Liboré

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Landgemeinde Liboré
Landgemeinde Liboré (Niger)
Landgemeinde Liboré
Landgemeinde Liboré
Koordinaten 13° 24′ N, 2° 11′ O13.4047222222222.1913888888889Koordinaten: 13° 24′ N, 2° 11′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Tillabéri
Departement Kollo
Einwohner 23.029 (2010)

Liboré ist eine Landgemeinde im Departement Kollo in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Liboré liegt am linken Ufer des Flusses Niger in der südlichen Sahelzone und grenzt an die nigrische Hauptstadt Niamey. Das Gemeindegebiet besteht aus zwölf administrativen Dörfern und zehn Weilern.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Liboré Zarma (auch Liboré Djerma).[2] Die Nachbargemeinden außer Niamey sind Hamdallaye im Norden, N’Dounga im Osten sowie Youri und Bitinkodji im Süden.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 17. Jahrhundert wurde Liboré von Zarma besiedelt.[3] Von 2001 bis 2002 war der Ort vorübergehend als Stadtgemeinde Niamey VI in Niamey eingemeindet. Bei der Flutkatastrophe in West- und Zentralafrika 2010 wurden 526 Einwohner von Liboré als Katastrophenopfer eingestuft.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Liboré 16.494 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 23.029 Einwohner berechnet.[5] Zu den Einwohnern von Liboré zählen Angehörige der Volksgruppen Zarma, Fulbe und Hausa sowie eine malische Minderheit.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle in der Gemeinde. Neben dem Anbau von Reis, Hirse und Augenbohnen werden Viehzucht und Fischerei betrieben.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 85.
  4. Situation des besoins des populations victimes d’inondations (2010). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 23. September 2010, abgerufen am 31. März 2012.
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 58.
  6. Kokou Henri Motcho: La réforme communale de la communauté urbaine de Niamey. In: Revue de géographie alpine. Nr. 92, 2004. S. 120.