Les Valls de Valira

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Gemeinde Les Valls de Valira
Ars – Ortsbild
Ars – Ortsbild
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Les Valls de Valira
Les Valls de Valira (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KatalonienKatalonien Katalonien
Provinz: Lleida
Comarca: Alt Urgell
Koordinaten 42° 27′ N, 1° 24′ O42.4451.3947222222222740Koordinaten: 42° 27′ N, 1° 24′ O
Höhe: 740 msnm
Fläche: 169,44 km²
Einwohner: 849 (1. Jan. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 5,01 Einw./km²
Postleitzahl: 25798
Gemeindenummer (INE): 25239 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch, Katalanisch
Daten der Generalitat: MuniCat
Sitze im Gemeinderat: Kommunalwahl 2011
Website: vallsvalira.ddl.net/secciodinamica.php?seccio=El%20patrimoni&id_seccio=8400

Les Valls de Valira ist eine Gemeinde (municipi) mit 849 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) in der Provinz Lleida in der Autonomen Region Katalonien. Zur Gemeinde gehören die 15 Dörfer Anserall, Arcabell, Arduix, Argolell, Ars, Asnurri, Baixos de Calbinyà, Bescarán, Calbinyà, Civis, Farga de Moles, Os de Civís, Sant Antoni, Sant Joan Fumat und Sant Pere.

Lage[Bearbeiten]

Das von den Bergen der südlichen Pyrenäen eingerahmte Tal liegt auf einer mittleren Höhe von etwa 740 Meter ü. d. M. im Nordwesten Kataloniens nahe der Grenze zu Andorra.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1990 2000 2006
Einwohner 1.075 836 765 759 757 744

Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten die ehemals selbständigen Dörfer zusammengerechnet um die 2.000 Einwohner. Die Mechanisierung der Landwirtschaft und der damit einhergehende Verlust von Arbeitsplätzen führte seitdem zu einem konstanten Rückgang der Bevölkerung.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Früher lebten die Einwohner hauptsächlich als Selbstversorger von der Milchwirtschaft und der Käseherstellung. Inzwischen sind viele leerstehende Häuser zu Ferienwohnungen umgebaut worden.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mittelalter gehörten weite Teile des heutigen Gemeindegebiets zur Grundherrschaft der Grafen von Urgell. Die Gemeinde entstand im Jahr 1970 durch den Zusammenschluss von zunächst nur fünf Dörfern (Anserall, Arcabell, Ars, Bescarán und Civis). Im Lauf der Zeit kamen die anderen Dörfer hinzu.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Anserall, Kirchenruine Sant Sadurní de Tavèrnoles
Bescarán, Turm der ehemaligen Kirche Sant Martí

Auf dem Gebiet der Gemeinde stehen mehrere denkmalgeschützte Bauwerke (Béns Culturals d'Interès Nacional oder ... Local):

Anserall

Vom aus Bruchsteinen erbauten Mosteiro Sant Serni de Tavèrnoles sind nur die Ostteile der Kirche (Apsiden und Querhaus) erhalten; vom einschiffigen Langhaus stehen nur noch Mauerreste. Da auch die beiden Querhausarme in Apsiden enden, besteht vielleicht eine Verbindung zur Gruppe der Trikonchos-Kirchen (vgl. Sant Pere de Montgrony).

Argolell

Die einschiffige Pfarrkirche Santa Eugenia ist ein Bau aus dem 11. Jahrhundert mit einem hölzernen Dachstuhl und einer rechtwinkligen Apsis. Die Fresken wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgenommen und befinden sich im befinden sich im Museu Nacional d’Art de Catalunya (MNAC) in Barcelona.

Ars

Das nur noch etwa 30 Einwohner zählende Dorf Ars beeindruckt durch seine Lage und den Rundturm der Kirche Sant Martí aus dem 12. Jahrhundert.

Asnurri

Die Kirche Santa Eulalia ist ein aus Bruchsteinen gemauerter Bau mit einem Turm auf der Südseite.

Bescarán

Der sich auf quadratischem Grundriss erhebende freistehende Glockenturm (campanar) der heute nicht mehr existierenden Kirche Sant Martí beeindruckt durch seine Höhe und seine sich nach oben mehr und mehr öffnenden Fenster- bzw. Schallöffnungen.

Civis

Die Kirche Sant Romà ist ebenfalls ein romanischer Bau des 12. Jahrhunderts.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Les Valls de Valira – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).