Leo Scheu

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Leo Scheu, eigentlich Leopold Scheu, (* 28. März 1886 in Olmütz; † 25. August 1958 in Graz) war ein österreichischer Künstler, akademischer Maler und Grafiker sowie bekannter steirischer Eisläufer und Funktionär beim Grazer Eislaufverein.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prof. Stefan Greif, Ölgemälde signiert Prof. Leo Scheu 1947

Leo Scheu wurde an der Akademie der Bildenden Künste in Prag bei Vlaho Bukovac und Thiele und an der Wiener Malschule bei Jaschke ausgebildet. Von 1913 bis 1945 unterrichtete er an der 1. Bundesrealschule in Graz als Lektor an der Universität Graz, die ihn zum Ehrenmitglied ernannte. Weiters war er Fachinspektor in Kärnten und der Steiermark und auch Gerichtssachverständiger.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schuf er eine Reihe von Rektorenporträts für die Universität Graz und die Technische Universität Graz. Auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der katholischen Kirche ließen zahlreiche Porträts durch ihn anfertigen und begründeten seinen Ruf als einer der bedeutendsten Porträtisten[2] seiner Zeit. Leopold Scheu stand dem von ihm gegründeten Grazer Künstlerbund[3] und ab dem Jahr 1945 der Landesgruppe Steiermark der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs[4] lange Jahre als Präsident vor.

Er ist auf dem St.-Leonhard-Friedhof in Graz beigesetzt.

Einsatz für den Eislaufsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leopold Scheu ist auch als Sportler von Bedeutung für die Grazer Stadtgeschichte. So fungierte er im Jahr 1921 als Gründer des Grazer Eislaufvereines und weiters als erster Präsident des 1923 gegründeten Steirischen Eislaufverbands. Scheu fungierte auch als erster Grazer Eiskunstläufer, als Meisterschaftspreisrichter des Österreichischen Eislaufverbandes und als Beisitzer des Verbandsvorstandes. Im Jahr 1925 wurde er Vizepräsident des Österreichischen Eislaufverbandes neben Fritz Kachler.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürger der Stadt Graz.
  • Berufstitel Professor.
  • Im VII. Bezirk in Graz wurde die Leo-Scheu-Gasse nach ihm benannt.
  • In Erinnerung an seine Leistungen für den Eislaufsport in Steiermark wird seit dem Jahr 1971 alljährlich vom Grazer Eislaufverein[5] und dem Verein Grazer Kunsteisbahn der „Professor Leo-Scheu-Lauf“ durchgeführt. Das Professor Leo-Scheu-Laufen wurde im Vorjahr das erste Mal als internationaler Bewerb ausgetragen und nennt sich nun Icechallenge, Leo Scheu Memorial.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Walter Brunner im Auftrag der Stadt Graz, Kulturamt (Hrsg.): Geschichte der Stadt Graz (in 4 Bänden), Eigenverlag der Stadt Graz 2003, ISBN 3-902234-02-4; (Band 4, S. 429)
  2. Portrait von Univ.-Prof. Dr. Arnold Wittek, (Scheu, 1952)
  3. Künstlerhaus Graz
  4. Vereinigung bildender Künstler Österreichs (Memento des Originals vom 13. September 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kultur.steiermark.at
  5. 1921-1996 75 Jahre Grazer Eislaufverein (Memento des Originals vom 6. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.grazer-eislaufverein.at
  6. Icechallenge Booklet 2008 (Memento des Originals vom 22. Februar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ice-challenge.at (PDF; 2,3 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]