Lieber tot als rot

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Lieber tot als rot“ (englisch Better dead than red) war ein antikommunistisches Schlagwort in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges sowie in den USA und anderen Ländern während des Kalten Krieges. Im Radio Werwolf, in dem Adolf Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels zahlreiche Durchhalteparolen verbreiten ließ, soll das Schlagwort erstmals öffentlich verwendet worden sein.[1] Die Propaganda sollte deutsche Soldaten und Zivilisten dazu motivieren, die Rote Armee bis zum eigenen Tode zu bekämpfen.

Lieber rot als tot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Wiederbewaffnungsdiskussion (1949 bis 1956) in der Bundesrepublik wurde die Parole in den Slogan „Lieber rot als tot“ umgewandelt.[A 1] Während der Nachrüstungsdebatte um den NATO-Doppelbeschluss lebte sie wieder auf.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eine Geliebte von John F. Kennedy, US-amerikanischer Präsident, berichtete 2012 in ihren Memoiren folgendes: Kennedy habe während der Kubakrise zu ihr gesagt, er würde seine Kinder „lieber rot als tot“ sehen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Trees, Charles Whiting: Unternehmen Karneval: der Werwolf-Mord an Aachens Oberbürgermeister Oppenhoff, Triangel-Verlag 1982, S. 236
  2. Jörg Isringhaus: John F. Kennedys Geliebte packt aus. Am 9. Februar 2012 auf rp-online.de, abgerufen am 24. Oktober 2018