Leuzigen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Leuzigen
Wappen von Leuzigen
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0388i1f3f4
Postleitzahl: 3297
Koordinaten: 601600 / 225048Koordinaten: 47° 10′ 35″ N, 7° 27′ 35″ O; CH1903: 601600 / 225048
Höhe: 456 m ü. M.
Fläche: 10.3 km²
Einwohner: 1254 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 115 Einw. pro km²
Gemeindepräsidentin: Margrit Geissbühler (FDP)
Website: www.leuzigen.ch
Das Leuziger Schulhaus

Das Leuziger Schulhaus

Karte
BielerseeLobsigenseeMurtenseeNeuenburgerseeMoosseeStausee NiederriedWohlenseeKanton FreiburgKanton NeuenburgKanton SolothurnKanton WaadtVerwaltungskreis Berner JuraVerwaltungskreis Bern-MittellandVerwaltungskreis Biel/BienneVerwaltungskreis EmmentalAarbergArchBargen BEBrüttelenBüetigenBühl BEBüren an der AareDiessbach bei BürenDotzigenEpsachErlach BEErlach BEFinsterhennenGalsGampelenGrossaffolternHagneckHermrigenIns BEJens BEKallnachKappelen BELeuzigenLüscherzLyssMeienriedMerzligenMüntschemierOberwil bei BürenRadelfingenRapperswil BERüti bei BürenSchüpfenSeedorf BESiselenStuden BETäuffelenTreitenTschuggVinelzWalperswilWengiWorbenKarte von Leuzigen
Über dieses Bild
w

Leuzigen (früher: Leuzingen) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz. Sie besteht aus dem eigentlichen Dorfteil und dem Weiler Brunnadern.

Speziell für die Gemeinde ist, das nebst der Einwohnergemeinde noch eine Burgergemeinde existiert.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leuzigen liegt auf 456 m ü. M. als letztes Dorf des Kantons Bern und daher des Seelandes zwischen der Aare und den Anfängen des Bucheggbergs. Es ist an drei Seiten vom Kanton Solothurn umgeben. Das Dorf weist nur kleine Höhenunterschiede von ungefähr 80 Höhenmetern auf.

Die nördliche Gemeindegrenze ist durch den gewundenen Flusslauf der Aare begrenzt. Von da aus erstreckt sich zuerst landwirtschaftlich genutztes Land hinauf bis an die Autobahn A5. Südlich der Autobahn und der parallel dazu verlaufenden, stillgelegten Eisenbahnlinie Solothurn–Büren stehen einige Neubausiedlungen. Das eigentliche Dorf besteht aus alten Bauernhäusern gemischt mit neueren Häusern entlang der Hauptstrasse und der Bucheggbergstrasse nach Bibern SO. Des Weiteren befinden sich hinter dem eiszeitlichen Moränenwall des Längenbergs noch eine Siedlung mit dem Namen Brunnader.

Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Bettlach, Selzach, Nennigkofen, Lüterkofen-Ichertswil, Buchegg und Arch.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1764 1850 1900 1950 1960 2000 2007 2015 2018
Einwohner 518 1107 947 1154 1193 1157 1188 1216 1256

Die Bevölkerungszahl pendelt seit mehreren Jahren zwischen 1100 und 1200 Personen. Leuzigen gehört so zu den kleineren Berner Gemeinden.

Vor allem im oberen Dorfteil entstanden in den letzten Jahren einige neue Häuser.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsidentin ist Margrit Geissbühler (Stand Januar 2018)

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 37,5 %, BDP 21,5 %, SP 12,5 %, FDP 12,3 %, GPS 4,2 %, glp 3,0 %, SD 2,2 %, EDU 1,5 %, Alpenparlament 1,5 %, Piraten 1,1 %, CVP 1,0 %, EVP 0,9 %.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leuzigen ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Das Dorf liegt an der Hauptstrasse 22 zwischen Lyss und Solothurn (10 Minuten).

Ausserdem führt die Autobahn A5 über das Leuziger Gemeindegebiet in der Nähe der Aare.

In Dorfnähe befinden sich zwei Autobahnzubringer. Im Osten (4 km entfernt) ist es die Auffahrt Solothurn-West und im Westen (3 km entfernt) der Anschluss Grenchen.

Leuzigen ist an das Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen. Im Stundentakt pendeln Busse zwischen Solothurn und Zollikofen bei Bern (Linie 8 bzw. 888) und ersetzen so die Eisenbahnlinie Solothurn–Büren, die im Jahr 1994 stillgelegt wurde. So ist Leuzigen einerseits mit der nächstgrösseren Stadt Solothurn wie auch mit Büren und dem ganzen Bucheggberg verbunden. Im Nachbardorf Arch besteht auch eine Umsteigemöglichkeit auf das Netz der Grenchner Busbetriebe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am westlichen Dorfrand entstand im 11./12. Jahrhundert ein Cluniazenser-Priorat. Papst Gregor VII. hatte eine grundlegende Reform der vom Weg der Frömmigkeit etwas abgekommenen Kirche in die Wege geleitet. Das St. Ursenstift in Solothurn war im 10. Jahrhundert von einem Kloster in ein weltliches Chorherren-Stift umgewandelt worden. Offenbar war der nahe Ort Leuzigen gewählt worden, weil man im Stift gewisse Missstände erkannte, denen im Sinne der Cluniazensischen Reform entgegengewirkt werden sollte.[3]

Um 1530 hielt die Reformation in Leuzigen Einzug.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hornerblätter, der Vereinigung für Heimatpflege Büren, ZDB-ID 2363985-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leuzigen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Resultate der Gemeinde Leuzigen. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 17. April 2016 (html).
  3. Bruno Amiet: Aus Solothurnischer Geschichte, 1943