Life/Work-Planning

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Life/Work-Planning (L/WP) ist ein Verfahren für die persönliche berufliche Planung. Die humanistische Prägung des Systems zielt darauf ab, „Hilfe für Jobsuchende“[1] zu schaffen. Das Besondere an diesem Prozess ist die Konsequenz, mit der die jobsuchende Person als fester Mittelpunkt aller Aktivitäten betrachtet wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Life/Work-Planning (L/WP) ist ursprünglich im Rahmen von Projekten der amerikanischen evangelischen Kirchen entstanden. Anfang der 1970er Jahre besuchte Richard Nelson Bolles, ein Pastor der episkopalen Kirche, namhafte arbeitswissenschaftliche Institute in den USA. In seinem Buch What Color Is Your Parachute? trug er die Instrumente und Vorgehensweisen zusammen, die ihm empfohlen wurden. Hieraus entwickelte er das Planungsverfahren L/WP.

Methodik und Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Methodik von L/WP befasst sich mit drei Hauptfragen: das „Was?“, das „Wo?“ und das "„Wie?“. Im Baustein „Was?“ analysiert man anhand von ausführlichen biografischen Bögen sein eigenes Können. Der zweite Baustein „Wo?“ ist die Frage nach der bevorzugten Umgebung für die Arbeit. Man erarbeitet ein spezifisches Profil für die Zielfirma und dieses Profil erlaubt eine zielgenaue empirische Untersuchung des Arbeitsmarktes. „Wie?“ lautet der dritte Baustein im System; und zwar im Sinne von: „Wie komme ich an eine solche Stelle heran?“

Ausbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute bieten Hochschulen, Sekundarschulen und Beratungsstellen rund um die Welt L/WP-Veranstaltungen an. Die ersten Seminare in Europa fanden 1975 unter der Leitung des Schweizers Daniel Porot statt. 1982 führte der Schotte Walt Hopkins die Kurse in England ein. Die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster war 1995 die erste deutsche Hochschule, die L/WP-Seminare als öffentlich zugängliche Weiterbildungsangebote veranstaltete. 1997 folgte die Universität Bremen, 1998 die Ruhr-Universität Bochum, 2000 die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover und 2001 begannen die Freie Universität Berlin und die Karl-Franzens-Universität Graz (Österreich) mit eigenen L/WP-Seminaren. Seit 2012 finden L/WP-Seminare an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main statt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Hilfe für Jobsuchende“ (PDF-Datei)