Ließem (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ließem
Ließem (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ließem hervorgehoben
Koordinaten: 50° 1′ N, 6° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 308 m ü. NHN
Fläche: 2,99 km2
Einwohner: 79 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06569
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 074
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Hubert Metz
Lage der Ortsgemeinde Ließem im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Ließem ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der Südwesteifel, ca. 10 km nordwestlich der Kreisstadt Bitburg. Durch Ließem fließt der Unterlauf des Ehlenzbaches, ein Nebenfluss der Nims. Die Ortschaft wird von der Landesstraße 7 und der Kreisstraße 74 durchquert, deren Kreuzung den Ortsmittelpunkt bildet. Die nächste Anschlussstelle an der Bundesautobahn 60 ist Bitburg in etwa drei Kilometern Entfernung. Von dem 2,99 km² großen Gemeindegebiet wird mit 84 % ein vergleichsweise hoher Anteil landwirtschaftlich genutzt, nur 4 % sind von Wald bestanden (Stand 2012).[2]

Zu Ließem gehören auch die Wohnplätze Heidthof und Aussiedlung Ritter sowie ein Teil von Rittersdell.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 1016 als „Liudesheim“. Zur Nennung eines Schlosses „Leyseim“ als luxemburgischer Lehenssitz des Grafen von Schönecken kam es 1316. Diese ging später in den Besitz des Trierer Kurfürsten Balduin von Trier über, der sie Mitte des 14. Jahrhunderts zerstörte. Die Burg wurde anschließend wieder neugebaut.

Die Herrschaft Ließem gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Herzogtum Luxemburg. Von 1795 bis 1814 gehörte der Ort zunächst zur Republik Frankreich, später zum Französischen Kaiserreich, und war dem Wälderdepartement zugeordnet. Die Ließemer Burg wurde 1803 zum Sitz der Biersdorfer Mairie, die 1816 in die gleichnamige preußische Bürgermeisterei Biersdorf überging. Letztere wurde 1856 von der Bürgermeisterei Bickendorf (ab 1927 Amt) abgelöst, die im Zuge der rheinland-pfälzischen Kommunalreform 1970 mit vier Ämtern zur Verbandsgemeinde Bitburg-Land zusammengeschlossen wurde. Seit dem 1. Juli 2014 gehört die Gemeinde der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

1473 wurden drei abgabenpflichtige Feuerstellen registriert, wenige Jahre später sind es zwei Haushalte. Zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der Ort 76 Einwohner in neun Wohnhäusern. Die Einwohnerzahl stieg bis 1895 auf 110 an, ging nach der Jahrhundertwende bis in die 1970er-Jahre kontinuierlich auf etwa 80 zurück und liegt heute bei 79 (Stand 2015).

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Ließem, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 55
1835 76
1871 95
1905 110
1939 90
1950 89
Jahr Einwohner
1961 95
1970 77
1987 91
1997 94
2005 93
2015 79

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ließem besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem vorsitzenden Ortsbürgermeister.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenamtlicher Ortsbürgermeister ist Hubert Metz, der bei der Kommunalwahl 2014 wegen fehlender Direktkandidaten vom Rat der Gemeinde gewählt wurde.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Hinweis auf die Burg Ließem, die 1525 an die Familie von Enschringen fiel, ist im Schildhaupt der Zinnenschnitt aufgenommen. Das Enschringer Wappen war siebenmal von Gold und Rot geteilt und mit einem schwarzen Löwen überdeckt, so wie im unteren Schildteil dargestellt.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heute vorhandene Burgbau entstand 1953 auf dem Standort der 1353 zerstörten Burg. Innerhalb des Gebäudes gibt es u. a. eine Takenanlage von etwa 1600 sowie zwei reichlich gegliederte Kamineinfassungen aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Vorplatz der Burg befindet sich eine 1893 errichtete Pietà aus Sandstein. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts gehört das Anwesen der Familie Lichter.

Sehenswert sind außerdem die Naturdenkmäler „Platane“ im Burgbereich und die „300-jährige Eiche“ am Hause Johann Meyer sowie die restaurierte Bogenbrücke über den Ehlenzbach.

Siehe auch

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Lichter (1884–1950), Landwirt und Politiker (CDU), geboren in Ließem

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 68 (PDF; 2,4 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Wahl der ehrenamtlichen Orts- und Stadtbürgermeister
  6. Wappenbeschreibung auf den Seiten der Verbandsgemeinde Bitburger Land