Leopold von Hassell

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Leopold von Hassell (* 16. August 1843 in Celle, Königreich Hannover; † 20. Januar 1913 in Kassel) war ein deutscher Richter.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hassell stammte aus einem Adelsgeschlecht der Verdenschen und Bremischen Ritterschaft, dessen Stammlinie 1618 beginnt. Seine Eltern waren der Obergerichtspräsident Christian von Hassell und dessen Frau Karoline geb. von Bobert.[1]

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde am 21. Oktober 1862 im Corps Franconia München aktiv.[2] Nachdem er das Studium an der Georg-August-Universität Göttingen beendet hatte, wurde er als hannoverscher Auditor angestellt. Nach dem Deutschen Krieg 1866 wurde er als Referendar in den preußischen Justizdienst übernommen. Er wurde 1870 Gerichtsassessor und heiratete 1871 Helene Reinecke, Tochter eines Celler Obergerichtsrats.[1] 1872 kam er an das Amtsgericht Lehe, bei dem er 1873 Amtsrichter wurde. 1875 kam er als Assessor an das Obergericht Aurich und das Obergericht Lüneburg. Er wurde 1879 zum Landrichter ernannt. Er wurde 1888 Direktor des Landgerichts Nordhausen und 1892 des Landgerichts Göttingen. 1896 kehrte er als Präsident an das Landgericht Lüneburg zurück. Ab 1900 war er Präsident des Landgerichts Kassel, ab 1905 Präsident des Oberlandesgerichts Kassel.[3][4] Er starb mit 69 Jahren im Amt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Charakter als Wirklicher Geheimer Oberjustizrat mit dem Rang der Räte I. Klasse

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Mitgliederverzeichnis des Corps Franconia München
  2. Kösener Corpslisten 1930, 108, 309
  3. Acta Borussica, Bd. 9
  4. Oberlandesgericht Kassel (territorial.de)