Liebe braucht keine Ferien

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Filmdaten
Deutscher Titel Liebe braucht keine Ferien
Originaltitel The Holiday
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2006
Länge 130 Minuten
Altersfreigabe FSK o.A.
JMK uneingeschränkt[1]
Stab
Regie Nancy Meyers
Drehbuch Nancy Meyers
Produktion Nancy Meyers,
Bruce A. Block
Musik Hans Zimmer
Kamera Dean Cundey
Schnitt Joe Hutshing
Besetzung

Liebe braucht keine Ferien (Originaltitel: The Holiday) ist eine amerikanische Filmkomödie von Nancy Meyers aus dem Jahr 2006.

Handlung[Bearbeiten]

Amanda Woods lebt in Los Angeles, Südkalifornien. Sie ist Besitzerin einer Agentur in Hollywood, die Kinotrailer produziert und hat gerade mit ihrem Freund Ethan Schluss gemacht, nachdem dieser ihr einen Seitensprung gestanden hat. Oft hört sie – wenn sie gerade schläft oder wenn etwas Einschneidendes in ihrem Leben passiert – eine Stimme aus einem Kinotrailer, die die Geschehnisse kommentiert.

Ethan macht ihr Vorwürfe, sie sei die einzige Frau, die Schluss mit ihrem Freund machen kann, ohne dabei zu weinen. Woods versucht später, als sie allein ist, vergeblich zu weinen.

Iris Simpkins, die in Surrey lebt, ist Kolumnistin einer Londoner Zeitung. Sie ist seit drei Jahren unglücklich in ihren Kollegen Jasper verliebt, der jetzt seine Verlobung mit einer anderen Frau bekannt gibt. Beide Frauen haben genug von Männern und wollen deswegen Weihnachten möglichst weit weg verbringen. Die Frauen lernen sich über einen Häusertausch im Internet kennen und beschließen, dass jede ihren Urlaub im Haus der anderen verbringt.

Als Amanda am Tag ihrer Ankunft in Surrey wegen der Zeitverschiebung nicht schlafen kann, klopft es an der Tür. Es ist Graham, Iris' Bruder, der, wenn er etwas angetrunken ist, immer bei seiner Schwester übernachtet, weil er nicht mehr mit dem Auto fahren will. Er küsst sie und Amanda sagt plötzlich, sie wolle Sex haben; daraufhin schläft sie mit Graham. Sie plant jedoch ihre Abreise bereits für den nächsten Tag, da sie sich einsam fühlt. Graham kann sie jedoch überzeugen, in Surrey zu bleiben. Sie lernen sich in einem Restaurant näher kennen. Woods erzählt, dass sie im Alter von 15 Jahren die Trennung ihrer Eltern erlebte. Sie weinte danach die ganze Nacht – und später nie wieder. Graham erwidert, er weine häufig.

Iris ist völlig überwältigt von der großen Villa, in der sie jetzt leben kann. In ihrer Nachbarschaft in Los Angeles leben viele berühmte Filmstars. Dort trifft sie den 90-jährigen ehemaligen Drehbuchautor Arthur Abbott, der mittlerweile schon etwas vergesslich wird und mit dem sie sich anfreundet. Abbott, der in Hollywood als Botenjunge begann, kannte Cary Grant und gewann sogar einmal einen Oscar. Das Schreiben hat er vor fast 30 Jahren aufgegeben. Er führt Iris an die alten Hollywood-Klassiker heran, die sie praktisch verschlingt.

Eine weitere Bekanntschaft ist der Filmmusikkomponist Miles, in den sie sich verliebt, obwohl sie weiß, dass er mit der Schauspielerin Maggie zusammen ist. Sie verbringen einige Zeit miteinander. Iris macht ihn mit Arthur bekannt. Arthur wurde inzwischen zu einer Ehrung für sein Lebenswerk eingeladen. Er möchte der Veranstaltung nicht beiwohnen, da er überzeugt ist, kaum jemand werde anwesend sein, doch Iris überredet ihn, die Ehrung anzunehmen. Miles beschließt, für Arthur zu diesem Anlass eine Melodie zu schreiben.

Derweil entwickelt sich in Surrey eine Romanze zwischen Amanda und Graham. Das einzige Hindernis sind Sophie und Olivia, deren Namen Amanda auf dem Display von Grahams Handy sieht. Als sie Graham eines Tages in seinem Haus besucht, findet sie heraus, dass die beiden seine Töchter sind, deren Mutter vor zwei Jahren gestorben ist. Graham erklärt, er wollte seine Töchter nicht mit einer Frau bekannt machen, die sie womöglich nie wieder sehen würden.

Als Maggie Miles mit einem anderen Schauspieler betrügt, verbringt er den Abend zusammen mit Iris, die ihm von ihren Erfahrungen mit Jasper Bloom berichtet. Später an dem Tag ruft Maggie noch einmal an, weil sie Miles angeblich vermisse. Als Iris betrübt wieder in der Villa ist, steht plötzlich Jasper vor der Tür, der, obwohl er immer noch verlobt ist, meint, er habe Iris so sehr vermisst. Während ihres Gespräches wird ihr klar, dass sie über ihn hinweg ist, und sie setzt ihn vor die Tür. Als sie Arthur zu dessen Ehrung, zu der viele Menschen gekommen sind, vor der Writers Guild begleitet, trifft sie dort auch Miles, der endgültig mit Maggie Schluss gemacht hat.

