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Lichtverschmutzung

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Die Erde bei Nacht (1994/95; Kompositaufnahme aus Satellitenbildern)
Sichtbarer Sternenhimmel in der Großstadt und auf dem Land, Sternbild Stier

Der Begriff der Lichtverschmutzung (englisch light pollution), auch Lichtsmog,[1] oder Lichtverunreinigung genannt,[2] bezeichnet die dauernde Abwesenheit völliger Dunkelheit in den davon betroffenen Gebieten der Erde und bewertet zugleich diesen Sachverhalt negativ. Der Vorgang, der zu diesem Zustand führt, wird Lichtimmission genannt.[3] Dabei wird der Nachthimmel durch meist künstliche Lichtquellen aufgehellt, deren Licht in den Luftschichten der Erdatmosphäre gestreut wird, womit die Überlagerung der natürlichen Dunkelheit verbunden ist. Über Städten spricht man auch von deren Lichtglocke.

Der Mangel an Dunkelheit hat störende Einflüsse auf die Flora und Fauna, auf die biologischen Tag-Nacht-Zyklen sowie einen negativen Einfluss auf astronomische Beobachtungen des Nachthimmels. Insofern handelt es sich bei dem als Lichtverschmutzung bewerteten Vorgang um eine Form der Umweltverschmutzung.

In der höchsten Kategorie der Dunkelheit können bei klarer Sicht etwa 6500 Sterne mit bloßem Auge durchschnittlich guter Sehkraft erkannt werden, die als im astronomischen Sinne freisichtig („am Himmel gezählt“) gelten. Sie haben eine scheinbaren Helligkeit (Größenklasse) über 6,8 mag.[4] In stark lichtverschmutzten Städten sind oft im Normalfall nur mehr wenige Dutzend, oder gar keine Sterne mehr erkennbar.

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technische Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hongkong: lichtverschmutzter Nachthimmel
Lichtglocke der „Lichtstadt“ Jena aus 7 km Entfernung
Lichtglocke über Karlsruhe aus 7 km Entfernung von der Stadtmitte aus. Das Hausdach ist deutlich dunkler als der Himmel

Ursächlich für die Lichtverschmutzung ist hauptsächlich der große nach oben abgestrahlte oder reflektierte Anteil des Lichts, der dann an Schichten der Atmosphäre, atmosphärischen Stäuben oder Wassertröpfchen abermals reflektiert und weitum zerstreut wird: Luft wird aufgehellt, wenn sie von Licht durchdrungen wird. Das wird vor allem durch den Tyndall-Effekt hervorgerufen, durch die Streuung von Licht (genauer durch die Mie-Streuung) an Schwebeteilchen in der Luft wie beispielsweise an Nebeltröpfchen, Schwebstaub oder sonstigen Aerosolen sowie durch Reflexion und Refraktion.

Dadurch ergeben sich die bekannten Lichtglocken über den Städten – so hellt beispielsweise eine Stadt mit einer Einwohnerzahl von 30.000 den Himmel in einem Umkreis von etwa 25 Kilometern auf[5], manche hell beleuchtete Skigebiete sogar über 50 km. Diese Störung ist der „Lichtsmog“ im eigentlichen Sinne, als diffuser Nebel aus Licht.[1]

Die größten Verursacher von Lichtverschmutzung sind Großstädte und Industrieanlagen, die die Nacht durch Straßenbeleuchtung, Leuchtreklamen, Videowände, Flutlichtanlagen und Industriebeleuchtung erhellen. Verantwortlich für dieses nach oben geleitete Licht sind vor allem Beleuchtungsanlagen, die ihr Licht weitgehend ungenutzt zu den Seiten und nach oben abstrahlen (Lichtverluste). Eine solche Abstrahlung kann jedoch auch ein gewollter Effekt bei der Gebäude- und Anlagenbe- oder -ausleuchtung sein.

Ein anderes großes Störpotential haben starke gerichtete Strahler. Dazu gehört beispielsweise das Fernlicht der Kraftfahrzeuge, das, um zumindest 200–300 Meter ausreichend auszuleuchten, noch in vielen Kilometern Entfernung stark blenden kann. Seit einigen Jahren verwenden Diskothekenbetreiber Projektionsscheinwerfer nach Art von Suchscheinwerfern, die Skybeamer, die tanzende Lichtkegel an den Nachthimmel projizieren. In Einzelfällen wurden gegen diese Art der Werbung rechtliche Maßnahmen erfolgreich durchgesetzt.[6] Auch der Beitrag von Lichtkunst oder Lasershows zur allgemeinen Lichtverschmutzung wird zunehmend kritisch betrachtet. Als jüngste Ursache treten starke Laserpointer hinzu.[7]

Neben allgemeiner Blendgefährdung sind solche plötzlichen Lichtblitze sich bewegender Richtstrahler auch in der Astronomie sehr lästig, weil sie Langzeitbelichtungen innerhalb eines Augenblicks unbrauchbar machen können oder Artefakte produzieren, die das Aufspüren echter astronomischer Ereignisse erschweren.

Ökonomische und demografische Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lichtverschmutzung ist eine Begleiterscheinung der Industrialisierung, des wachsenden Lebensstandards als Folge starken Wirtschaftswachstums vor allem in Schwellenländern, aber auch des weltweiten Bevölkerungswachstums. Sie tritt in hoher Intensität vor allem in dicht besiedelten Regionen der früh industrialisierten Nationen auf. Das Verschwinden nachts völlig dunkler Gebiete ist aber auch eine Begleiterscheinung der Umnutzung bislang naturnaher oder durch die Land- bzw. Forstwirtschaft genutzter Flächen für Wohn-, Verkehrs- und Gewerbezwecke.

Erhoffte positive Wirkungen des Einsatzes von künstlichem Licht unter freiem Himmel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Weißes) „Licht zum Sehen“ in Verbindung mit (blauem bzw. rotem) „Licht zum Ansehen“ auf der Bahnhofsbrücke in Vechta
Hervorhebung der Sehenswürdigkeiten Heidelbergs durch „Licht zum Hinsehen“

Der Stadtplaner J. Alexander Schmidt befasste sich 2007 mit der Frage nach dem Sinn des Einsatzes künstlichen Lichts unter freiem Himmel. Dabei unterschied er zwischen drei Funktionen des Lichts: dem „Licht zum Sehen“, dem „Licht zum Hinsehen“ und dem „Licht zum Ansehen“.[8]

Mehr Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Licht zum Sehen (und Gesehen-Werden) sei, so Schmidt, aus Sicherheitsgründen unverzichtbar. „Statistisch betrachtet sind Verkehrsunfälle in der Nacht generell überproportional häufiger und schwerer als am Tage. Eine Vielzahl von Studien hat nachweislich ergeben, dass die Beleuchtung öffentlich zugänglicher Räume die Nachteile der Dunkelheit (schlechtes Kontrastsehen, Rückgang des Adaptionszustandes) ausgleicht, indem Gefahrenstellen, Hindernisse und andere Verkehrsteilnehmer (Personen, Fahrzeuge) besser kenntlich gemacht werden.“ Licht müsste demnach im öffentlichen Raum hell genug sein, aber nur die Bereiche ausleuchten, die sicherheitsrelevant sind.

