Lidköping

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Lidköping
Wappen von Lidköping
Sweden Västra Götaland location map.svg
Lidköping
Lidköping
Lokalisierung von Västra Götaland in Schweden
Staat: Schweden
Provinz (län): Västra Götalands län
Historische Provinz (landskap): Västergötland
Gemeinde (kommun): Lidköping
Koordinaten: 58° 30′ N, 13° 9′ OKoordinaten: 58° 30′ N, 13° 9′ O
SCB-Code: 5352
Status: Tätort
Einwohner: 22.988 (31. Dezember 2015)[1]
Fläche: 12,82 km²[1]
Bevölkerungsdichte: 1793 Einwohner/km²
Lidköping norra
Koordinaten: 58° 32′ N, 13° 7′ O
SCB-Code: 4486
Status: Tätort
Einwohner: 3819 (31. Dezember 2015)[1]
Fläche: 3,56 km²[1]
Bevölkerungsdichte: 1073 Einwohner/km²
Liste der Tätorter in Västra Götalands län

Lidköping ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Västra Götalands län und der historischen Provinz Västergötland an der Bucht Kinneviken des größten schwedischen Binnensees Vänern. Die Stadt befindet sich an der Mündung des Flusses Lidan in den See und ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lidköping um 1700

Wann Lidköping gegründet wurde, ist unbekannt, aber 1446 erhielt Lidköping die ersten Stadtprivilegien. Ungefähr zu dieser Zeit hatte die Binnenschifffahrt auf dem Vänern an Bedeutung gewonnen, und die Stadt Lidköping wurde zu einer wichtigen Handelsstadt, wobei Getreide und Vieh aus Skaraborg gegen Holz und Eisenerz aus Bergslagen gehandelt wurden.

1670 wurde von Graf Magnus Gabriel De la Gardie eine neue Stadt am westlichen Ufer des Lidan genau gegenüber der alten Stadt Lidköping gegründet. Magnus Gabriel de la Gardie förderte seine neue Stadt, die nach einem streng geometrischen Grundriss angelegt war, aus Kräften, unter anderem ließ er ein Jagdschloss in die neue Stadt transportieren, das als Rathaus dienen sollte. Erst 1705 wurden die beiden Städte vereinigt.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wuchs die Stadt aufgrund des zunehmenden Handels. Danach folgte das weitere Wachstum der allgemeinen Entwicklung. 1849 wurde die Stadt in einem großen Brand teilweise zerstört, konnte sich aber erholen. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Lidköping zu einer wichtigen Industriestadt.

2015 wurde der kleinere, etwas separat in nordwestlicher Richtung am Ufer des Vänern gelegene Teil des Ortes vom Statistiska centralbyrån als eigenständiger Tätort unter der Bezeichnung Lidköping norra („Lidköping Nord“) ausgewiesen. Er umfasst die Ortsteile Arvidstorp, Furuhäll, Stenhammar, Tofta und Ulriksdal.

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lidköping: Altes Rathaus

Von der alten, mittelalterlichen Stadt ist kaum etwas erhalten, da beinahe alles im großen Brand von 1849 zerstört wurde. Einige wenige Häuser sind aber am Limtorget im alten Teil der Stadt, der Gamla Staden östlich des Flusses Lidan erhalten. Die neue, 1670 gegründete Stadt hat einen rechtwinkeligen Grundriss mit einem ungewöhnlich großen Hauptplatz, dem Nya Stadens Torg (deutsch „Neustadtplatz“). Auf diesem Platz befindet sich das alte Rathaus, ein ehemaliges Jagdschloss. Weiterhin gibt es zahlreiche Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Lidköping ist eine wichtige Industrie- und Hafenstadt.

Mit dem Kauf der schmalspurigen Lidköping–Håkantorps Järnväg (HLJ) im Jahre 1902 wurde die Stadt Betreiber einer Eisenbahn, die dafür 1912 die Gründung von Lidköping järnvägar in die Wege leitete, um weitere selbständige Eisenbahngesellschaften zu verwalten. 1948 wurden die Anteile der Gesellschaften im Rahmen der allgemeinen Eisenbahnverstaatlichung an die staatlich Bahngesellschaft Statens Järnvägar abgegeben.

Seit 1911 gibt es eine Porzellanfabrik in Lidköping, die früher zu Rörstrand gehörte, das heute zum Unternehmen Iittala gehört. Sie wurde im Jahr 2006 geschlossen. Ein Museum zeigt die Entwicklung der Porzellanmanufaktur Rörstrand. In Lidköping befindet sich das Vänermuseum.

Die 1875 gegründete Lidköpings Mekaniska Verkstad (heute KMT Precision Grinding) hatte ihren Sitz in Lidköping.[2]

Lidköping kann über den Flugplatz Lidköping-Hovby erreicht werden.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Statistiska centralbyrån: Landareal per tätort, folkmängd och invånare per kvadratkilometer. Vart femte år 1960 - 2015 (Datenbankabfrage)
  2. Lidköpings Mekaniska Verkstads AB, lmv.se (schwedisch)