Tumulus von Lexden

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Goldmünzen des Addedomarus

Der Tumulus von Lexden (engl. Lexden Tumulus) liegt in der Fitzwalter Road in Lexden, einem Vorort von Colchester in Essex (England). Lexden war früher ein Dorf und wurde Lessendon, Lassendene und Læxadyne genannt. Lexden wird im Domesday Book erwähnt.

Der 1924 ausgegrabene, zuvor jedoch beraubte, heute noch 1,5 m hohe Tumulus, von dem angenommen wird, dass er das Grab des 40 n. Chr. verstorbenen Cunobelinus, König der Catuvellauni, oder auch von Addedomarus, König der Trinovantes sei, hat noch 30 m Durchmesser. Einst war er neun Meter hoch und hatte 100 m Durchmesser.

Die zumeist intentionell zerstörten Grabbeigaben geben einen Einblick in das Ausmaß der Romanisierung der lokalen Aristokratie vor der Claudischen Invasion im Jahre 43. n. Chr. Es fanden sich 17 Weingläser, ein Kettenhemd und eine Münze von Augustus aus dem Jahre 17 v. Chr., die als Porträtmedaillon montiert war. Andere Funde waren eine Statuette von Amor und Bronzefiguren von Bullen, Ebern (der Lexton Boar) und Greifen. Der Handel mit dem römischen Gallien hatte bereits Einfluss auf die Mode der Reichen.

Am Ende der Eisenzeit findet sich eine Reihe von reichen Bestattungen: Snailwell in Cambridgeshire, Welwyn in Hertfordshire und Aylesford in Kent.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jennifer Foster: The Lexden Tumulus: Re-appraisal of an Iron Age Burial from Colchester, Essex 1987 ISBN 978-0-86054-408-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 53′ 10″ N, 0° 52′ 7,8″ O