Sichtbarmachung auch tagsüber „schöner“ Objekte im Dunkeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Licht zum Hinsehen stellt eine Art „optisches Makeup“ für Objekte dar, die nachts besser zur Geltung gebracht werden sollen. Es ist ein „Akzentlicht, das eingesetzt wird, um Architekturen, Bäume, Mauern, Skulpturen oder Brunnen anzuleuchten. Es soll den Anschein erwecken, als würden diese Elemente aus sich selbst leuchten.“ Mit gelungen eingesetztem Akzentlicht wird das ästhetische Bedürfnis von Betrachtern nach einem „schönen Anblick“ befriedigt.

Leuchtwerbung und Lichtkunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Licht zum Ansehen gehören Leuchtreklamen, Objekte schmückende Leuchtelemente, aber auch alle Formen von Lichtkunst. Im Jahr 2002 wurde ein Zusammenschluss von Städten gegründet, der sich „LUCI (Lighting Urban Community International)“ nennt. Dabei wird auf das italienische Wort „luci“ (deutsch: „Lichter“) angespielt. Eines der Ziele des Netzwerks besteht darin, durch Förderung der Lichtkunst, vor allem in Form von Illuminationen, eine „urbane Identität“ zu schaffen.[9] Ein wichtiges Instrument zur Annäherung an dieses Ziel sind „Festivals of Light“, die regelmäßig stattfinden.

Positive Bewertung von Helligkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu DDR-Zeiten kursierte in Ostdeutschland folgender Witz über den Berliner Fernsehturm: „Welche vier Meere kann man vom Fernsehturm sehen? Oben das Wolkenmeer, unten das Häusermeer, im Westen das Lichtermeer und im Osten gar nix mehr.“ In diesem Witz steht der Lichterreichtum des kapitalistischen West-Berlins für alles Positive, nach dem sich DDR-Bürger damals sehnten, die Dunkelheit des realsozialistischen Ost-Berlins und seines brandenburgischen Umlands hingegen für Rückständigkeit, mangelnde Urbanität und Unfreiheit. Noch in der Gegenwart wird, nicht nur in der Nähe Berlins, von einigen ein „Mangel an Licht“ in „dunklen Gegenden“ als „Mangel an Urbanität“ und damit an Attraktivität bewertet. Dieser drohe heute vor allem die mit guter Kaufkraft ausgestatteten potenziellen Kunden abzuschrecken. So begrüßten es die Organisatoren des Festivals „Berlin Leuchtet“ im September 2018, dass die Brache eines ehemaligen Güterbahnhofs in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs beseitigt und mit dem Quartier „Europa City“ bebaut worden sei.[10]

Veranstaltungen und Feste, die mit Hilfe künstlichen Lichts Betrachter in eine positive Stimmung versetzen, werden überwiegend positiv bewertet. Obwohl z. B. der Stadt Fulda viel am Erfolg des Sternenparks Rhön liegt, bewertet sie den Weiterbetrieb des stadteigenen Weihnachtsmarkts als legitime Traditionspflege. Die Stadt schreibt Betreibern von Hütten (in § 8 Absatz 2 der Weihnachtsmarktsatzung) auf dem Weihnachtsmarkt vor, bis zum Giebel der Hütten hinauf Leuchtmittel einzusetzen,[11] damit ein schönes, eindrucksvolles Gesamtbild des Marktes entsteht (§ 2 der Weihnachtsmarktsatzung). Der Beitrag zur Eindämmung der Lichtverschmutzung besteht darin, dass Leuchtquellen auf dem Fuldaer Weihnachtsmarkt ein warmes Licht ausstrahlen müssen und eine bestimmte Helligkeit nicht überschreiten dürfen.

In seiner Predigt zur Ostervigil 2012 verkündete Papst Benedikt XVI.: „Licht ermöglicht Leben. Es ermöglicht Begegnung. Es ermöglicht Kommunikation. Es ermöglicht Erkenntnis, Zugang zur Wirklichkeit, zur Wahrheit. Und indem es Erkenntnis ermöglicht, ermöglicht es Freiheit und Fortschritt. Das Böse verbirgt sich. Licht ist daher auch Ausdruck für das Gute, das Helligkeit ist und schafft. Es ist Tag, an dem wir zu wirken vermögen. Dass Gott das Licht geschaffen hat, bedeutet: Gott hat die Welt als einen Raum der Erkenntnis und der Wahrheit, als einen Raum der Begegnung und der Freiheit, als Raum des Guten und der Liebe geschaffen. […] Mit der Auferstehung Jesu ist das Licht selbst neu geschaffen. Er zieht uns alle nach in das neue Leben der Auferstehung hinein und besiegt alles Dunkel. Er ist der neue Tag Gottes, der uns allen gilt.“[12] Problematisch sei aber nicht die physische Dunkelheit, sondern problematisch seien, so der Papst, das „Gottesdunkel“ und das „Wertedunkel“. Dass die Menschen „heute unsere Städte so grell erleuchten [können], dass die Sterne des Himmels nicht mehr sichtbar sind“, sei eine Fehlinterpretation des göttlichen Gebotes: „Es werde Licht!“.

