Liao Taizu

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Liao Taizu oder auch Yelü Yi (sinisiert) bzw. Abaoji (chinesisch 耶律阿保機, Pinyin Yēlǜ Ābǎojī; * 872; † 926) war ein Häuptling des nomadischen Yilastammes innerhalb des Volkes der Kitan, die im Nordosten der heutigen Inneren Mongolei lebten.

Für eine Zeit von drei Jahren als Großkhan gewählt, verweigerte Abaoji am Ende seiner Amtszeit ein Ausscheiden und ernannte sich selbst zum König des neu erschaffenen Kitan-Reiches. Nach dem Zusammenbruch der Tang-Dynastie 907 gründete Aboaji eine eigene Dynastie im Stile der chinesischen Kaiserdynastien und erhob sich 916 zum Kaiser. Seine Gefolgsleute teilte er in ordos (Kampfeinheiten, ähnlich einer Horde) ein, wobei 12 ordos einen Verwaltungsbezirk bildeten.

Abaoji war ein Förderer der Sinisierung seines Stammes und veranlasste den Bau von Klöstern und Tempeln des Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus. Er gründete mehrere Städte, so z. B. Shangjing, dessen Ruinen im Kreis Chifeng erhalten sind. Er verlegte auch die Hauptstadt Dongjing nach der Hauptstadt des Bohai-Reichs, welche befestigt wurde. Sein Sohn Déguāng verlieh ihm postum den Titel Liao Taizu.

Vorgänger Amt Nachfolger
Kaiser der Kitan
916926
Liao Taizong
Vorgänger Amt Nachfolger
Tang Aidi Kaiser von China (östliche Innere Mongolei)
916926
Liao Taizong