Lighttpd

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Lighttpd
Lighttpd Logo.svg
Entwickler Jan Kneschke[1]
Aktuelle Version 1.4.45
(14. Jan. 2017)
Betriebssystem Unix-Derivate
Programmiersprache C
Kategorie Webserver
Lizenz BSD-Lizenz
deutschsprachig nein
www.lighttpd.net

Lighttpd (zumeist gesprochen als Lighty) ist ein von Jan Kneschke entwickelter freier Webserver. Er implementiert alle wichtigen Funktionen eines Webservers und kann, ähnlich wie Apache, durch Module erweitert werden.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Server setzt auf asynchrone Kommunikation und bearbeitet mehrere Anfragen in einem einzigen Betriebssystem-Prozess. Dadurch ist der Webserver in der Lage, mehrere parallele Anfragen effizienter zu bearbeiten und CPU und Arbeitsspeicher weniger zu belasten als ein Multi-Prozess-Design etwa beim Apache Webserver. Dies lohnt sich besonders beim gleichzeitigen Zugriff auf große Dateien von vielen Benutzern.

PHP wird mittels FastCGI angebunden. Perl, Python oder Ruby können auch über die SCGI-Schnittstelle angesprochen werden. Seiten können über das Modul CML (ursprünglich: Cache Meta Language) in Lua automatisch erzeugt werden, auch Server Side Includes werden durch ein Modul unterstützt.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das LAMP-Bündel ist durchaus auch mit Lighttpd machbar (hier zusätzlich mit Squid). Eine Hochleistungs- und Hochverfügbarkeits-Lösung für die feind­selige Internet-Umgebung. Setzt sich aus­schließlich aus freier Software zusammen.

Lighttpd verbreitet sich laut Netcraft schnell und schaffte im „Web Server Survey“ vom März 2007 mit ca. 1,4 Millionen Domains den Sprung auf den 4. Platz der Rangliste.[2] Bei dieser Wertung gehen allerdings auch etliche „geparkte“ Domains ein, von denen oft Tausende auf einem Server liegen,[3] wodurch der Wechsel großer Domainhändler sich stark auf die Zahlen auswirken kann. Im August 2010 lag die Verbreitung bei 1,8 Millionen Domains.[4]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. About Jan Kneschke. In: kneschke.de. Abgerufen am 21. April 2017 (englisch).
  2. Jens Ihlenfeld: Rasanter Aufstieg für Lighty. In: Golem.de. 2. April 2007, abgerufen am 21. April 2017.
  3. (Jan Kneschke): Lighttpd Powers 6 Alexa Top 250 Sites. In: blog.lighttpd.net. 28. Dezember 2006, abgerufen am 21. April 2017 (englisch).
  4. August 2010 Web Server Survey. In: Netcraft. 11. August 2010, abgerufen am 21. April 2017 (englisch).