Lygourio

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Lygourio
Λυγουριό
Lygourio (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat Griechenland
Region Peloponnes
Regionalbezirk Argolis
Gemeinde Epidavros
Gemeindebezirk Asklipiio
Stadtbezirk Asklipiio
Geographische Koordinaten 37° 37′ N, 23° 2′ OKoordinaten: 37° 37′ N, 23° 2′ O
Höhe ü. d. M. 355 m
(Zentrum)
Einwohner 2482 (2011[1])
LAU-1-Code-Nr. 4103010101
Die Johannes-Kirche mit antiken Spolien
Die Johannes-Kirche mit antiken Spolien

Lygourio (griechisch Λυγουριό (n. sg.), Transkr. auch Ligourio; altgriechisch Lēssa Λῆσσα) ist ein Handelszentrum an der Straße von Nafplio zum Asklepieion von Epidauros in der Peloponnes (Griechenland).

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

mykenische Brücke bei Lygourio

Einige Kilometer hinter Lygourio Richtung Nafplio wird ein kleines Tal rechts der Straße von einer Brücke überspannt. Ihr grobes Mauerwerk und die Bauweise aus überkragenden Steinen weisen auf einen mykenischen Ursprung hin, zumal die meisten Straßen der Argolis bereits in mykenischer Zeit entstanden sind.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort, der zur Großgemeinde Epidavros gehört, beherbergt ein naturhistorisches Museum mit 4500 Exponaten aus aller Welt. Kunstgeschichtlich interessant sind vor allem drei Kirchen:

  • Die Kirche des Heiligen Johannes des Barmherzigen aus dem Jahr 1209. In der Mauer sind zahlreiche antike Spolien aus dem nahen Asklepieion zur Verzierung eingebaut. Auffällig ist auch, dass der Baumeister Theophylaktos von Kea sich mit einer Inschrift auf der Außenseite verewigt hat. Die Kirche befindet sich im Dorf direkt an der Hauptstraße.
  • Ebenfalls mitten im Dorf, etwas abseits der Hauptstraße, befindet sich die Kirche Panagitsa von 1701 mit sehr schönen Fresken und antiken Spolien.
  • Etwas außerhalb des Dorfes findet man die Kirche der Agia Marina von 1713. Gebaut an der Stelle eines Athena-Tempels, enthält auch sie antikes Material. So wird der achtseitige Tambour (Architektur) von vier antiken Säulen getragen, von denen eine kanneliert ist. Fresken und Ikonostase sind gut erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Στέφανος Γ. Ψιμένος· Ανεξερεύνετη Πελοπόννησος , Εκδόσεις ROAD, Αθήνα 1998, σελ.187–188, ISBN 960-8481-09-0.
  • Richard Speich:Peloponnes, Kunst und Reiseführer mit Landeskunde, Kohlhammer Verlag Stuttgart 1980, S. 183–184. ISBN 3-17-010031-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)