Sabine Frank, bekennende Katholikin, hauptamtliche Mitarbeiterin im Sternenpark Rhön und nach eigenen Worten „einzige offizielle Nachtschutzbeauftragte Deutschlands“, interpretiert die Worte Benedikts XVI. dahingehend, dass der Mensch sich selbst die Sterne vom Himmel schieße, indem er sie unsichtbar mache, und sich nicht zu wundern brauche, „wenn uns der Himmel auch im übertragenen Sinn so fern ist.“ Gott wolle „im Dunkeln wohnen“.[13]

Ausmaß[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt sind mehr als 80 % der Weltbevölkerung von Lichtverschmutzung betroffen, in Europa und den Vereinigten Staaten sind es über 99 %.[14] Beispielsweise hat ein Großteil der städtischen Bevölkerung noch nie die Milchstraße gesehen. Zwischen 2012 und 2016 ist die beleuchtete Fläche des Planeten noch einmal um 9,1 Prozent angewachsen. Angesichts der weltweit wachsenden Bevölkerung ist das nicht überraschend. Allerdings hat auch die Helligkeit der bereits beleuchteten Flächen um 2,2 Prozent zugenommen – wahrscheinlich noch stärker, weil die Messgeräte blaues Licht nicht vollständig messen konnten – obwohl in vielen Gegenden inzwischen auf dunklere LED-Lampen zurückgegriffen wird.[15]

In Europa ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Lichtverschmutzung betroffen. Weltweit beträgt ihr jährlicher Zuwachs durchschnittlich 6 %.[16] In Deutschland liegt er bei ca. 6 %, in Italien 10 %[17] und in anderen Ländern wie z. B. Japan bei bis zu 12 %. Spitzenwerte des Wachstums wurden und werden in schnell wachsenden Ballungsräumen vor allem in den USA gemessen, so stieg die Lichtausstrahlung in Südontario mit etwa 7–10 % pro Jahr an, in Tucson vor 1972 sogar jedes Jahr um bis zu 15 %. Manche Schätzungen gehen sogar von einem jährlichen 30-prozentigen Anstieg in manchen US-amerikanischen Städten aus. In den letzten 150 Jahren sei in Berlin die Helligkeit klarer Nächte um das Zehnfache, die von wolkigen Nächten um bis zum Tausendfachen gestiegen.[18]

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirkung auf lebende Organismen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seevögel wie dieser Gelbschnabel-Sturmtaucher auf Teneriffa sind oft von Lichtverschmutzung auf Inselarchipelen besonders betroffen. Vor allem junge Vögel werden auf ihren ersten Nachtflügen von Lichtquellen angelockt und können, einmal auf dem Boden, nicht mehr abfliegen, da sie dafür eine erhöhte Position benötigen.
Ansammlung toter Insekten in einer Straßenlaterne

Lichtverschmutzung beeinflusst bestehende Ökosysteme. So wie verschmutzte Meere, Böden oder Lufträume für viele Spezies nicht mehr bewohnbar sind, so hat auch die Verkleinerung von Gebieten, die während der terrestrischen Nacht nur von Gestirnen aufgehellt werden, vielfältige Folgen. Fachgebiet der Untersuchungen über die Auswirkungen von Dunkelheit auf Lebewesen ist die relativ junge Disziplin der Scotobiologie (‚Dunkelheitsbiologie‘).

Pflanzen werden durch eine künstlich aufgehellte Umgebung in ihrem Wachstumszyklus beeinflusst: Was bei Zuchtpflanzen in Gärtnereien durchaus erwünscht ist, kann für empfindliche Naturpflanzen zum Problem werden. So wurde bereits vielfach beobachtet, dass Laubbäume in unmittelbarer Nähe von Straßenlampen ihre Blätter verspätet verlieren, wodurch es wiederum zu Frostschäden kommen kann.

Die verbreiteten weißen Lichtquellen mit hohem Blauanteil im Spektrum stellen ein erhebliches Problem für die Navigation oder Orientierung nachtaktiver Insekten und auch für Zugvögel dar.[19]

Insbesondere die Auswirkungen von nächtlicher Kunstbeleuchtung auf Insekten sind gut dokumentiert. Untersuchungen aus dem Jahr 2000 zeigen, dass in Deutschland an einer einzigen Straßenlampe in jeder Sommernacht durchschnittlich 150 Insekten zugrunde gehen. Rechnet man das auf die ca. 6,8 Millionen Straßenlaternen auf deutschen Straßen hoch, sind dies jede Nacht über eine Milliarde Insekten.[20] Zahlreiche andere Lichtquellen wie die Beleuchtung von Gewerbe- und Industriegebieten, Werbeflächen oder Privathaushalten sind dabei noch nicht berücksichtigt.[21] Je größer die Wellenlänge des Lichts, desto geringer ist die Lockwirkung auf Nachtfalter.[22]

Neben Insekten werden zahlreiche weitere Tierarten durch Lichtverschmutzung geschädigt. So beeinträchtigt nächtliches Kunstlicht beispielsweise die Orientierung von Zugvögeln und führt unter anderem dazu, dass Vögel in hell erleuchtete Gebäude fliegen und dabei verletzt werden oder zu Tode kommen (das sogenannte „Towerkill-Phänomen“).[23]

Auf Inselarchipelen sind vor allem junge Seevögel wie Sturmtaucher oder Sturmschwalben durch Lichtverschmutzung gefährdet. Bei ihren „Jungfernflügen“ von den in Steilküsten gelegenen Bruthöhlen auf das offene Meer werden sie von starken künstlichen Lichtquellen angezogen, gehen desorientiert zu Boden und können nicht mehr abfliegen, da sie zum Starten eine erhöhte Position benötigen. Oft verhungern oder verdursten sie dann, werden überfahren oder von Prädatoren getötet. Auf den Balearen lag der Anteil der zu Boden gegangenen Jungvögel am jährlichen Bruterfolg aber lediglich zwischen 0,13 und 0,56 %. Die Todesfälle sind daher nicht bestandsgefährdend, dennoch sollte in der Nähe größerer Kolonien durch bauliche Maßnahmen eine Beeinträchtigung verhindert werden.[24]

Ebenfalls gut dokumentiert ist der negative Einfluss von nächtlicher Beleuchtung auf verschiedene Arten von Meeresschildkröten, deren Nachwuchs an einem zu hell erleuchteten Strand den Weg ins Wasser nicht findet und somit zur leichten Beute von Raubtieren wird.[25] Auswirkungen auf zahlreiche weitere nachtaktive Spezies wie beispielsweise Fledermäuse oder Frösche wurden beobachtet, in den meisten Fällen von vermuteter Beeinflussung besteht jedoch noch weiterer Forschungsbedarf.

Die Auswirkungen auf die Chronobiologie des menschlichen Organismus (wie auch auf andere Tiere) sind ebenfalls noch nicht abschließend erforscht. Störungen im Hormonhaushalt des Menschen (Tag-Nacht-Zyklus, Menstruationszyklus der Frau) sind jedoch bereits nachgewiesen bzw. Gegenstand aktueller Forschung.[26] Weitere physiologische Störungen sind nicht auszuschließen – so veröffentlichte beispielsweise eine israelische Forschergruppe im Jahr 2008 Daten, die einen Zusammenhang zwischen der Stärke nächtlicher Kunstbeleuchtung, gegen die sich Betroffene nicht ausreichend durch technische Verdunkelungseinrichtungen schützen, und dem Risiko von Brustkrebserkrankungen nahelegen.[27] Postuliert wird auch ein Beitrag der verlängerten Helligkeit zur Akzeleration, beispielsweise dem verfrühten Einsetzen der Pubertät.

Soziale und kulturelle Folgen „unnatürlicher“ Helligkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Erfindung der künstlichen Beleuchtung hat sich bei vielen Menschen der Tag-Nacht-Rhythmus verschoben: Die Menschen waren früher fast ausschließlich tags aktiv und ruhten nachts. Durch die permanente Verfügbarkeit von Beleuchtung hat sich das verändert. Beispielsweise nehmen Fahrpläne keine Rücksicht darauf, ob der Zeitpunkt der Ankunft bzw. der Abfahrt auf einen terrestrischen Tag oder eine terrestrische Nacht fällt; maßgeblich ist bei ihnen die in der jeweiligen Zeitzone gültige Uhrzeit. Es ist umstritten, welche Auswirkungen die von ihm erwartete zeitliche Flexibilität, insbesondere das Tätigsein(müssen) bei künstlicher Beleuchtung, auf den Menschen hat (siehe auch: Subjektiver und sozialer Tag).[28]

Auch die Wahrnehmung von Naturphänomenen, die nur bei weitgehender Dunkelheit zu sehen sind, obwohl ihre Sichtbarkeit bei Nacht noch für frühere Generationen selbstverständlich war, ist insbesondere in Großstädten und Ballungsräumen durch die künstliche Erhellung der Nacht stark eingeschränkt. Hierzu zählen zum Beispiel ein leuchtender Sternenhimmel, die Milchstraße, die unmittelbare Erfahrung der Planeten, Sternschnuppen, oder auch Glühwürmchen. Dass solche Naturschauspiele für den ästhetischen Betrachter nicht mehr allgemein erfahrbar sind, gilt als Verlust von Naturschönem.[28] Eine modernere Sichtweise ist folglich die, dass nächtliche Dunkelheit – im Sinne des englischen Heritage-Begriffes – ein Natur- wie auch Kulturgut ist (Natur-/Kulturerbe), das als Basis bedeutender menschheitsgeschichtlicher Erfahrungen und Kulturtechniken zumindest gebietsweise zu Erhalten ist.[29] Zu diesen kulturellen Traditionen zählen insbesondere die Navigation und die Zeit- und Kalenderrechnung, aber auch ein reichhaltiger mythologischer Schatz. Eine konkretere Anwendung davon ist beispielsweise, das archäoastronomische Denkmale (historische Sternwarten und Steinsetzungen) neben Denkmalschutz auch eines Lichtschutzgebietes bedürfen, um als Zeitzeugnis lesbar zu bleiben: Die nächtliche Dunkelheit wird so zu einem Bestandteil des Denkmalbegriffs.

Einschränkung der astronomischen Beobachtung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sternbild Orion, aufgenommen unter dunklem (links) und lichtverschmutztem Himmel (rechts)

Die Abwesenheit eines wirklich dunklen Nachthimmels beeinträchtigt in besonderem Maße die astronomische Beobachtung und Forschung.

Über einer hell erleuchteten Stadt sind mit bloßem Auge in der Regel nur noch wenige sehr helle Sterne zu sehen. Ausgedehnte lichtschwächere Objekte wie die Milchstraße, die Große und die Kleine Magellansche Wolke, die Andromedagalaxie oder den berühmten Großen Orionnebel kennen viele Menschen nur noch aus der Erzählung. Details wie die Sternfarbe sind ebenfalls kaum mehr erfahrbar. Die Zahl der mit bloßem Auge sichtbaren Sterne liegt zumeist bei nur noch 200 bis 500, in Innenstädten sogar nur bei einigen Dutzend, während sie früher generell – heute nur noch in sehr dunklen Gegenden – bei um die 6500 lag.[30]

Sternwarten, die noch im letzten Jahrhundert in manchen Großstädten in Betrieb waren, mussten mittlerweile den wissenschaftlichen Betrieb einstellen oder an abgelegene Orte verlagert werden (bekanntes Beispiel: die Vatikanische Sternwarte).[31] Hochleistungs-Großteleskope müssen mit enormem Aufwand in den abgelegensten Gebieten der Erde errichtet werden (wie in der Atacama-Wüste in Chile) – was aber neben Lichtverschmutzung auch den Einfluss natürlicher Einschränkungen (Luftfeuchte, Wind) minimiert.

Neben optischer Beeinträchtigung wird hier das Problem des Elektrosmogs (englisch radio-wave pollution) für die Radioastronomie ebenfalls zu einem immer größeren Problem.[32]

Unnötiger Energieverbrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell gibt es noch keine Untersuchungen darüber, wie viel Energie durch Lichtquellen und Gebäudebeleuchtung verbraucht wird. Für die USA wird geschätzt, dass bereits in den 1990er Jahren knapp eine Milliarde Dollar pro Jahr für die nächtliche Beleuchtung ausgegeben wurde.[33]

Ein wie hoher Anteil der entsprechenden Ausgaben „unnötig“ ist, lässt sich jedoch nicht beziffern, da die Frage strittig ist, welche Beleuchtungsformen und -intensitäten „notwendig“ sind.

Problembewusstsein und Abhilfemöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maßnahmen gegen die Lichtverschmutzung setzen voraus, dass Initiativen, die dem Motto: „Mehr Licht im öffentlichen Raum!“ folgen, durch Initiativen ersetzt werden, die davon ausgehen, dass vor jeder Installierung neuer Lichtquellen unter freiem Himmel im Sinne einer Technikfolgenabschätzung deren ökologischen Auswirkungen, nicht nur im Hinblick auf die Lichtverschmutzung, untersucht und mit den erhofften Vorteilen abgewogen werden müssen. So haben beispielsweise seit den 2000er Jahren viele Städte in Europa sogenannte Lichtmasterpläne erarbeitet,[34] in denen u. a. die Inwertsetzung von Sehenswürdigkeiten der Stadt bei Nacht, vor allem durch deren Illuminierung, positiv bewertet wird. Ebenso tauchen an immer neuen Stellen in Städten Leuchtreklamen auf.

