Leoni AG

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LEONI AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005408884
Sitz Nürnberg, DeutschlandDeutschland Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 74.018 (Dezember 2015)[1]
Umsatz 4.502,9 Mio. (2015)[1]
Branche Automobilzulieferer
Website www.leoni.com
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Leoni (Eigenschreibweise in Majuskeln) mit Sitz in Nürnberg ist ein führender deutscher Hersteller in den Produktgruppen Drähte, Kabel und Bordnetz-Systeme in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Die produzierten Warengruppen sind in zwei Unternehmensbereiche aufgegliedert: „Division Wire & Cable Solutions“ (früher „Draht & Kabel“) sowie „Division Wiring Systems“ (früher „Bordnetz-Systeme“). Die Wurzeln von Leoni reichen bis ins Jahr 1569 zurück, als Anthoni Fournier eine Werkstatt in Nürnberg eröffnete, die Leonische Waren herstellte. Das Hauptwerk befindet sich in Roth bei Nürnberg.

Die Aktien der Leoni AG sind Bestandteil des Börsenindex MDAX und befinden sich vollständig im Streubesitz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1569 gründete Anthoni Fournier in Nürnberg eine Werkstatt zur Herstellung Leonischer Waren. 1621 eröffneten Fourniers Söhne südlich von Nürnberg weitere Werkstätten zur Herstellung Leonischer Waren. Daraus gingen die Firmen Johann Balthasar Stieber & Sohn, Nürnberg, Johann Philipp Stieber, Roth und die Vereinigte Leonische Fabriken, Nürnberg hervor.

1917 schlossen sie diese Unternehmen zusammen und gründen die Leonische Werke Roth-Nürnberg AG. 1931 folgt die Umfirmierung in Leonische Drahtwerke AG mit Sitz in Nürnberg. 1999 schließlich die Umfirmierung in LEONI AG und Wandlung zur Dachgesellschaft sowie Aufteilung in drei Gesellschaften: LEONI Draht GmbH & Co. KG, LEONI Kabel GmbH & Co. KG und LEONI Bordnetz-Systeme GmbH & Co. KG.

2006 übernahm Leoni die Unternehmen Kerpen GmbH & Co. KG und Studer Cables AG (Däniken, Schweiz). Im Mai 2007 kaufte Leoni 80 % Anteile am Silikonspezialisten Silitherm (Monticelli d'Ongina Italien). 2012 verbuchte Leoni einen Umsatz von 3,809 Milliarden Euro (2011: 3,701; 2010: 2,956) und einen operativen Gewinn von 235,8 Millionen Euro (2011: 237,14; 2010: 130,72). Der Konzernüberschuss betrug 156,02 Millionen Euro (2011: 155,96; 2010: 67,25).[2][3]

Ende 2013 beschäftigte Leoni 61.591 Mitarbeiter (2012: 59.393); es erwirtschaftete 2013 einen Umsatz in Höhe von 3,917 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss betrug 2013 105,9 Millionen Euro.[4]

Ende 2014 beschäftigte Leoni 67.988 Mitarbeiter; 2014 erwirtschaftete einen Umsatz in Höhe von 4,1 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss betrug 2014 115,1 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn wuchs um 12 Prozent auf 182,5 Millionen Euro. 2014 waren 6,3 % der Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt und 90,1 % in Niedriglohnländern wie Marokko, Ägypten, Serbien, Rumänien und der Ukraine.[5]

Im Jahr 2015 verbuchte Leoni einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von rund 151 Millionen Euro.[6]

Mit dem für die Division Wiring Systems zuständigen Vorstandsmitglied Frank Hiller unterzeichnete der Aufsichtsrat am 29. Juli 2016 eine Vereinbarung über sein einvernehmliches Ausscheiden aus dem Vorstand zum Jahresende 2016. Der Nachfolger werde aus der Automobilzulieferbranche kommen.[7]

Am 16. August 2016 teilte Leoni mit, Opfer eines Betruges in Höhe von etwa 40 Millionen Euro geworden zu sein. Die Betrugsmasche wird als Chef-Betrug (CEO Fraud) bezeichnet, tauchte 2013 in der Schweiz und im französischen Teil Europas auf.[8]

Akquisitionen/Joint Venture[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Oktober 1999: vier Siemens-Tochterunternehmen:
    • Leitungswerk Friesoythe GmbH & Co. KG
    • Special Cables & Wires GmbH & Co. KG
    • Siemens Automobiltechnik Leitungen GmbH & Co. KG
    • Siemens Automobiltechnik Komponenten GmbH & Co. KG
  • 3. Februar 2000: Lucas Rists Wiring Systems von der amerikanischen TRW-Gruppe
  • 1. September 2004: Klink + Oechsle GmbH
  • 1. Juli 2005: neumatic Elektronik + Kabeltechnik GmbH & Co. KG
  • 4. Oktober 2005: Gemeinschaftsunternehmen mit dem Schweizer Kabelhersteller Studer für die Verkabelung von Schienenfahrzeugen gegründet. An dem Joint Venture L & S Transportation Systems hält Leoni 70 Prozent und Studer 30 Prozent.
  • 16. Oktober 2007: Übernahme des Bordnetzgeschäftes von Valeo (Valeo Connectivity Systems)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geschäftsbericht 2015
  2. Geschäftsbericht 2012
  3. LEONI AG: Geschäftsbericht 2011. Abgerufen am 5. Mai 2012 (PDF).
  4. LEONI AG: Geschäftsbericht 2013. Abgerufen am 14. Mai 2014 (PDF).
  5. LEONI AG: Geschäftsbericht 2014. Abgerufen am 23. Juni 2015 (PDF).
  6. Leoni erfüllt Prognose 2015 und gibt Ausblick auf 2016 bekannt. LEONI AG. 22. Februar 2016. Abgerufen am 23. Februar 2016.
  7. Dr. Frank Hiller scheidet auf eigenen Wunsch zum 31.12.2016 aus dem Vorstand der Leoni AG aus. LEONI AG. Abgerufen am 30. August 2016.
  8. FAZ.net: Autozulieferer Leoni um Millionensumme gebracht