Lichtenhof

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Stadt Nürnberg
Koordinaten: 49° 26′ 17″ N, 11° 5′ 12″ O
Vorwahl: 0911
Karte
Lage des Statistischen Bezirks 13 Galgenhof in Nürnberg
Gustav-Adolf-Gedächtniskirche in Lichtenhof
Gustav-Adolf-Gedächtniskirche in Lichtenhof

Lichtenhof ist Teil des Stadtgebiets von Nürnberg und des statistischen Bezirks 13 (Galgenhof). Das südlich gelegene Neulichtenhof gehört zum statistischen Bezirk 14 (Hummelstein). Der Ortsteil hat die Postleitzahl 90459.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lichtenhof liegt im Süden des Stadtkerns von Nürnberg.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Lichtenhof wurde 1358 erstmals erwähnt, als der befestigte Sitz als Vorläufer des heutigen Lichtenhofer Schlösschens (Petzenschloss) Wirthstraße 74–76 entstand. Das Dorf war anfangs um das Schloss angeordnet.[2]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lichtenhof 9 Haushalte (Schloss mit Gärtnerhaus, 6 Güter, 1 Wirtshaus). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-ansbachischen Oberamt Schwabach bestritten wurde. Alleiniger Grundherr war der Nürnberger Eigenherr von Petz.[3]

1796 ging der Ort in preußischen Besitz über, 1806 gehörte Lichtenhof zu Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lichtenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Galgenhof zugeordnet. Es gehörte auch der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Galgenhof an. Nach deren Auflösung gehörte Lichtenhof zu der 1826 gebildeten Ruralgemeinde Gibitzenhof. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der gesamte Ort bis 1812 und von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Lichtenhof.[4]

Die wichtigste Einrichtung des 19. Jahrhunderts war die Kreislandwirtschaftsschule. Sie wurde für den Neubau des Südbads abgerissen. Am 1. Januar 1899 wurde Lichtenhof nach Nürnberg eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001818 001824 001840 001861 001871 001885
Einwohner 73 64 155 255 528 2181
Häuser[5] 13 9 14 124
Quelle [6] [4] [7] [8] [9] [10]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist seit der Reformation überwiegend protestantisch. Pfarrrechtlich gehörte Lichtenhof ursprünglich zu St. Lorenz. Heute sind die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession in die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Herz Jesu (Nürnberg) gepfarrt.[2]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1900–1902 entstand in Lichtenhof-Forsthof das Schulhaus Holzgartenstraße.
  • 1907/08 wurde das Schulhaus am heutigen Lutherplatz gebaut.
  • In der Schönweißstraße befindet sich die städtische Berufsschule 4.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lichtenhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lichtenhof im BayernAtlas
  2. a b c H. Beer, S. 631.
  3. H. H. Hofmann, S. 138.
  4. a b H. H. Hofmann, S. 238.
  5. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1900 als Wohngebäude.
  6. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 54 (Digitalisat).
  7. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 206 (Digitalisat).
  8. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1065, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  9. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1229, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  10. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1163 (Digitalisat).