Ohne einen umfassenden Paradigmenwechsel im Sinn des Eingangssatzes zu diesem Abschnitt erscheint der Erfolg der im Folgenden genannten Maßnahmen fragwürdig. So entzündete sich 2012 im Stadtrat von Hannover ein Streit über die Legitimität städtischer Maßnahmen zur Eindämmung der Lichtverschmutzung. Mit der Begründung, die Stadt komme nicht mehr zur Dunkelheit und es gebe zu viele Lichtquellen, beantragten Sozialdemokraten und Grüne im Umweltausschuss der Stadt, die Verwaltung möge ein „Konzept für eine Reduktion der Lichtverschmutzung“ entwickeln. Ein CDU-Ratsherr empörte sich: „Das ist der dümmste Antrag, den ich je gelesen habe. Er zeigt die ideologische Regulierungswut von Rot-Grün.“ Ein Vertreter der FDP im Stadtrat äußerte: „Die flippen jetzt völlig aus. Die Sicherheit der Bürger wird aufs Spiel gesetzt.“ Der Geschäftsführer der City-Gemeinschaft, eines Zusammenschlusses des Einzelhandels: „Der politische Antrag hat das Potenzial zur Posse des Jahres. Eine Verdunkelung zu fordern ist weltfremd. Licht lockt Leute und steigert den Umsatz.“[35] Die Existenzängste von Einzelhändlern, nicht nur in Großstädten und nicht nur in Stadtzentren, haben durch die starke Zunahme des Internethandels seit 2012 deutschlandweit zugenommen.

Politiker, die sich für Lichtemissionen im öffentlichen Raum verantwortlich fühlen, zeigen sich zusehends für Initiativen zur Vermeidung von Lichtverschmutzung aufgeschlossen. Sie zeigen aber auch Zielkonflikte auf: „Insgesamt hat vor allem im Bereich der öffentlichen Beleuchtungseinrichtungen in den vergangenen Jahren bereits ein Umdenken hin zu energiesparenden und umweltfreundlichen Beleuchtungskonzepten stattgefunden“, stellte 2018 das bayerische Umweltministerium fest. Allerdings seien künstliche Lichtquellen notwendiger Bestandteil der Infrastruktur, vom Straßenverkehr bis hin zur Beleuchtung aus Sicherheitsgründen. Aufstellung und Betrieb von Beleuchtungsanlagen müssten dennoch im Einklang mit gesetzlichen Anforderungen vor allem aus den Bereichen Immissionsschutz, Bau, Verkehr und Naturschutz stehen.[36]

Die Verantwortlichen für den Sternenpark Rhön bilanzierten 2018: „Die Lichtverschmutzung hat sich im öffentlichen Raum verringert. Die Kommunen rüsten ihre Straßen- und Gebäudebeleuchtung zunehmend umweltverträglich um.“[37] Schwierig sei es aber nach wie vor, aus dem Ruder laufende grelle Beleuchtungen auf Gewerbe- und Privatflächen in den Griff zu bekommen. Wahrscheinlich werde man nur die schlimmsten der uneinsichtigen „Lichtsünder“ durch die staatliche Exekutive bestrafen können.

Konkrete technische Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene Lichtradien bei Straßenbeleuchtung: Die Variante rechts beschreibt zielgerichtete Beleuchtung, ohne zugleich nennenswerte Einschränkungen hinnehmen zu müssen.

UNESCO, IAU (Internationale Astronomische Union) und CIE (Internationale Beleuchtungskommission) haben schon 2007 ein umfangreiches Maßnahmenprogramm zur Vermeidung von Lichtverschmutzung erstellt, der unter dem Paradigma intelligente Beleuchtung steht. Der Katalog bezieht sich auf Beleuchtung des öffentlichen Raumes ebenso wie Privatbeleuchtung, und umfasst:[38]

  • begrenzte und angepasste Beleuchtungszeiten der Aussenbeleuchtungen, wie auch der Werbung oder der Dekorationsbeleuchtung (Starlight Saving Time,[39] zu Nachtzeiten nur während hohen bis mittleren Verkehrsaufkommens, also primär den beginnenden Nachtstunden)
  • Reduzierung unnötiger Beleuchtung (sowohl zu intensiver, wie auch zu wenig zielgerichteter)
  • gerichtetere Beleuchtung (von oben anstatt von unten oder gegen den Horizont)
  • Abschirmung von Lichtquellen, um eine Abstrahlung nach oben und zu den Seiten zu verhindern
  • völliger Verzicht auf dezidiert nur nach oben strahlende Leuchtkörper (etwa Skybeamer, Laser-Flutlichteffekte, Bodenleuchten)
Beleuchtungssituation auf La Palma nach Wechsel auf nach unten strahlende orangefarbene Straßenlampen

Hier wurde der Begriff der Upward Light Ratio (ULR, aufwärtsgerichteter Lichtanteil) eingeführt. Dort, wo gezielt Lichtschutzmaßnahmen getroffen werden, sollte diese geräteseitig 0 sein, und im Betrieb gemessen (einschließlich Reflexionen) über der Horizontalebene von unter 0,5 cd/klm (Lichtstärke je Quell-Lichtstrom). Empfohlene Richtkennungen für Leuchtmittel sind Full Cut-off (FCO) oder CIE G6.[38] Mit Empfehlungen wie Guide to the lighting of urban areas (CIE-136-2000) oder Guide on the limitation of the effects of obtrusive light from outdoor lighting installations (CIE 150–2003) stehen heute auch moderne technisch orientierte Richtlinien zu Lichtschutz zur Verfügung. Auch älteres Regelwerk wird dahingehend neu überarbeitet.

Ferner ist es günstig, Lichtquellen zu verwenden, die bei möglichst langen Lichtwellenlängen mit rötlichem Licht strahlen, da die durch die Rayleigh-Streuung an den Luftmolekülen in der Erdatmosphäre abgelenkten Lichtteilchen umso stärker zurückgestreut werden, je kürzer und somit je blauer die Lichtwellenlänge ist.[40]

Straßenbeleuchtung wird beispielsweise verändert, indem Dimmer eingesetzt und die bisher verwendeten Hochdruck-Quecksilberdampf- durch Natriumdampflampen ersetzt werden oder Leuchtdiodentechnologie eingesetzt wird. Durch solche Umstellungen konnte beispielsweise in der Augsburger Innenstadt der Stromverbrauch um 20 Prozent gesenkt werden.[41] Allerdings hat das Lichtspektrum von Leuchtdioden, die für Beleuchtungszwecke eingesetzt werden, einen sehr hohen Blauanteil, der sich aufgrund der Rayleigh-Streuung besonders stark in der Atmosphäre verteilt. Daher ist es zum Lichtschutz erforderlich, spezielle Leuchtdioden mit hohem Orangeanteil zu verwenden.[42][43]

Getestet wird die Einschaltung der Straßenbeleuchtung über Bewegungsmelder im Bedarfsfall. Dadurch werden nur diejenigen Straßenabschnitte erhellt, in denen es situationsbedingt einen Bedarf an Helligkeit gibt.[44]

Da eine Reduzierung der Beleuchtung ohne begleitende Maßnahmen zu weniger Verkehrssicherheit führt,[45] müsste es bei fehlender oder unzulänglicher nächtlicher Beleuchtung zum Schutz von Fußgängern spezielle Regelungen für die terrestrische Nacht geben. Lichtschutzzonen können von Behörden eingerichtet werden, in denen der Einsatz von Fernlicht durch Kraftfahrer verboten ist, zumal Fernlicht über viele Kilometer große Helligkeit erzeugen kann. Zugleich wird in Lichtschutzzonen die zulässige Geschwindigkeit auf 50 km/h beschränkt.

