Lika-Bahn

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Lika-Bahn[1]
Map Lika railway.png
Kursbuchstrecke:70 (HŽ)
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Oštarije–Knin
Streckennummer:M604
Streckenlänge:218,653 km
Streckenklasse:C4
Höchstgeschwindigkeit:65–100 km/h
Ogulin–Krpelj
Streckennummer:M605
Streckenlänge:6,118[2] km
Streckenklasse:B2
Höchstgeschwindigkeit:30 km/h
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von Zagreb
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527,325
0,000
Oštarije
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0,821
5,857
Abzw. Krpelj
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533,454
0,051
Ogulin
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nach Rijeka
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7,777 Oštarije-Ravnice
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8,920 Šušnjevo Selo
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10,484 Josipdol
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17,510 Vojnovac
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20,124 Lički Podhum
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22,646 Latin
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26,938 Plaški
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33,374 Plavča Draga
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37,268 Blata
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45,651 Lička Jesenica
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52,451 Javornik
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60,563 Rudopolje
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68,299 Vrhovine
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78,290 Sinac
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81,148 Ramljani
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83,435 Ličko Lešće
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88,743 Janjče
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93,844 Studenci
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101,547 Perušić
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107,165 Lički Osik
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115,663 Gospić
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120,962 Bilaj-Ribnik
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129,284 Medak
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133,543 Kruškovac
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137,392 Raduč
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144,058 Lovinac
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147,622 Ličko Cerje
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151,909 Ričice
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155,332 Štikada
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159,615 Gračac
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167,897 Cerovac
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175,901 Malovan
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186,191 Zrmanja
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194,216 Pribudić
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197,808 Prljevo
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202,891 Plavno
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206,658 Oton
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209,829 Pađene
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215,727 Stara Straža
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von Novi Grad
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von Zadar
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223,689 Knin
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nach Split und Šibenik

Die Lika-Bahn ist eine Bahnstrecke in Kroatien, die ungefähr 220 Kilometer lang, eingleisig und nicht elektrifiziert ist.[1] Sie stellt die Verbindung zwischen der Bahnstrecke Zagreb–Rijeka und dem Eisenbahnknoten Knin her. In der amtlichen kroatischen Streckenklassifizierung ist sie Teil der Bahnstrecke M604 Oštarije–Split[2]. Benannt wurde sie nach der Region Lika, in ihrem Verlauf durchquert bzw. berührt sie 4 Gespanschaften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1866 verlangte der österreichische Handelsminister Bernhard von Wüllerstorf-Urbair in einem Memorandum die Errichtung einer Eisenbahn durch die Lika. Neben der Finanzierungsfrage war in der Folge vor allem der Umstand problematisch, dass im Zuge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs Kroatien 1867 ungarisch wurde (siehe Kroatien in der Donaumonarchie) und Dalmatien dadurch vom österreichischen Stammland territorial getrennt wurde. Bis 1913 dauerte der Streit zwischen Österreich und Ungarn um die Trassenführung durch die Lika, bevor der Bau beginnen konnte. Dann behinderte der Erste Weltkrieg das Projekt. 1925 konnte die Strecke dem Verkehr übergeben werden.

Während des Kroatienkrieges 1991 bis 1995 hat die Strecke sehr schwer gelitten; bis heute sind zerstörte Gebäude entlang der Strecke zu sehen. In Lički Osik befindet sich neben der Strecke noch ein Minenfeld. Die Linie selbst wurde seit Kriegsende wiederaufgebaut und ausgebaut. Auch der Betrieb erfolgt heute nach den modernen Maßstäben.

Heutiges Verkehrsangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2005 wird die Relation Zagreb–Split durch die Kroatischen Eisenbahnen (HŽ) mit Neigetechnik-Zügen der Baureihe 7123 bedient. Die Züge verkehren als sogenannter ICN (InterCity Nagibni). Im Jahresfahrplan 2013 verkehren täglich zwei Zugpaare. Das Fernverkehrsangebot zwischen Zagreb, Karlovac, Knin und Split wird ergänzt durch mehrere lokbespannte Schnell- und Nachtzüge, wobei ein Zugpaar auch Autoreisezugwagen mitführt. Saisonal werden auch Kurswagenverbindungen von und nach Budapest angeboten, einmal wöchentlich auch nach Moskau. Darüber hinaus verkehren im Abschnitt Ogulin–Vrhovine mehrere Zugpaare des Schienenpersonennahverkehrs.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b HŽ Infrastruktura d.o.o.: Izvješće o mreži 2014, HŽ Infrastruktura d.o.o., Zagreb 5. Dezember 2012, abgerufen am 28. Juni 2013
  2. a b Vlada Republike Hrvatska: Odluka o razvrstavanju željezničkih pruga Regierung der Republik Kroatien: Beschluss über die Einteilung der Eisenbahnstrecken vom 12. Juli 2006, abgerufen am 28. Juni 2013
  3. HŽ Putnički prijevoz d.o.o.: Vozni red 9.XII.2012. - 14.XII.2013., Zagreb 2012.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helena Bundjevac: Najskuplja zeljeznica na svijetu. In: EuroCity 3 (2003), S. 80 ff.
  • Elmar Oberregger: Die wichtigsten Hauptbahnen. Sattledt 2007 (Zur Eisenbahngeschichte des Alpen-Donau-Adria-Raumes 3).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lika-Bahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien