Leonidas Polk

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Leonidas Polk als Bischof

Leonidas Polk (* 10. April 1806 in Raleigh, North Carolina; † 14. Juni 1864 am Pine Mountain nahe Marietta, Georgia), genannt „The fighting Bishop“ („Der kämpfende Bischof“), war Bischof der Episkopalkirche der USA und übernahm im Sezessionskrieg als General ein Kommando im konföderierten Heer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Cousin des Präsidenten James K. Polk war West-Point-Absolvent des Jahres 1827. Er schloss die Akademie als achter seines Jahrgangs ab und diente bis zum 1. Dezember 1827 als Leutnant in einer Artillerieeinheit des US-Heeres. Bischof Richard Channing Moore weihte Polk 1830 zum Diakon und ein Jahr später zum Priester. Nach seiner Heirat mit Frances Ann Deveraux diente er an der St. Peters Church in Columbia, Tennessee. 1841 zog Polk mit seiner Familie nach Louisiana und wurde dort Bischof. 1856 war er einer der Mitbegründer der University of the South in Sewannee, Tennessee.

1861 entschied Polk sich für den Militärdienst und wurde als Generalmajor Befehlshaber im Wehrbezirk 2 unter Albert S. Johnston. Polk organisierte die Mississippi-Armee und einen Teil der Tennessee-Armee, deren I. Korps er als Kommandierender General mit dem Dienstgrad Generalleutnant führte. Mit seiner Beförderung zum Generalleutnant war Polk zum zweitältesten Soldaten mit diesem Dienstgrad nach James Longstreet avanciert, was ihm einiges Gewicht bei der Vorbereitung von Entscheidungen einbrachte. Polk nahm an den Schlachten von Belmont, Shiloh, Chickamauga und Perryville teil und war auch am Stone's River Feldzug (siehe auch Schlacht am Stones River) beteiligt. 1864 kommandierte er konföderierte Truppen unter Joseph E. Johnston beim Angriff Shermans auf Atlanta (siehe Atlanta-Feldzug).

Vor der Schlacht am Kennesaw Mountain wurde er bei der Geländeerkundung durch eine Artilleriegranate tödlich verwundet. General Sherman erwähnte Polks Tod in einem Bericht an den Kriegsminister Edwin M. Stanton, ‘We killed Bishop Polk yesterday, and have made good progress to-day….’(Wir töteten gestern Bishof Polk und sind heute auch gut vorangekommen)[1].

Tod und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polk wurde in der St. Paul's Episcopal Church in Augusta beigesetzt. 1945 wurden seine sterblichen Überreste nach New Orleans überführt, wo er in der Christ Church Cathedral bestattet wurde[2]. Polks Neffe, Lucius E. Polk diente als General und sein Sohn William Mecklenburg Polk als Hauptmann im konföderierten Heer. Sein anderer Sohn, Frank Polk, diente als außenpolitischer Berater im Außenministerium während des Ersten Weltkrieges und wurde der erste Under Secretary of State (die dritthöchste Position im Außenministerium der Vereinigten Staaten).[3] Fort Polk in Louisiana ist nach Leonidas Polk benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Glenn Robins: The Bishop of the Old South. The Ministry and Civil War Legacy of Leonidas Polk. Mercer University Press, Macon GA 2006, ISBN 0-88146-038-9.
  • John H. Eicher & David J. Eicher: Civil War High Commands. Stanford University Press 2001 (hier online), ISBN 0-8047-3641-3

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.historynet.com/leonidas-polk-southern-civil-war-general.htm/ Historynet
  2. Robins, S. 1538; Eicher, S. 433.
  3. Frank Lyon Polk. In: New York Times, 7. Februar 1943. Abgerufen am 5. November 2015. 

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]