Li Ka-shing

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Li Ka-shing – 李嘉誠
Li Ka Shing.jpg
Li Ka-shing, Stanford 2010
Hong Kong Polytechnic University Li Ka Shing tower.jpg
Li Ka-shing Tower der Hong Kong Polytechnic University, Kowloon 2013

Li Ka-shing (chinesisch 李嘉誠 / 李嘉诚, Pinyin Lǐ Jiāchéng, Jyutping Lei4 Gaa1sing4; * 13. Juni 1928 in Chaozhou, Provinz Guangdong)[1] ist ein Handelsunternehmer und Investor in Hongkong. 2021 wurde sein Vermögen vom Forbes Magazine auf 33 Milliarden US-Dollar geschätzt und nahm damit auf der Liste der reichsten Menschen der Welt Rang 43 ein.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Li Ka-shing flüchtete in seiner Jugend vor den japanischen Besetzern aus seiner Heimat Südchina und ging nach Hongkong. Im Alter von 13 Jahren starb sein Vater und er musste die Schule verlassen. Er arbeitete als Fabriklehrling, um seine Familie zu versorgen. Dort arbeitete er sehr fleißig und stieg schnell auf.[3]

Seine erste Firma namens Cheung Kong Industries (長江工業 – „Jangtsekiang-Industrie, Langer Fluss-Industrie“)[4][5] gründete er im Alter von 19 Jahren. Die Firma stellte Kunststoffblumen aus Plastik her und exportierte vor allem in die USA. Nach nur 12 Jahren machte die Firma bereits einen Umsatz von 10 Millionen Hongkong-Dollar im Jahr. Durch geschickte Investitionen der Gewinne in Grundstücke und Immobilien vermehrte Li Ka-shing das Vermögen. Er besitzt Anteile an den größten Containerhäfen rund um den Globus (u. a. Hongkong, China, Rotterdam, Panama und den Bahamas). 1972 brachte er Cheung Kong Holdings an die Börse, 1979 wurde er Mehrheitsaktionär der Hutchison Whampoa Limited. Seine Firmen machen rund ein Drittel der Marktkapitalisierung der Hongkonger Börse aus. In Deutschland ist er mit 40 Prozent an der Drogeriemarktkette Rossmann beteiligt. Seit dem Jahr 2015 ist er durch die Umstrukturierung und Eingliederung der Cheung Kong Holdings zusammen mit Hutchison Whampoa Vorstandsvorsitzender der CK Hutchison Holdings.

Er beteiligte sich mit 100 Millionen Hongkong-Dollar an der Finanzierung eines Gebäudes auf dem Gelände der Hong Kong Polytechnic University. Im Li Ka-shing Tower befinden sich unter anderem die Abteilungen Marketing und Logistik. Der jüngere seiner beiden Söhne Richard Li investierte bei der US-amerikanischen Versicherungsgesellschaft AIG eine halbe Mrd. Dollar und erwarb unter anderem die bulgarische Telekomfirma Vivacom.[6]

2017 übernahm seine CK Hutchison Holdings für 4,5 Milliarden Euro die Ablesefirma Ista International.[7]

Im März 2018 verkündete Li Ka-shing, dass er zum 10. Mai 2018, nach der Hauptversammlung seiner Firma CK Hutchison Holdings, in den Ruhestand treten würde. Sein Nachfolger auf dem Posten des Chairman und geschäftsführenden Direktor wurde sein ältester Sohn Victor Li. Li Ka-shing steht aber weiterhin für seine Firma als Berater zur Verfügung.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Finn-Robert Mayer-Kuckuk: Der Magier von Hongkong. Der reichste Mann Asiens hat als Vertreter angefangen, der von Tür zu Tür zog. Mittlerweile lebt er auf großem Fuße, besitzt ein zweistelliges Milliardenvermögen und Mobilfunkfirmen in aller Welt. In: Handelsblatt. 15. Juni 2015 (handelsblatt.com).
  • „Ka-shing Li“. In: whoswho.de

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Silobreaker: Biography for Li Ka-Shing (Englisch) In: Silobreaker. 26. September 2006. Archiviert vom Original am 6. Januar 2009. Abgerufen am 3. Juni 2019.
  2. Li Ka-shing. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 8. September 2021]).
  3. a b Superreiche – Asiens legendärer Milliardär Li Ka-shing geht mit 89 in Rente. In: manager-magazin.de. Manager Magazin, 18. März 2018, abgerufen am 11. April 2019.
  4. Cheung Kong Industries (chinesisch 長江工業 / 长江工业, Pinyin Chángjiāng gōngyè, Jyutping Coeng4gong1 gung1jip6), später die Cheung Kong Holdings, heute die CK Hutchison Holdings
  5. Cheung Kong Industries Limited (長江工業有限公司 / 长江工业有限公司), amtliche Bezeichnung
  6. Finn Mayer-Kuckuk: Ein Unternehmer mit gutem Gespür. In: handelsblatt.com, Handelsblatt, 2. August 2010.
  7. Die Macht der Ablesefirmen. In: CIO. (cio.de [abgerufen am 12. Dezember 2020]).