In den Innenstädten von Villingen und Schwenningen darf seit 2018 an lebenden Bäumen keine Weihnachtsbeleuchtung mehr angebracht werden, damit ohnehin gestressten Bäumen das Überleben erleichtert wird.[46]

Internationale Programme und Lichtschutz-Gesetzgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lichtschutzzonen werden im Sinne eines Vertragsnaturschutzes schon immer um Standorte von Groß-Observatorien eingerichtet, damit dort ungestört beobachtende Astronomie betrieben werden kann (die erste Regelungen dieser Art war zum Schutz des städtischen Observatoriums im Jahr 1958 in Flagstaff/Arizona).[47]

Seit 1999 existieren ausgewiesene Lichtschutzgebiete (englisch dark sky places) in Kanada und bald darauf auch den USA, 2009 wurden die ersten in Europa ausgewiesen. Schon 2007 veröffentlichten UNESCO, UNWTO, IAU und andere internationale Organisationen auf einer Konferenz in La Palma 2007 die Declaration in Defence of the Night Sky and the Right to Starlight (La Palma Declaration; Initiative Starlight 2007).[48] Dort wurde auch das Konzept eines UNESCO-Starlight Reserves erarbeitet. Im Zuge des International Year of Astronomy 2009 (IYA2009) wurde auch die Initiative Dark Skies Awareness begonnen, als Netzwerk und Öffentlichkeitsarbeitsplattform in Bezug auf die Problematik.[49] Ebenfalls seit 2009 beschäftigt sich die IUCN Dark Skies Advisory Group (DSAG), eine Arbeitsgruppe der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), mit der Ausweisung und Klassifizierung von Lichtschutzgebieten sowie mit den Kriterien dafür. Bei der DSAG sind derzeit über 50 Gebiete registriert. Dadurch kann Lichtschutz auch in die Verordnungen und Managementpläne zu Schutzgebieten mitaufgenommen werden.

In einigen Staaten wurden inzwischen auch explizite Gesetze eingeführt, um die Lichtverschmutzung in den Griff zu bekommen:[47]

  • das erste Gesetz weltweit war 1988 das spanische Ley del Cielo[50]
  • Chile hat 1999 Gesetze erlassen (Norma de la Contaminación Lumínica), um die Lichtverschmutzung in den nördlichen Zonen zu begrenzen und so das Land als Standort für die Observatorien zu erhalten (ESO, CTIO-NOAO, u. a. m.). Zuständig ist das Oficina de Protección de la Calidad del Cielo del Norte de Chile (OPCC)[51]
  • Die Region Lombardei verfasst 2000 ein Lichtschutzgesetz (L.R. della Lombardia 17/00), inzwischen haben die meisten Provinzen Italiens relativ strenge Vorschriften[52]
  • Tschechien war der Vorreiter in der nationalen Gesetzgebung zu Lichtverschmutzung, setzte seine 2002 geschaffenen strengen Vorlagen bisher aber nur teilweise um (ein erstes Schutzgebiet wurde erst 2009 grenzübergreifend mit Polen errichtet).[53]
  • Slowenien hat seit dem 30. August 2007 ein Anti-Lichtverschmutzungsgesetz (Verordnung über die Grenzwerte der Lichtverschmutzung, U.l. RS 81/2007).[54]

In den Deutschen Bundestag wurde 2007 eine von 7828 Mitzeichnern unterstützte öffentliche Petition zur Lichtverschmutzung eingebracht.[55] Eine Mehrheit, bestehend aus Politikern der CDU/CSU, der SPD und der Linken stimmte dagegen, den gesetzlichen Rahmen zur Vermeidung von Lichtverschmutzung anzupassen.

Regionale und lokale Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem auf einigen regionalen Ebenen laufen derzeit Anstrengungen zur Eindämmung der Lichtverschmutzung:

Auf der kanarischen Insel La Palma, UNESCO-Biosphärenreservat, wurden aufgrund des Lichtschutzgesetzes Straßenlaternen verändert und die Beleuchtungszeiten gesetzlich geregelt. In den Höhenlagen des dortigen Roque de los Muchachos ist – auch wegen des dort angesiedelten Observatoriums (Europäische Nordsternwarte) – die Benutzung des Fernlichts untersagt.

Ein Netzwerk von Umweltfachstellen in der Zentralschweiz stellte 2008 die Forderung auf, dass jede Beleuchtungseinrichtung im Hinblick auf die Kriterien Notwendigkeit, Abschirmung (Strahlung nur in erwünschte Richtungen), Richtung von oben nach unten, Beleuchtungsstärke und Art des Lichts sowie zeitliche Begrenzung untersucht werden müsse und dass nur Einrichtungen, die alle geforderten Eigenschaften aufwiesen, genehmigt werden dürften.[56]

In Österreich gibt es seit den frühen 2000ern das Projekt Die Helle Not, welches von Land (Tirol), Bund (Lebensministerium) und Europäischer Union unterstützt wird und 2005 den CIPRA-Wettbewerb Zukunft in den Alpen gewann.[57]

Augsburg gilt deutschlandweit als „Modellstadt für umweltfreundliche Beleuchtung“.[58] In Deutschland gibt es auch einige Initiativen zu Lichtschutzgebieten. So wurde 2014 das Biosphärenreservat Rhön durch die International Dark-Sky Association als zweites Gebiet nach dem Sternenpark Westhavelland als Sternenpark ausgezeichnet, was nur Gebieten zuteil wird, die eine natürliche Nachtlandschaft aufweisen.[59]

Im Rahmen der IUCN-Schutzgebietseinstufung gibt es auch die Kategorie Dark Sky Community (‚Lichtschutz-Gemeinde‘), dort sind erst wenige Gemeinden registriert, doch soll eine engere Verbindung mit der lokalen Agenda 21, dem Nachhaltigkeitsprogramm der UNO, oder Europa-Programmen wie Energieeffiziente Gemeinde/Energiestadt/European Energy Award[60] erfolgen.

