Leslie Odom Jr.

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Leslie Odom Jr. (2016)

Leslie Odom Jr. (* 6. August 1981 in Queens, New York) ist ein US-amerikanischer Filmschauspieler, Musicaldarsteller, Produzent und Sänger. Größere Bekanntheit erlangte der Grammy- und Tony-Award-Preisträger für seine Rolle von Aaron Burr in dem Musical Hamilton.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leslie Odom Jr. wurde in New York geboren, wuchs aber mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester in Philadelphia auf.[1] In Pittsburgh besuchte er die Carnegie Mellon University. Nach seinem Abschluss dort im Jahr 2003 zog er nach Los Angeles.[2]

Nach ersten Fernsehauftritten in zwei Folgen von The Big House in der Rolle von Lamont und in neun Folgen von CSI: Miami folgten Engagements in den Serien Vanished und Big Day. Seine erste Rolle in einem Spielfilm erhielt er in Anthony Hemingways Red Tails. Es folgten größere Rollen in den Fernsehserien Smash, Person of Interest und Law & Order: New York.

Odom ist auch im Musiktheater aktiv. Unter anderem wirkte er in Los Angeles und auf dem Broadway am Musical Leap of Faith[3] (2010 und 2012), Off-Broadway am Musical Venice[4] (2013) mit.

In dem Musical Hamilton von Lin-Manuel Miranda über das Leben des amerikanischen Gründervaters Alexander Hamilton übernahm Odom die Hauptrolle des Aaron Burr, Freund und Gegenspieler von Hamilton. Odom war auch an dem 2015 veröffentlichten, gleichnamigen Album beteiligt, das Aufnahmen der Broadway-Inszenierung des Musicals enthält. Eine Reihe von Liedern auf der Aufnahme wurde in den USA mit Platin- und Goldenen Schallplatten ausgezeichnet.

Odom singt America the Beautiful vor dem Super Bowl LII

2014 veröffentlichte Leslie Odom Jr. sein gleichnamiges Solo-Album. Es enthielt überwiegend Stücke aus Musicals und wurde 2016 mit veränderter Tracklist neu herausgebracht. Im gleichen Jahr erschien Simply Christmas mit Jazz-Versionen amerikanischer Weihnachtslieder, und 2019 das Album Pop- und RnB-Album Mr.[5]

Anlässlich der Eröffnung der US Open am 29. August 2016 im Arthur Ashe Stadion in New York City sang Odom gemeinsam mit Phil Collins dessen Song Easy Lover.[6] Auch in der Victoria’s Secret Fashion Show hatte er einen Auftritt.

In Kenneth Branaghs Mord im Orient Express aus dem Jahr 2017 übernahm er die Rolle von Dr. Arbuthnot, in Takashi Doschers Science-Fiction-Drama Only die Hauptrolle von Will.

Anfang Februar 2018 beim Super Bowl LII sang Odom unmittelbar vor dem Anstoß des Spiels America the Beautiful, während Pink die US-amerikanische Nationalhymne sang.[7]

In Thomas Kails Hamilton, einer Filmaufnahme des Musicals, war Odom wieder als Burr zu sehen. 2020 gewann er beim Down Beat Critics Poll 2020 als bester männlicher Sänger in der Kategorie Rising Star.

In dem Filmdrama One Night in Miami von Regina King aus dem Jahr 2020 ist er in der Rolle von Sam Cooke zu sehen, was ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte. Neben einigen Liedern von Cooke, die Odom im Film singt, steuerte er gemeinsam mit Sam Ashworth auch den Song Speak Now für den Film bei.[8]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
US US
2014 Leslie Odom Jr. US147
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. August 2014
2016 Simply Christmas US31
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 2017
2019 Mr
Erstveröffentlichung: 8. November 2019
2020 The Christmas Album
Erstveröffentlichung: 6. November 2020

Soundtrack-Alben

  • 2012: Leap of Faith: The Musical
  • 2014: Venice
  • 2015: Hamilton

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

British Academy Film Award

Critics’ Choice Movie Award

Down Beat Critics Poll

  • 2020: Sieger als Rising Star in der Kategorie Bester Sänger

Golden Globe Award

Grammy Award

  • 2016: Auszeichnung mit dem Grammy Award for Best Musical Theater Album (für Hamilton, als Teil des Original Broadway Cast)

NAACP Image Award

Oscar

San Francisco International Film Festival

Screen Actors Guild Award

Tony Award

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Leslie Odom Jr. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leslie Odom Jr. In: discogs.com. Abgerufen am 12. April 2020.
  2. Leslie Odom, Jr. To Give Keynote Address at CMU Commencement. In: cmu.edu, 14. Mai 2019.
  3. Kenneth Jones: Come All Ye Faithful: Raúl Esparza Begins Preaching in Broadway's Leap of Faith April 3 - Playbill.com. In: Playbill. 17. April 2012, abgerufen am 16. April 2020 (englisch).
  4. Michael Gioia, Adam Hetrick: The Verdict: Critics Review NY Premiere of Venice, With Leslie Odom, Jr., Haaz Sleiman and Jennifer Damiano. In: Playbill. 14. Juni 2014, abgerufen am 16. April 2020 (englisch).
  5. Mr - Leslie Odom, Jr. | Songs, Reviews, Credits | AllMusic. In: Allmusic. 8. November 2019, abgerufen am 16. April 2020 (amerikanisches Englisch).
  6. Andy Greene: Watch Phil Collins, 'Hamilton' Star Leslie Odom Jr. Perform 'Easy Lover'. In: Rolling Stone, 30. August 2016.
  7. Lexy Perez: Super Bowl: Leslie Odom Jr. Performs „America the Beautiful“. In: The Hollywood Reporter, 4. Februar 2018.
  8. Tim Peacock: ‘One Night In Miami…’ Soundtrack To Reflect Sam Cooke’s Enduring Legacy. In: udiscovermusic.com, 8. Dezember 2020.
  9. Chartquellen:
    • US. Abgerufen am 8. Januar 2021 (englisch).
  10. Manori Ravindran: BAFTA Unveils Film Nominations in Historic Year After Diversity Review: 'Nomadland', 'Rocks' Lead Nominees. In: Variety, 9. März 2021.
  11. Erik Anderson: 2020 NAACP Awards: Billy Porter, Lizzo, Regina King, Angela Bassett up for Entertainer of the Year. In: awardswatch.com, 9. Januar 2020.
  12. Erik Anderson: SFFILM Awards Night to honor One Night in Miami‘s Kingsley Ben-Adir, Eli Goree, Leslie Odom Jr, Aldis Hodge and Glenn Close. In: awardswatch.com, 20. November 2020.
  13. Natalie Oganesyan: 2021 SAG Awards Nominations. In: Variety, 4. Februar 2021.