Leslie Green (Philosoph)

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Leslie J. M. Green (* 1918) ist ein britischer analytischer Rechtsphilosoph und Professor an der Oxford University, der einflussreiche Beiträge zum Rechtspositivismus erarbeitet hat.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Green wurde in Bridge of Weir, Renfrewshire, in Schottland geboren und erhielt seine akademische Ausbildung an der kanadischen Queen's University sowie dem Nuffield College in Oxford. Seine Ph.D.-Thesis unter Charles Taylor und Joseph Raz resultierte in einem Buch, The Authority of the State (1988).

Der Jurist wurde 2006 zum Professor für Rechtsphilosophie, einfließlich Fellowship am Balliol College, an der Oxford University gewählt. Später wurde er der erste Pauline and Max Gordon Fellow am College (2010) und wurde zeitgleich Teilzeit-Professor an der Queen's University. Später kam neben zahlreichen anderen Lehrtätigkeiten in den USA, Kanada, und Großbritannien eine Professur an der McMaster University in Kanada hinzu.

Akademisch befasst sich Green vor allem mit Rechtsphilosophie, politischer Philosophie und damit verbundenen ethischen und rechtlichen Fragestellungen. Er verteidigt einen rechtspositivistischen Standpunkt, der zahlreiche als notwendig anzuerkennende Verbindungen zwischen Rechts- und Moralgefüge unterstellt. Zugleich verneint Green die Idee, dass Gesetze unbedingt zu befolgen seien und vertritt liberale Positionen im Bereich der Sexualethik.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • The Authority of the State. Oxford: Clarendon Press, 1988. ISBN 0-19-824926-8.
  • The Duty to Govern, in: Legal Theory, Bd. 13 (2007), Nr. 3-4, S. 165-185.
  • Jurisprudence for Foxes, Oxford Legal Studies Research Paper Nr. 22/ 2012; SSRN.

Weblinks[Bearbeiten]