Messung und Einteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu Seeing-Skalen erfolgt die Bestimmung des Grades der Lichtverschmutzung vorwiegend ohne optische Hilfsmittel. Neben einigen einfachen Methoden zur Einordnung, wie das Auszählen von Sternen einer bestimmten Himmelsregion, gibt es auch anerkannte Skalen. Am meisten verbreitet ist die im Februar 2001 veröffentlichte Bortle-Skala nach John E. Bortle.

Das Konzept der UNESCO-Starlight Reserves empfiehlt für die Kernzone von Schutzgebieten das Vollmond-Kriterium (< 0,27 lux), das heißt, die künstliche nächtliche Beleuchtung bleibt zumindest unterhalb der maximalen natürlichen.[38]

Siehe auch: Lichtschutzgebiet: Kategorisierung

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Astronomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richtlinien und Empfehlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dennis Köhler, Stefan Hochstadt, Manfred Walz (Hrsg.): LichtRegion – Positionen und Perspektiven im Ruhrgebiet. Klartext, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0404-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lichtverschmutzung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Lichtverschmutzung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Faktensammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medienberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handlungsempfehlungen und rechtliche Vorgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Der Begriff Lichtsmog (aus dem Englischen light smog) wird üblicherweise umfangreicher gesehen, er umfasst nicht nur die Aufhellung des Nachthimmels, sondern auch die Aufhellung von Schlafräumen sowie das „Flimmern“ von künstlichen Lichtquellen und von Bildschirmen aufgrund der Bildwiederholfrequenz.
    Vgl. Krank durch Kunstlicht (Memento vom 9. März 2013 im Internet Archive) In: br.de; Florian König: Natürliche Wechselfelder, Elektrosmog und Lichtsmog und ihre Wirkung auf den Menschen. In: NET-Journal, Jahrgang Nr. 15, Heft Nr. 7/8, Juli/August 2010
  2. Simon Mitton: Die Erforschung der Galaxien, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1978, S. 19 (online)
  3. Lichtimmissionen, Messung, Beurteilung und Verminderung: Gemeinsamer Runderlass des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz – V-5 8800.4.11 – und des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr – VI.1 – 850 vom 11. Dezember 2014 (MBl. NRW. 2015 S. 1)
  4. International Dark-Sky Reserves (Memento des Originals vom 9. April 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.darksky.org, darksky.org, online abgerufen am 24. Oktober 2013 (Link nicht mehr verfügbar).
  5. Andreas Hänel: Schutzgebiete für den Sternenhimmel. In: Nationalpark 4/2007, S. 12–16.
  6. So untersagte beispielsweise das Oberverwaltungsgericht Koblenz im Jahr 2003 den Betrieb eines Skybeamers in Kandel mit Verweis auf das „Ruhe- und Erholungsbedürfnis“ der Bevölkerung (Aktenzeichen: 8 A 11286/02.OVG).
  7. Diese sind selbst bei astronomischen Feldveranstaltungen beliebt geworden, da man damit inzwischen am wahren Sternenhimmel genauso gut zeigen kann wie in Planetarien. Trotzdem gilt auch hier Vorsicht wie auch Umsicht in der Verwendung, und auch Rücksicht auf Lichtschutz anderer. Green Laser Pointer Usage, The Royal Astronomical Society of Canada (englisch)
  8. J. Alexander Schmidt: Licht in der Stadt. Leitbilder und Strategien für innovative Lichtkonzepte. 2007. S. 14f. (27 f.) (PDF; 880 kB), abgerufen am 27. Dezember 2018.
  9. Homepage des Netzwerks LUCI (Memento vom 4. Mai 2011 im Internet Archive)
  10. Berlin leuchtet: Europa City. 17. September 2018
  11. Stadt Fulda: Satzung über den Weihnachtsmarkt in der Stadt Fulda. 27. Oktober 2017
  12. Predigt von Papst Benedikt XVI. bei der Ostervigil 2012. zenit.org. 7. April 2012.
  13. „Gott will im Dunkeln wohnen“. kirchenzeitung.de. 10. Januar 2018
  14. Fabio Falchi et al.: The new world atlas of artificial night sky brightness. In: Science Advances. Band 2, Nr. 6, 2016, doi:10.1126/sciadv.1600377.
  15. Christopher C. M. Kyba et al.: Artificially lit surface of Earth at night increasing in radiance and extent. In: Science Advances. Band 3, e1701528, 2017, doi:10.1126/sciadv.1701528 (exeter.ac.uk).
  16. F. Hölker, et al.: The dark side of light: a transdisciplinary research agenda for light pollution policy. In: Ecol. Soc., 2010, 15(4), 13.
  17. Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen. In: bafu.admin.ch. Bundesamt für Umwelt, abgerufen am 3. Juli 2016.
  18. Lichtverschmutzung bei Nacht: Der Himmel über Städten färbt sich rot. In: Spiegel Online, abgerufen am 11. August 2012.
  19. Petition gegen Lichtverschmutzung..
  20. Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen, Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), Bern, 2005
  21. Wenn die Nacht zum Tag wird. (Memento des Originals vom 1. Februar 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nzz.ch In: NZZ.ch
  22. Cleve 1964.
  23. Travis Longcore, Catherine Rich: Ecological Light Pollution. In: Frontiers in Ecology and the Environment, 2(4), 2004, S. 191–198 (PDF)
  24. Airam Rodríguez, David García, Beneharo Rodríguez, Esteban Cardona, Lluís Parpal, Pere Pons: Artificial lights and seabirds: is light pollution a threat for the threatened Balearic petrels? In: Journal of Ornithology, 156 (4), 2015, S. 893–902
  25. Zum Einfluss künstlicher Beleuchtung auf Tiere. In: Website der Universität Wien
  26. wissenschaft-online
  27. Kloog, I., Haim, A; Stevens, R.G.; Barchana, M. & Portnov, B.A.: Light at night co-distributes with incident breast but not lung cancer in the female population of Israel. In: Chronobiology International 2008 Feb; 25(1): 65–81
  28. a b Dirk Eidemüller: Wo sind die Sterne hin?. spectrum.de. 12. Oktober 2018.
  29. Vergl. Night Sky Heritage. International Dark Sky Association (darksky.org, abgerufen 10. Februar 2019).
  30. Sag mir, wo die Sterne sind, wo sind sie geblieben? In: heise.de
