Leuchtturm Albenverlag

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Leuchtturm Albenverlag

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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1917
Sitz Geesthacht, Schleswig-Holstein
Leitung Kurt Stürken, Axel Stürken,
Max Stürken, Philip Döbler
Mitarbeiterzahl rund 500
Branche Industrie und Handel
Website leuchtturm.de

Der Leuchtturm Albenverlag (GmbH & Co. KG) ist ein Industrie- und Handelsunternehmen mit Sitz in Geesthacht bei Hamburg und das weltweit führende Unternehmen im Bereich Sammelsysteme für Briefmarken und Münzen.[1] Er beschäftigt ca. 500 Mitarbeiter an 7 Standorten (Geesthacht, Fairfield, Dorval, Körmend, Guangzhou, Sahline und Vimperk) in Produktion, Verwaltung, Heimarbeit und Außendienst. Das Produktprogramm umfasst vor allem Artikel zum Sammeln von Münzen und Briefmarken, wie Alben, Koffer und Zubehör. Unter der Marke „LEUCHTTURM1917“ werden heute zusätzlich hochwertige Büro- und Schreibwarenartikel (vor allem Notizbücher, Kalender und Sammelsysteme) vertrieben. Kunden sind sowohl Zwischenhändler als auch Endabnehmer. Die Firmenanteile werden mehrheitlich von der Familie Stürken gehalten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Mai 1917[2] gründete Paul Koch in Aschersleben die Firma Koch & Bein KG, die die heute noch herausgegebenen KABE Briefmarkenalben herstellte. Im Jahre 1924 musste Koch KABE an die Aschersleber Familie Volkhardt[3] verkaufen, er gründete aber 1948 in Hamburg den Leuchtturm Albenverlag.

Der KABE-Verlag, der die Anfangsbuchstaben nun von der Produktreihe Komet-Briefmarkenalben ableitete, und seine neuen Eigentümer flüchteten nach der Verstaatlichung ihres Betriebs 1953 nach Göppingen und bauten dort die Firma neu auf. Die beiden Koch-Gründungen KABE und Leuchtturm kooperierten später in der Produktion und im Einkauf. Als die Nachfolge bei KABE nicht gelöst werden konnte, war es naheliegend, 1997 beide Unternehmen zusammenzuführen.

Leuchtturm und KABE beschäftigten sich zunächst vorwiegend mit der Entwicklung von Briefmarken-Vordruckalben. Das bekannteste Produkt von Leuchtturm ist wohl das SF-Album mit Klemmtaschen. Die Briefmarken-Vordruckblätter haben auf die Mittelachse ausgerichtete Felder und sind in der Schriftart Optima gesetzt, ältere Ausführungen tragen die Schriftart Eckmann.

In den letzten Jahren wurde das Verkaufsprogramm ausgebaut. Heute verkauft Leuchtturm ebenso viel Münzenalben und -zubehör. Außerdem gehören Papier-, Büro- und Schreibwaren zum Sortiment. Daneben existiert die Tochterfirma Torquato AG (gegründet im April 2000, ca. 70 Mitarbeiter), die sich mit dem Verkauf von Lifestyle und Geschenkartikeln im weitesten Sinne via Online- und Versandhandel beschäftigt und Ladengeschäfte in Hamburg (Große Bleichen), Düsseldorf (Nähe Königsallee) und Berlin betreibt. Seit 2016 betreibt die Torquato AG zudem einen Onlineshop unter der Marke Food Brothers, in dem Küchenutensilien und Lebensmittel angeboten werden.

Die Leuchtturm Gruppe übernahm im Jahr 2015 die Marken Semikolon und Treuleben & Bischof.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  2. Adressbuch des deutschen Buchhandels 1948 auf books.google.de
  3. Paul Goes (Hrsg.): Der Kreis Göppingen, 1973 auf books.google.de