Leohito

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Suco Leohito. Für den Berg Leohito, siehe Leohito (Berg).
Leohito
An der Straße bei Faloai
Der Suco Leohito liegt im Nordwesten der Gemeinde Bobonaro
Daten
Fläche 40,55 km²[1]
Einwohnerzahl 3,159 (2015)[1]
Chefe de Suco António Martins Pereira
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Aiasa 557
Faloai 338
Ferik Katuas 864
Mohak 914
Rai Ulun 486
Faloai (Osttimor)
Faloai
Faloai
Koordinaten: 9° 0′ S, 125° 5′ O

Leohito (Leohitu, Leo-Hito, Leo-Hutu) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Balibo (Gemeinde Bobonaro).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leohito
Orte Position[2] Höhe
Aiasa 8° 57′ S, 125° 5′ O 323 m
Beremanu 9° 0′ S, 125° 5′ O 175 m
Besakren 9° 1′ S, 125° 4′ O 211 m
Faloai 9° 0′ S, 125° 5′ O 279 m
Fauk 8° 58′ S, 125° 5′ O 448 m
Ferik Katuas 9° 0′ S, 125° 4′ O 448 m
Kamileten 8° 58′ S, 125° 5′ O 324 m
Mauleo 8° 59′ S, 125° 6′ O 132 m
Mohak 9° 0′ S, 125° 4′ O 446 m
Nalametan 8° 59′ S, 125° 2′ O 610 m
Nuren 9° 1′ S, 125° 4′ O 268 m
Rai Ulun 9° 1′ S, 125° 3′ O 364 m
Remian 9° 1′ S, 125° 3′ O 268 m
Ualeten 8° 58′ S, 125° 5′ O 303 m
Wiwik 8° 59′ S, 125° 5′ O 330 m
Zentrum von Leohito

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Leohito eine Fläche von 38,65 km².[3] Nun sind es 40,55 km².[1] Jenseits des Flusses Talau, der im späteren Verlauf Taipui heißt, liegt im Südosten das indonesische Westtimor. Der Fluss fließt in Nordostrichtung und trifft dort auf den Fluss Malibaca. Ab hier schwenkt der Fluss als Nunura nach Norden. Am Zusammenfluss treffen Indonesien und Leohito auf die Sucos Leolima (Verwaltungsamt Balibo) und Tapo/Memo (Verwaltungsamt Maliana). Nordwestlich von Leohito liegt der Suco Balibo Vila und im Westen der Suco Cowa.

Im Zentrum des Sucos liegen die Dörfer Ferik Katuas (Feric Catuas, Ferikatuas, deutsch alte Ehefrauen), Wiwik, Mohak (Mohac), Faloai (Falo Ai, Falahai, Faluai) und Beremanu. Die Orte Ualeten, Fauk, Maulelo, Kamileten und Aiasa (Ai-Assa) liegen im Norden. Im Süden befinden sich die Dörfer Besakren, Nuren, Remian und Rai Ulun (Raiulun). Im äußersten Nordwesten liegt der Ort Nalametan.[4] In Kamileten, Mohak und Raiulun gibt es Grundschulen.[5] Nur einfache, kleine Straßen verbinden die Ortschaften mit der Außenwelt.

In Leohito befinden sich die fünf Aldeias Aiasa, Faloai, Ferik Katuas, Mohak und Rai Ulun.[6]

Das Mobusa Wasserreservoir im Suco Leohito (9° 0′ 40″ S, 125° 5′ 19″ O) dient auch zur Versorgung des indonesischen Dorfes Asumanu. Es wurde während der Besatzungszeit 1991 gebaut. Als 2006 eine Restaurierung des Reservoirs nötig wurde, arbeiteten beide Länder an diesem Projekt gemeinsam, was als Musterbeispiel der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit über die Grenze hinweg gilt.[7]

Der Berg Leohito liegt außerhalb des Sucos, östlich des Malibacaflusses.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karfreitagsprozession in Leohito

Im Suco leben 3.159 Einwohner (2015), davon sind 1.597 Männer und 1.562 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 77,9 Einwohner/km². Im Suco gibt es 608 Haushalte.[1] Über 75 % der Einwohner geben Bekais als ihre Muttersprache an. Über 10 % sprechen Kemak, etwa 5 % Tetum Terik und kleine Minderheiten Tetum Prasa und Baikeno.[8] Diese Sprachen werden auch jenseits der Grenze im indonesischen Westtimor gesprochen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Reich von Leohito nahm als Mitglied des Camenaça-Pakts an der Cailaco-Rebellion ab 1719 gegen die Portugiesen teil. Infolge der Rebellion verlagerten die Portugiesen ihre koloniale Hauptstadt von Lifau im Westen der Insel nach Dili im Osten.[9]

Im Januar 2012 griffen Katholiken die Anhänger einer „neuen Religion“ an. Folge waren 17 Verletzte. Angeblich hatte die andere Gruppe zuvor Priester und Nonnen beleidigt.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Andre Mali Maia zum Chefe de Suco gewählt.[11] Bei den Wahlen 2009 gewann António Martins Pereira.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leohito – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. UNMIT-Karte des Distrikts Bobonaro, August 2008 (PDF; 535 kB)
  6. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  7. Sobar Sutisna and Sri Handoyo: „Delineation and demarcation surveys of the land border in Timor: Indonesian perspective“, Center for Boundary Mapping, The National Agency for Surveys and Mapping of Indonesia (BAKOSURTANAL)
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Leohito (tetum; PDF; 8,5 MB)
  9. History of Timor (PDF; 824 kB) – Technische Universität Lissabon
  10. Suara Timor Lorosa'e: Catholics in Balibo attacks new religion, 17. Januar 2012
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

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