  31. Trübe Aussichten für Sternengucker (Memento vom 13. März 2007 im Internet Archive). Westdeutscher Rundfunk
  32. David Tenenbaum: Blinded by the light. Feeling light-headed. In: whyfiles.org, 20. April 2000
    Literature on Space-borne Radio Interference. (Memento des Originals vom 2. November 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.craf.eu In: craf.eu. Committee on Radio Astronomy Frequencies (CRAF), European Science Foundation (ESF).
    vgl. die National Radio Quiet Zone in den USA
  33. D. Crawford: Light Pollution: The Problems, the Solutions, Preserving The Astronomical Windows. In: Proceedings of Joint ASP Conference, Vol 139, 1998, bibcode:1998paw..conf...13C
  34. die urbanauten: Lichtpläne in Deutschland. 24. April 2006. S.9 (PDF; 1,1 MB)
  35. Daniel Blum: Zu hell, zu grell, zu ungesund. Die Politik entdeckt die Lichtverschmutzung. deutschlandfunk.de. 10. April 2013
  36. Sternenpark Rhön engagiert sich gegen Lichtverschmutzung. welt.de. 24. August 2018
  37. Führungen im Sternenpark Rhön sind beliebt. fnp.de (Frankfurter Neue Presse). 25. August 2018
  38. a b c UNESCO-WHC, UNESCO – IAU, CIE, OTPC-IAC (Hrsg.): Starlight Reserve. Concept – Dimensions – Categories – Criteria. Recommendations. März 2009, Abschnitte Zonation Criteria und General recommendations on outdoor lighting, S. 19 ff. resp. 24 ff. (starlight2007.net (PDF)).
  39. in Analogie zu englisch daylight saving time für Sommerzeit
  40. Empfehlungen zur Förderung energiesparender und umweltfreundlicher Außenbeleuchtung, in: Infomappe zum Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön, Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön, abgerufen am 7. September 2017
  41. Trübe Aussichten für Sternengucker – Augsburg nimmt die Lichtverschmutzung ernst (Memento vom 13. März 2007 im Internet Archive) Westdeutscher Rundfunk. (jährliche Kostenersparnis von 250.000,- Euro, das ist 1 € pro Einwohner und Jahr).
  42. Rainer Kayser: Weltatlas der Lichtverschmutzung. In: Welt der Physik, 10. Juni 2016, abgerufen am 11. Juni 2016
  43. Lichtverschmutzung nimmt die Sicht – Weniger Menschen können Sterne sehen. In: n-tv, 10. Juni 2016, abgerufen am 11. Juni 2016
  44. Intelligente Steuerungssysteme. (Memento des Originals vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hellenot.org In: hellenot.org
  45. home.uni-osnabrueck.de mit weiterführenden Links
  46. Fabian Riesterer: Umweltschutz statt Baumbeleuchtung. In: schwarzwaelder-bote.de. 24. November 2018, abgerufen am 27. November 2018.
  47. a b Normen & Verordnungen. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hellenot.org In: hellenot.org, Vorschriften und Richtlinien in weiteren Ländern, abgerufen 28. Oktober 2013
  48. Declaration in Defence of the Night Sky and the Right to Starlight (La Palma Declaration). (Memento des Originals vom 11. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.starlight2007.net (PDF; 1,3 MB) International Conference in Defence of the Quality of the Night Sky and the Right to Observe the Stars, La Palma, Canary Islands, Spain - 2007. Starlight Initiative, La Palma Biosphere Reserve, Government of the Canary Island, La Palma, 2007 – mit dem Originaltext der Deklaration; Weblink: Declaration in Defence of the Night Sky and the Right to Starlight. (Memento des Originals vom 20. August 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.starlight2007.net In: starlight2007.net
  49. Programs to Involve the Public in Dark Skies Awareness during the International Year of Astronomy. Dark Skies Awareness: seeing in the dark (darkskiesawareness.org).
  50. Ley 31/1988 de 31 de octubre, sobre Protección de la Calidad Astronómica de los Observatorios del Instituto de Astrofísica de Canarias. (Ley del Cielo, iac.es)
  51. La Oficina de Protección de la Calidad del Cielo del Norte de Chile – OPCC. opcc.cl
  52. Misure urgenti in Tema di Risparmio energetico ad Uso di Illuminazione esterna e di Lotta all’Inquinamento luminoso Legge n.17 del 27/03/00 della Regione Lombardia (Material in einem Tread auf cielobuio.org).
    Stand 2013: Lombardia 17/00, Emilia-Romagna 113/03, Marche 10/02, Lazio 23/00, Campania 13/02, Veneto 22/97, Toscana 37/00, Piemonte 31/00, Valle d’Aosta 17/98, Basilicata 41/00, Abruzzo 12/05, Umbria 20/05, Puglia 15/05, Friuli–Venezia Giulia 15/07, Liguria 22/07; Leggi contro l’inquinamento luminoso, Pierantonio Cinzano: Inquinamento luminoso in Italia – Light Pollution in Italy (lightpollution.it, mit Übersichtskarte)
  53. Kampf um die Schönheit der Nacht. In: heise.de
  54. 4165. Uredba o spremembah in dopolnitvah Uredbe o emisiji snovi v zrak iz malih in srednjih kurilnih naprav, Stran 11093. Uradni list RS, št. 81/2007 (i. d. g. F. online, uradni-list.si).
    Slowenisches Lichtverschmutzungsgesetz, kuffner-sternwarte.at (inhaltliche Übertragung ins Deutsche);
    Light Pollution Law of Republic Slovenia, 2007. In: amper.ped.muni.cz
  55. Petition 546: Immissionsschutz – Lichtverschmutzung. In: bundestag.de. Deutscher Bundestag, abgerufen am 3. Juli 2016.
  56. Umweltfachstellen der Kantone Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug und Luzern: Merkblatt Lichtverschmutzung: 5-Punkte-Checkliste. Abgerufen am 1. Januar 2019.
  57. Über uns. Projekt schreibt Geschichte. In: Die Helle Not. Abgerufen am 26. Oktober 2013.
  58. Modellstadt Augsburg. (Memento vom 9. Mai 2008 im Internet Archive) Bayerisches Landesamt für Umwelt
  59. Jörn Perske: Der Kampf gegen das Licht. Leitartikel, Südthüringer Zeitung, 27. August 2018.
  60. Die Alpen: Quelle erneuerbarer Energie. (PDF; 5,8 MB) CIPRA, Kanton St.Gallen; Publikation zur Tagung „Wege zur Energiestadt“ vom 3./4. Mai 2012 in St. Gallen
  61. Fabio Falchi, Pierantonio Cinzano, Dan Duriscoe, Christopher C. M. Kyba, Christopher D. Elvidge, Kimberly Baugh, Boris A. Portnov, Nataliya A. Rybnikova, Riccardo Furgoni, 10. Juni 2016: The new world atlas of artificial night sky brightness. In: advances.sciencemag.org doi:10.1126/sciadv.1600377 (12. Juni 2016)