Leza

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Leza
Leza – Ortsansicht
Leza – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Leza
Leza (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: BaskenlandBaskenland Baskenland
Provinz: Álava
Comarca: Cuadrilla de Laguardia-Rioja Alavesa
Koordinaten 42° 34′ N, 2° 38′ WKoordinaten: 42° 34′ N, 2° 38′ W
Höhe: 569 msnm
Fläche: 9,92 km²
Einwohner: 212 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 21,37 Einw./km²
Postleitzahl: 01309
Gemeindenummer (INE): 01034 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Leza

Leza (baskisch: Lezako) ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 212 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) in der Provinz Álava in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland im Norden Spaniens. Der Ort gehört zur Weinbauregion Rioja.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Leza liegt in einer Höhe von etwa 570 Metern ü. d. M. im Süden der Provinz Álava nahe der Grenze zur Autonomen Gemeinschaft La Rioja. Nächstgelegene größere Stadt ist das etwa 25 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich gelegene Logroño; die sehenswerte Kleinstadt Laguardia, zu der Leza bis ins 17. Jahrhundert gehörte, befindet sich gut fünf Kilometer südöstlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2011
Einwohner 346 252 176 190 198 222

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Gemeinde um die 500 Einwohner. Die Reblauskrise im Weinbau und die Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen führten seitdem zu einem kontinuierlichen Rückgang der Einwohnerzahlen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In frühen Jahrhunderten lebten die Bewohner hauptsächlich von den landwirtschaftlichen Produkten der näheren Umgebung, zu denen auch der Wein gehörte. Der am Schnittpunkt mehrerer Wege gelegene Ort selbst fungierte als Markt- und Handelszentrum, aber auch Handwerker ließen sich hier nieder. Die zunehmende Bedeutung des Weinbaus und des Weintourismus in der Rioja wirkt sich in den letzten Jahrzehnten auch wieder positiv auf die Beschäftigung aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Großsteingräber (Dolmen) bezeugen die Anwesenheit von Menschen im 4. Jahrtausend v. Chr.; Kelten, Römer, Westgoten und Mauren haben hingegen – trotz der Nähe zum Ebro-Tal – keine archäologisch verwertbaren Spuren auf dem Gemeindegebiet hinterlassen. Wahrscheinlich entstand der Ort erst im Zuge der Rückeroberung (reconquista) und Wiederbesiedlung (repoblación) der von den Mauren besetzten Gebiete im 10. und 11. Jahrhundert. Erstmals erwähnt wird der Ort unter der mittelalterlichen Schreibweise Leça im 10. Jahrhundert; im Jahr 1666 gewährte der spanische König Karl II. ihm die Eigenständigkeit.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche San Martín
  • Die beiden megalithischen Ganggräber (Layaza und El Sotillo) sind nur schlecht erhalten – die Decksteine fehlen völlig.
  • Die Pfarrkirche (Iglesia de San Martín) ist ein imposanter Bau aus exakt behauenen Steinen aus der Zeit um 1500. Die Westfassade ist vollkommen schmucklos; das spätgotische Portal auf der Südseite schließt mit einem Korbbogen; im Tympanonfeld darüber findet sich eine Reiterstatue des hl. Martin. Oberhalb der Portalzone befindet sich eine Art Laufgang mit Bogenöffnungen, von denen aus sich ein guter Überblick über das Umland bietet. Der unten quadratische, oben jedoch oktogonale Glockenturm (campanar) befindet sich ebenfalls auf der Südseite am Ende des einschiffigen Langhauses; die Apsis ist polygonal gebrochen. Dem Bau ist ein gewisser Wehrcharakter nicht abzusprechen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).