Lexmark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lexmark International, Inc.
Logo
Rechtsform Corporation
ISIN US5297711070
Gründung 27. März 1991
Sitz Lexington, USA
Leitung Paul Rooke, Präsident und CEO
Mitarbeiter ca. 12.000 (2014)
Umsatz 3,55 Mrd. US-Dollar (2015)[1]
Branche Drucker, Managed Print Services (MPS) und Unternehmens-Software für Capture-, Content- und Process-Management
Website www.lexmark.com
Empfang der Zentrale in Neu-Isenburg

Die Lexmark International, Inc. (NYSE: LXK) ist ein 1991 in den USA gegründetes Unternehmen mit weltweit über 12.000 Mitarbeitern, das Unternehmenssoftware, Hardware sowie Services, die vorhandene Informationen aus unterschiedlichen Quellen effizient nutzbar machen und Bruchstellen in Geschäftsprozessen überwinden. Zur Produktpalette gehören Laser-Multifunktionsdrucker und Matrixdrucker sowie entsprechendes Zubehör. Lexmark ist außerdem ein Anbieter in den Bereichen Managed Print Services (MPS) sowie Dokumenten-Management.

Lexmark Inc. erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von 3,55 Milliarden US-Dollar und beschäftigte weltweit ca. 12.000 Mitarbeiter. CEO der Lexmark International, Inc. ist Paul Rooke.

Lexmark wurde im April 2016 von der chinesischen Apex Technology und PAG Asia Capital für 3,6 Milliarden US-Dollar übernommen. Die US-Wettbewerbsbehörden einschließlich der Ausschuss für ausländische Investitionen CFIUS müssen den Verkauf noch zustimmen.[2]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptsitz von Lexmark International befindet sich in Lexington (Kentucky), USA. Die Europazentrale ist in Paris bzw. Genf beheimatet. Die europäischen Zentrallager befinden sich in Venlo und Turnhout.

Die deutsche Tochter des international agierenden Konzerns ist die Lexmark Deutschland GmbH, die in sechs deutschen Großstädten mit Geschäftsstellen vertreten ist und bis September 2015 ihren Hauptsitz in Dietzenbach hatte. Im September 2015 erfolgte der Umzug nach Neu-Isenburg.

Geschäftsführer der Lexmark Deutschland GmbH ist seit 2009 Hartmut Rottstedt. Die alleinige Gesellschafterin der Lexmark Deutschland GmbH ist die Lexmark International Technology, S.A., eine Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht mit Geschäftssitz in Meyrin, Genf, Schweiz.

Die Service- und Support-Standorte für den EMEA-Wirtschaftsraum befinden sich in Sofia und Lissabon (für Deutschland, die Schweiz, Österreich, Italien, Polen, Portugal, Belgien, Niederlande und Luxemburg), Schweden (für Norwegen, Dänemark, Finnland und Schweden), Rabat (für französischsprachige Länder und Spanien) und Bangalore (für Großbritannien).

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 wurde von Lexmark International, Inc. nach Verkauf der Drucker und Tastatur Sparte von IBM an die Private-Equity-Gesellschaft Clayton & Dubilier, Inc. gegründet. [3] Hauptsitz ist Greenwich, Connecticut, USA. Lexmark stellte 1991 seinen ersten Tintenstrahldrucker vor, den IBM Color Jetprinter PS 4079. Mit dem IBM ExecJet II 4076 präsentiert Lexmark 1993 seinen ersten Schwarz/Weiß-Tintenstrahldrucker mit selbst entwickeltem Druckwerk. Mit der Optra-Familie präsentiert Lexmark 1994 die ersten Laserdrucker, die mit einer echten Auflösung von 1200x1200 dpi drucken. Lexmark ging 1995 an die Börse und wird an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel LXK gelistet. Mit dem Lexmark 7000 Color Jetprinter stellt Lexmark 1997 den ersten Tintenstrahldrucker vor, der mit einer Auflösung von 1.200x1.200 dpi druckt. Die Firma kooperiert seit 1998 mit Compaq und vertreibt Tintenstrahldrucker unter dem Label Compaq. Lexmark präsentiert 1998 den ersten 2-in-1-Drucker, den Lexmark 5770 Photo Jetprinter, mit dem Anwender digitale Fotos bearbeiten, drucken und speichern können, ohne dafür einen PC benutzen zu müssen. Lexmark erweitert 1999 sein Angebot um den Bereich Managed Print Services (MPS). Dieser beinhaltet das Management der Druckerflotte und der Verbrauchsmaterialien ebenso wie Consulting-Leistungen und Service der Geräteflotte.

