Leopold Schönberg von Brenkenhoff

Leopold Schönberg von Brenkenhoff (* 1750 in Dessau; † 5. Oktober 1799) war ein preußischer Offizier und Militärschriftsteller.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Er war der Sohn von Franz Balthasar Schönberg von Brenkenhoff und dessen erster Frau Louise von Bergen.
Während eines Aufenthalts in Bad Pyrmont im Juni 1766 hatte er einen Gesellschafter namens Lessing, der auch eine Zeit bei ihm wohnte, bevor beide im August nach Göttingen weiterreisten.
Er war zunächst Offizier im sächsischen Garde du Corps, dann im preußischen Heer. Dort war er Generaladjutant von Friedrich von Braunschweig. Er betätigte sich erfolgreich als kritischer Militärschriftsteller und Übersetzer mehrerer Werke aus dem französischen. Am 17. Oktober 1794 wurde ihm der Verdienstorden Pour le Mérite verliehen.[1]
Seine Werke sind:
- 1783, Des Herrn Mottin de la Balme Grundsätze der Taktik für die Cavallerie, Digitalisat
- 1780, Paradoxa, größtentheils militärischen Inhalts, Digitalisat
- 1785, Abhandlung über die Einrichtung der leichten Truppen und deren Gebrauch im Kriege Rezension
- 1799, Abhandlung über den kleinen Krieg und über den Gebrauch der leichten Truppen mit Rücksicht auf den französischen Krieg, Digitalisat mit dem General Georg Wilhelm von Valentini
Besonders das Werk über den Kleinen Krieg erfreute sich großer Beliebtheit. Es hatte fünf Auflagen von 1799 bis 1821.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Samuel Baur: Neues Historisches Hand-Lexikon. Oder biographische kurzgefaßte und historische Nachrichten von berühmten Patriarchen, Kaysern, Königen, Fürsten, großen Feldherren, Staatsmännern, Päbsten, Erz- und Bischöffen, Kardinälen, Gelehrten aller Wissenschaften, Mahlern, Bildhauern, Künstlern und andern merkwürdigen Personen beyderley Geschlechts, besonders neuerer Zeiten. Band 5, Verlag Stettinschen Buchhandlung, Ulm 1803, S. 139. Digitalisat[2]
- Julius Löbe: Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit (Pierer). Band 3. 4. Auflage, Altenburg 1857, S. 277.
- Gustaf Lehmann: Die Ritter des Ordens pour le mérite. Band 1, Mit: Schriftverkehr: Für ein Gefecht in Luxemburg, u. a.: Knobelsdorf an den König., Knobelsdorf an den Herzog von Braunschweig., Blücher an den Herzog von Braunschweig., AKO: An den Generallieutnant von Knobelsdorff. Verlag Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1913, S. 287–289.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zeno.org. (Hrsg.): v. Brenkenhoff
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Vgl. Karl Friedrich Hildebrand, Christian Zweng: Die Ritter des Ordens pour Le mérite: 1740-1918. Teil 1, Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, S. 165.
- ↑ Vgl. Zweittitel: Allgemeines Historisches Handwörterbuch aller merkwürdigen Personen, die in dem lezten Jahrzehend des achtzehnten Jahrhunderts gestorben sind. Ulm 1803, S. 139.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brenkenhoff, Leopold Schönberg von |
| ALTERNATIVNAMEN | Brenkenhoff, Leopold von |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Offizier und Militärschriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 1750 |
| GEBURTSORT | Dessau |
| STERBEDATUM | 5. Oktober 1799 |