Licata

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Licata
Wappen
Licata (Italien)
Licata
Staat Italien
Region Sizilien
Provinz Agrigent (AG)
Lokale Bezeichnung Licata
Koordinaten 37° 6′ N, 13° 57′ OKoordinaten: 37° 6′ 30″ N, 13° 56′ 49″ O
Höhe m s.l.m.
Fläche 178,91 km²
Einwohner 37.008 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 207 Einw./km²
Postleitzahl 92027
Vorwahl 0922
ISTAT-Nummer 084021
Volksbezeichnung Licatesi
Schutzpatron Sant’Angelo
Website Licata
Blick auf Licata
Blick auf Licata

Licata ist eine Stadt der Provinz Agrigent in der Region Sizilien in Italien.

Lage und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Licata liegt 47 Kilometer südöstlich von Agrigent an der Küste. Hier wohnen 37.008 Einwohner (Stand 31. Dezember 2017), die hauptsächlich in der Landwirtschaft und in der Industrie arbeiten. Zusätzlich gibt es Arbeitsplätze im Dienstleistungsgewerbe und im Tourismus.

Licata liegt an der Bahnstrecke Canicattì–Syrakus. Vom Hafen Licatas aus, einem wichtigen Exporthafen Siziliens, gibt es eine Schiffsverbindung nach Valletta auf Malta.

Die Nachbargemeinden sind Butera (CL), Camastra, Campobello di Licata, Naro, Palma di Montechiaro und Ravanusa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde war schon im Paläolithikum besiedelt. Die Phönizier trieben hier schon um 1000 v. Chr. Handel. 280 v. Chr. siedelte Phintias von Akragas hier die Einwohner der damals zerstörten Stadt Gela an und gründete die Stadt „Phintiades“.

Unter den Römern wurde in Licata ein Hafen gebaut, der die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum und Umschlagplatz für Weizen machte. 827 wurde sie von den Arabern erobert, 1086 von den Normannen. Der heutige Name der Stadt, dessen wohl griechischer oder arabischer Ursprung nicht geklärt ist, leitet sich möglicherweise von griech.: Halykada her, die „auf Salz gebaute Stadt“ nach dem salzhaltigen Fluss Salso, der bei Licata ins Mittelmeer mündet. Der Name erscheint erstmals im 11. Jahrhundert als Limpiadum in einer Urkunde Rogers I. von Sizilien. In einem anderen Dokument aus dem gleichen Jahr wird die Stadt Lecatam genannt.

Licata wurde 1553 von türkischen Piraten geplündert, erholte sich wieder und wurde in Richtung Nordwesten ausgebaut. 1943 landeten die amerikanischen Truppen fünf Kilometer westlich von Licata.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Licata heute vorwiegend eine Industrie- und Handelsstadt ist, bietet die Stadt einige Sehenswürdigkeiten.

Im Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerhalb des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf dem Gipfel des Sant’ Angelo-Hügels liegt ein Kastell mit einem Turm aus dem 17. Jahrhundert. Unterhalb des Kastells liegt die Kirche Santa Maria La Vetere.
  • Die Ausgrabungen auf dem Sant’ Angelo-Hügel sind zu besichtigen, gefunden wurden Spuren von Siedlungen und Gräbern.
  • Das Castello di Falconara liegt zwischen Gela und Licata direkt an der Küste, siehe Butera.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Reinheim, einer Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen, mit Fürstenwalde einer Stadt im Landkreis Oder-Spree und mit Cestas in Frankreich bestehen Städtepartnerschaften.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Licata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.