Lezzeno

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Lezzeno
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Lezzeno (Italien)
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Koordinaten 45° 57′ N, 9° 12′ OKoordinaten: 45° 56′ 50″ N, 9° 12′ 0″ O
Höhe 202 m s.l.m.
Fläche 22 km²
Einwohner 2.024 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 22025
Vorwahl 031
ISTAT-Nummer 013126
Schutzpatron Quiricus und Julitta (16. Juni)
Website Lèzzeno
Die Gemeinde Lezzeno in der Provinz Como
Lezzeno

Lezzeno ist eine Gemeinde mit 2024 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in der italienischen Provinz Como in der Region Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Lezzeno liegt am Lago di Como zwischen Nesso und Bellagio. Die umfasst die Fraktionen Cavagnola, Carvagnana, Crotto, Sormazzana, Calvasino, Pescaù, Ponisio, Carzolina, Bagnana, Chiesa, Rozzo, Sossana, Sostra, Cendraro, Morbia, Villa und Casate.

Die Nachbargemeinden sind: Argegno, Bellagio, Colonno, Nesso, Sala Comacina, Tremezzina, Veleso und Zelbio.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet von Lezzeno war bereits in Römerzeit bevölkert, wie die Entdeckung eines Grabsteins aus dem 1. bis 2. Jahrhundert belegt.

Während des Zehnjährigen Krieges befand sich in Lezzeno ein Teil der Festungsanlagen, die das Verteidigungssystem der Isola Comacina bildeten und auf der Seite Mailands eingesetzt wurden: eine Festung in der Ortschaft Castello und ein Turm auf der Spitze von Cavagnola.

In den Anhängen zu den Statuten von Como aus dem Jahr 1335 wird die "comune de Lezino plebis Insule" als der Ort genannt, der innerhalb der Pieve von Isola die Aufgabe hatte, die Strecke der Via Regina zwischen dem "ponte de Camozia in sursum" und dem "pontem de Colono" zu unterhalten.

Auch in kirchlicher Hinsicht war Lezzeno lange Zeit von der Pfarrkirche von Isola abhängig, innerhalb derer es die Funktionen einer Vizepfarrei ausübte und von der es sich 1780 löste, als die Kirche der Heiligen Quiricus und Julitta vom Bischof von Como Giambattista Muggiasca zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben wurde.

Im 16. Jahrhundert gehörte Lezzeno zum "Lehen von Isola", das wiederum zum "Lehen von Colico" gehörte, das zunächst an Antonio Maria Quadrio (1555) und dann an die Familie Alberti vergeben wurde. 1640 übertrug der Herzog von Mailand, Philipp IV. (Spanien), Lezzeno und den Rest der Pfarrei Isola an den Abt von Como, Marco Gallio, und später an dessen Familie. 1686 starb der letzte Erbe der Familie Gallio aus, und die Fehde kehrte in die königliche Kammer des Herzogtums Mailand zurück.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur gleichen Gemeinde gehörend, wurde Lezzeno 1751 mit einer fünfzehnjährigen Ablösesumme belegt und in zwei getrennte Gemeinden aufgeteilt:

  • Lezzeno Superiore, einschließlich Villa, Casate, Cendraro, Sosanna, Rozzo;
  • Lezzeno Inferiore, zu dem die Ortschaften Bagnana, Carsolina, Ponisio, Pescaredo, Calvasino, Sormazanna und Carvagnana gehörten.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung'
Jahr 1751 1805 1853 1901 1911 1931 1951 1971 1991 2001 2011 2020
Einwohner 730 779 1189 1657 1880 1856 1902 1978 1959 2071 2052 2006

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Santi Quirico e Giulitta (16. Jahrhundert)[2]
  • Kirche Sant’Antonio abate (18. Jahrhundert)[3]
  • Kirche San Giuseppe (1677)[4]
  • Kirche Santa Marta mit Fresken (15. Jahrhundert)[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armando Valli genannt Mandell (* 16. Dezember 1951 in Lezzeno), italienischer Politiker.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudio Garagnani: Lezzeno. Note storiche artistiche culturali leggende e documenti. Milano 1990.
  • Maria Chiara Terzaghi: Il Triangolo Lariano. Lezzeno. Como 2002.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lezzeno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Pfarrkirche Santi Quirico e Giulitta (Foto)
  3. Kirche Sant’Antonio abate (Foto)
  4. Kirche San Giuseppe (Foto)
  5. Kirche Santa Marta mit Fresken (Foto)