Im Jahre 2000 wurde die erste modulare Multifunktionslösung eingeführt. Seit 2001 wird mit IBM kooperiert und vertreibt (wieder) Laserdrucker unter dem Label IBM. Ein Jahr später wurde die Kooperation mit Dell aufgenommen und vertreibt Tintenstrahl- und Laserdrucker unter dem Label Dell. 2002 kam der erste Farbtintenstrahldrucker mit 4800 dpi auf dem Markt. Zum kabellosen Drucken kam 2007 eine W-LAN-Serie von Tintenstrahlgeräten heraus. 2012 wurde eine Restrukturierung angekündigt. Bis Ende 2013 wurde die Produktion von Tintenstrahldruckern eingestellt und 1700 Mitarbeiter wurden entlassen[4] Lexmark verkauft 2013 seine Tintensparte (einschließlich einer philippinischen Produktionsstätte sowie rund 1.500 Patenten) für rund 100 Mio. Dollar an den japanischen Konzern Funai Electric[5] Ende August 2013 wurde eine Übernahmevereinbarung mit der Saperion AG abgeschlossen. (Deutschland, Berlin), über 72 mio. USD, getroffen.[6] Die Saperion AG stellt Enterprise Content Management (ECM) und Business Process Management (BPM) Software her.[7] Die Übernahme von Kofax (USA, Kalifornien), für 1 Milliarde US-Dollar wurde 2015 angekündigt.[8] [9] Kofax stellt unter anderem Scanning und Object Character Recognition (OCR) Software her. [10] Die Lexmark Deutschland GmbH ist nach 23 Jahren im September 2015 von Dietzenbach (Kreis Offenbach) nach Neu-Isenburg (Kreis Offenbach) umgezogen.

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Imaging Solutions and Services (ISS)

Der Bereich ISS bietet Laserdrucker, Multifunktionsdrucker, dazugehörige Betriebsstoffe und Verbrauchsmaterialien, Software, Softwarelösungen und Managed Print Services (MPS) für Firmen. Zusätzlich werden eine Reihe an Dienstleistungen wie Wartung, Beratung und Systemintegration durch Lexmark Global Services angeboten.

  • Enterprise Software

Der Geschäftsbereich Enterprise Software bietet Softwarelösungen in den Bereichen: ECM, DOM, BPM, intelligente Datenerfassung sowie Unternehmenssuche an.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lexmark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://investor.lexmark.com/phoenix.zhtml?c=92369&p=quarterlyEarnings>
  2. Drucker: Hersteller von Billigkartuschen aus China kauft Lexmark - Golem.de. In: www.golem.de. Abgerufen am 20. April 2016.
  3. Homepage IBM - Firmengeschichte (Jahr 1991). Abgerufen am 23. März 2016.
  4. Die Welt Online vom 28. August 2012, 13:39 Uhr
  5. http://www.elektrojournal.at/funai-setzt-seine-shopping-tour-fort-und-kauft-die-tintensparte-von-lexmark-125453.html Elektrojournal Online vom 5. April 2013
  6. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Lexmark-steigt-beim-deutschen-ECM-Anbieter-Saperion-ein-1939578.html abgerufen 28. August 2015
  7. http://newsroom.lexmark.com/2013-08-20-Lexmark-announces-agreement-to-acquire-Saperion abgerufen 28. August 2015
  8. http://newsroom.lexmark.com/2015-05-21-Lexmark-completes-acquisition-of-Kofax-announces-Enterprise-Software-leadership-change abgerufen 28. August 2015
  9. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/uebernahme-lexmark-kauft-software-unternehmen-kofax/11552430.html abgerufen 28. August 2015
  10. http://www.zdnet.de/88229823/lexmark-kauft-kofax-fuer-eine-milliarde-dollar/ abgerufen 28. August 2015