Les Diablerets (Berg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sommet des Diablerets
Blick vom Sommet des Diablerets nach Nordosten zum Oldenhorn

Blick vom Sommet des Diablerets nach Nordosten zum Oldenhorn

Höhe 3210 m ü. M.
Lage Wallis/Waadt, Schweiz
Gebirge Waadtländer Alpen
Dominanz 14,3 km → Wildhorn
Schartenhöhe 958 m ↓ Col du Sanetsch
Koordinaten 580758 / 128084Koordinaten: 46° 18′ 14″ N, 7° 11′ 20″ O; CH1903: 580758 / 128084
Les Diablerets (Berg) (Kanton Wallis)
Les Diablerets (Berg)
Normalweg L – leichte Hochtour (vergletschert)

Les Diablerets (dt. Übersetzung: Teufelshörner; frühere Namen: Rochers oder Scex de Champ) bezeichnet eine vergletscherte Gebirgsgruppe der Waadtländer Alpen in der Schweiz. Am Nordfuss der Gebirgsgruppe liegt der Luftkurort Les Diablerets, der zur politischen Gemeinde Ormont-Dessus gehört.

Luftseil-Bergstation auf dem Sex Rouge, im Hintergrund das Oldenhorn
Luftbildaufnahme aus Eduard Spelterinis Ballon Wega, 3. Oktober 1898 um 11:40 Uhr

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Kamm verläuft die Grenze zwischen den Kantonen Waadt und Wallis – im östlichen Teil die Grenze zwischen Bern und Wallis. Das Massiv wird im Süden durch den Pas de Cheville und das Rhonetal, im Osten durch den Sanetschpass und im Norden durch den Col du Pillon begrenzt.

Der eigentliche Hauptgipfel Sommet des Diablerets erreicht 3210 m ü. M. Weitere Gipfel sind das Oldenhorn (3123 m ü. M., frz.: Becca d'Audon), wo die drei Kantone Waadt, Wallis und Bern zusammenstossen, der Sex Rouge (2971 m ü. M.), die Tête Ronde (3037 m ü. M.) und der Culan (2789 m ü. M.), welcher die westliche Abgrenzung des Massivs bildet.

Zwischen dem Sommet und dem Oldenhorn erstreckt sich ein etwa 2900 m hoch gelegenes Plateau, von dem nach Osten der Tsanfleurongletscher und nach Nordosten der Sex Rouge Gletscher abfliessen. Gegen Norden und Süden besitzt das Massiv markante Felswände, besonders die Südflanke stürzt nahezu senkrecht teilweise über 1000 Meter ab ins Tal von Derborence. Die Entstehung dieser südlichen Felswand durch einen Bergsturz am 23. Juni 1749 mit ca. 50 Millionen m³ über rund 1900 Höhenmeter inspirierte Charles Ferdinand Ramuz zu einem Roman.

Am Lac de Derborence am Südfuss der Diablerets wurden Bartgeier ausgewildert.

Erschliessung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1964 führt eine Luftseilbahn vom Col du Pillon in zwei Sektionen auf den Sex Rouge und ermöglicht auf dem Plateau des Tsanfleurongletschers im Skigebiet Glacier 3000 Skisport. Noch vor einigen Jahren konnte auf dem Gletscher bis weit in den Sommer hinein Skisport betrieben werden. Mittlerweile ist das Skigebiet wegen des schwindenden Gletschers nur noch zwischen Anfangs November und Anfangs Mai geöffnet (Stand 2017).[1]

Im Sommer wird die höchstgelegene Sommerrodelbahn der Welt betrieben.[2]

Der 107 Meter lange Peak Walk ist die erste Hängebrücke der Welt, die zwei Gipfel miteinander verbindet und ist ganzjährig geöffnet.[3][4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Les Diablerets – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wintersport Auf: Glacier 3000
  2. Alpine Coaster Glacier 3000 Auf: MySwitzerland
  3. Peak Walk by Tissot Auf: Glacier 3000
  4. Nur für Schwindelfreie - Diese Brücke hängt zwischen zwei 3000ern Auf: Blick online vom 24. Oktober 2014