin und von 1990 bis 1992 zum Kreis Ludwigslust im Land Mecklenburg-Vorpommern. Am 1. August 1992 kamen die damals eigenständigen Gemeinden Besandten und Wootz zum brandenburgischen Kreis Perleberg, der mit dem Kreisneugliederungsgesetz des Landes Brandenburg 1993 im Landkreis Prignitz aufging.[5]

1972 wurden Kietz (Elbe) und 1973 Mödlich in Wootz eingegliedert.

Lenzerwische entstand am 26. Oktober 2003 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Besandten und Wootz.[6]

Bei der Bundestagswahl 2005 war die Wahlbeteiligung in Lenzerwische mit 80,3 % die höchste aller Gemeinden im Land Brandenburg.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Lenzerwische Besandten Wootz
1981 - 171 513
1990 - 129 501
1995 - 111 459
2000 - 116 448
2002 - 109 425
2003 525
2005 536
2010 510
2011 484
2012 483
2013 473
2014 473
2015 466

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[7][8] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

  • Wählergruppe Lenzerwische 8 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[9]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus-Jürgen Borrmann (Wählergruppe Lenzerwische) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 85,5 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Lenzerwische stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lenzerwische liegt an der Bundesstraße 195 zwischen Dömitz und Wittenberge.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil 1 – Prignitz – A–M. Bearbeitet von Lieselott Enders. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 3. Begründet von Friedrich Beck. Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-032-6, S. 507.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lenzerwische – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b c Gemeinde Lenzerwische – Bewohnte Gemeindeteile – Wohnplätze. Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, abgerufen am 12. Februar 2016.
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  4. brandenburg-viewer
  5. Landeshauptarchiv Brandenburg – Landkreis Prignitz
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Prignitz. S. 22–25
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  9. Wahlen der Vertretungen in den Städten und Gemeinden am 25.05.2014 im Land Brandenburg. In: wahlergebnisse.brandenburg.de. Der Landeswahlleiter/Landesabstimmungsleiter des Landes Brandenburg, abgerufen am 6. Januar 2016.
  10. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014