Als der letzte Urlaubstag kommt, verabreden Amanda und Graham, dass sie sich möglichst häufig sehen werden. Im Taxi weint Amanda, was sie seit Jahren nicht mehr konnte. Eine Off-Stimme sagt: Amanda Woods ist wieder da, es ist die Stimme aus den Kinotrailern. Amanda lässt das Auto umkehren, ermahnt den Fahrer zu mehr Eile, steigt aus und rennt den ganzen Weg zurück ins Haus. Dort fällt sie dem ebenfalls weinenden Graham in die Arme. Der Film endet mit der Silvesterfeier in Grahams Haus, an der Amanda und Graham, Iris und Miles, sowie die beiden Mädchen Sophie und Olivia anwesend sind.

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend gemischte bis negative Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 47 %, basierend auf 135 Kritiken.[2] Bei Metacritic konnte ein Metascore von 52 , basierend auf 31 Kritiken, erzielt werden.[3]

Englischsprachige Kritiken[Bearbeiten]

Justin Chang schrieb in der Zeitschrift Variety vom 1. Dezember 2006, Nancy Meyers wisse genau, was Frauen wollen: farbenprächtige Schauplätze, noch mehr farbenprächtige Darsteller, eine sentimentale Liebesgeschichte, die den Zuschauer in den Griff bekomme. Sie verwende diese Formel erneut in diesem Film, der im Allgemeinen gefällig, aber überhaupt nicht überraschend sei. Der überlange Film sei nicht annähernd so klug, wie er scheinen möchte und erliege Klischees, die er vorgebe, zu untergraben. Die beherzte Besetzung umfasse zahlreiche Stars.[4]

Richard Roeper spottete in der Chicago Sun-Times vom 8. Dezember 2006, der Film könne wie Déjà Vu denselben Namen tragen, weil seine Elemente bekannt seien. Die Darstellungen seien gut, der Film sei „kompetent“ und biete Spaß, man könne ihn jedoch schnell vergessen („This is a well-acted, thoroughly pleasant, quite competent and almost instantly forgettable Christmas film“).[5]

Ruthe Stein schrieb in der San Francisco Chronicle vom 8. Dezember 2006, der Film sei ein Film, der sich seit Tatsächlich … Liebe am stärksten auf das Thema der Liebe konzentriere. Es sei für die Regisseurin und Drehbuchautorin Nancy Meyers ihr Stammgebiet. Der Film sei für eine romantische Komödie „lächerlich“ lang und hätte um wenigstens eine halbe Stunde gekürzt werden sollen. Er leide unter seiner „öden“ Vorhersehbarkeit. Die Mimik von Cameron Diaz „verwirre“, Kate Winslet verleihe dem Charakter von Iris „Wärme“ und „Glaubwürdigkeit“.[6]

Deutschsprachige Kritiken[Bearbeiten]

Christian Buß schrieb am 15. Dezember 2006 im Spiegel: „Dass Meyers in ihre Verbeugung vor dem alten Studiosystem Hollywoods einige hübsche Spitzen gegen die gegenwärtige Wertschöpfungsmaschinerie der Filmindustrie eingestreut hat, zeugt von einer gewissen Selbstironie. So wird hier gegen das Kalkül gewettert, mit dem heute Blockbuster in die Kinos gedrückt werden. Gleichzeitig beweist sich aber eben auch Meyers, deren Komödien über eine Milliarde Dollar eingespielt haben und die auf diese Weise zu Hollywoods leading lady in Sachen Regie avancierte, eine beachtliche Geschäftstüchtigkeit.[7]

Das Lexikon des internationalen Films meinte: „Die konventionell, aber sympathisch entwickelte und abwechslungsreich inszenierte Liebeskomödie kann auf eine gut aufgelegte Darstellerriege bauen. Zugleich eine liebevolle Verbeugung vor dem klassischen Hollywood-Kino.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt im Jahr 2007 den Teen Choice Award; Cameron Diaz wurde für den gleichen Preis nominiert. Jude Law und Cameron Diaz wurden 2007 für den Besten Kuss für den MTV Movie Award nominiert. Cameron Diaz wurde 2007 für den ALMA Award nominiert. Kate Winslet wurde 2007 für den Publikumspreis der Irish Film and Television Awards nominiert. 2006 wurde sie als beste Hauptdarstellerin für Little Children nominiert.

Trivia[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  2. Sammlung von Kritiken zu Liebe braucht keine Ferien bei Rotten Tomatoes (englisch)Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/Gleicher Kenner in Wikipedia und Wikidata
  3. Zeitungskritiken zu Liebe braucht keine Ferien auf Metacritic.com (englisch)
  4. Kritik von Justin Chang, abgerufen am 7. Dezember 2007 (Memento vom 24. Mai 2008 im Internet Archive).
  5. Kritik von Richard Roeper
  6. Kritik von Ruthe Stein
  7. Liebe braucht keine Ferien Pressespiegel bei filmzeit.de
  8. The Holiday bei Box Office Mojo (englisch)
  9. Drehorte
  10. Starttermine für The Holiday
  11. www.emanuellevy.com