Hroznětín

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Hroznětín
Wappen von Hroznětín
Hroznětín (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Karlovy Vary
Fläche: 2378,9312[1] ha
Geographische Lage: 50° 19′ N, 12° 52′ OKoordinaten: 50° 18′ 35″ N, 12° 52′ 17″ O
Höhe: 449 m n.m.
Einwohner: 2.006 (1. Jan. 2017)[2]
Postleitzahl: 362 33 - 363 01
Kfz-Kennzeichen: K
Verkehr
Bahnanschluss: Dalovice–Merklín
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 5
Verwaltung
Bürgermeister: Jaroslav Rovný (Stand: 2007)
Adresse: Krušnohorské náměstí 1
362 33 Hroznětín
Gemeindenummer: 555185
Website: www.mestohroznetin.cz
Lage von Hroznětín im Bezirk Karlovy Vary
Karte

Hroznětín (deutsch Lichtenstadt) ist eine Stadt im Karlovarský kraj in Tschechien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hroznětín liegt an der Wistritz im Egerland, nordwestliches Böhmen, am Fuße des Erzgebirges, an der Nebenbahn Dalovice–Merklín.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Hroznětín besteht aus den Ortsteilen Bystřice (Langgrün), Hroznětín (Lichtenstadt), Odeř (Edersgrün), Ruprechtov (Ruppelsgrün) und Velký Rybník (Großenteich).[3]

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Bystřice u Hroznětína, Hroznětín, Odeř und Ruprechtov u Hroznětína.[4]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nejdek (Neudek) Merklín (Merkelsgrün)
Děpoltovice (Tüppelsgrün) Nachbargemeinden Ostrov (Schlackenwerth)
Sadov (Sodau) Hájek (Grasengrün)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtansicht von 1901
Gemeindehaus
Kirche St. Peter und Paul (Aufnahme 2005)

Die Ersterwähnung des Ortes erfolgte 1273 als Spitersgrün. Die Gründung wird mit dem seligen Hroznata († 1217) in Verbindung gebracht, der 1193 das Stift Tepl gegründet hatte, zu dessen Besitz der Ort anfangs gehörte. Durch zahlreiche Erzvorkommen (Silber, Eisen und Zinn) entwickelte sich der Ort zur Stadt. Lichtenstadt gelangte an die Grafen Schlick, später an das Haus Sachsen-Lauenburg, die Markgrafen von Baden und den Großherzog von Toskana.

Nach dem Rückgang des Bergbaus entwickelten sich der Maschinenbau, die Leder- und Schuhindustrie sowie der Tourismus. Am 1. Dezember 1930 hatte Lichtenstadt 1971 Einwohner, am 17. Mai 1939 waren es 1924 und am 22. Mai 1947 856 Bewohner.

Nach dem Münchner Abkommen wurde der Ort dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte von 1938 bis 1945 zum Landkreis Karlsbad, Regierungsbezirk Eger, im Reichsgau Sudetenland. In Edersgrün wurde zwischen Mai 1939 und 1942 ein Zwangssammellager für Juden betrieben.[5]

Nach der Vertreibung der deutschen Bewohner und der damit einhergehenden Reduzierung der Einwohnerzahl gingen die Stadtrechte verloren. In der Nähe der Gemeinde liegt einer der ältesten jüdischen Friedhöfe Böhmens.

Seit dem 23. Januar 2007 ist Hroznětín wieder eine Stadt.

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1830 0 923 in 163 Häusern[6]
1847 0998 in 166 Häusern, in 37 Häusern davon 527 jüdische Einwohner[7]
1869 1.738
1880 1.731
1890 1.907
1900 2.212
1910 2.056
1921 1.786
1930 1.971 [8]
1939 1.923 [8]
Einwohnerzahlen seit Ende des Zweiten Weltkriegs[9]
Jahr 1950 19611 19702 19803 19913 20013 20113
Einwohner 1.065 1.212 1.503 1.481 1.514 1.633 1.861
1 Hroznětín mit Bystřice und Velký Rybník
2 Hroznětín mit Bystřice, Velký Rybník und Ruprechtov
2 Hroznětín mit Bystřice, Velký Rybník, Ruprechtov und Odeř

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hroznětín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/555185/Hroznetin
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/555185/Obec-Hroznetin
  4. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/555185/Obec-Hroznetin
  5. Rudolf M. Wlaschek: Juden in Böhmen. München : Oldenbourg, 1990, S. 152
  6. Jahrbücher des böhmischen Museums für Natur- und Länderkunde, Geschichte, Kunst und Literatur. Band 2, Prag 1831, S. 200, Ziffer 26.
  7. Johann Gottfried Sommer: Das Königreich Böhmen. Band 15: Elbogner Kreis, Prag 1847, S. 97, Ziffer 17.
  8. a b http://www.verwaltungsgeschichte.de/sud_karlsbad.html#ew39kbadlichtenstadt
  9. Historický lexikon obcí České republiky - 1869-2015. Český statistický úřad, 18. Dezember 2015, abgerufen im 29. Januar 2016 (tschechisch).