Lilian Uchtenhagen

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Lilian Uchtenhagen (undatiert)
Lilian Uchtenhagen (2009)

Lilian Uchtenhagen-Brunner (* 7. September 1928 in Olten; † 6. September 2016 in Zürich[1]) war eine Schweizer Politikerin (SP).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uchtenhagen stammte aus einem bürgerlichen Elternhaus, ihre Eltern betrieben in Olten ein Modegeschäft. Sie selbst absolvierte die Handelsschule, machte 1947 an der Ecole Supérieure de Commerce die Matura und studierte Staatswissenschaften an der Universität Basel und an der London School of Economics und schloss mit einer Doktorarbeit über die Grenzen der Staatsverschuldung ab.

1970 trat sie der SP der Stadt Zürich bei. Zu diesem Schritt veranlasste sie die Aufforderung des Rektors der Kaufmännischen Schule, an der sie unterrichtete, ihm den Namen einer Schülerin bekanntzugeben, die an der Schule ein Flugblatt verfasst hatte. Sie weigerte sich, dies zu tun, trotz Kündigungsandrohung seitens des Rektors.

Nach Einführung des Frauenstimmrechts wurde Uchtenhagen zuerst 1970 in den Gemeinderat von Zürich und im November 1971 als eine der ersten Frauen in den Nationalrat gewählt. 1983 nominierte sie ihre Partei als Kandidatin für die Wahl in den Bundesrat, in dem sie das erste weibliche Mitglied gewesen wäre. Die bürgerliche Parlamentsmehrheit wählte stattdessen den nicht nominierten Otto Stich zum Nachfolger von Willy Ritschard. Uchtenhagen trat im November 1991 nach zwanzig Jahren im Nationalrat nicht mehr zur Wiederwahl an.

Uchtenhagen war von 1981 bis 1997 Verwaltungsratspräsidentin bei Coop Zürich LVZ, von 1998 bis 2003 Präsidentin von Swissaid.

Sie war verheiratet mit dem Psychiater Ambros Uchtenhagen. Sie starb im September 2016 kurz vor ihrem 88. Geburtstag in Zürich.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lilian Uchtenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Res Strehle: Links und gesellschaftlich liberal – ohne Widerspruch. Nachruf in: Tages-Anzeiger vom 8. September 2016, abgerufen am 9. September 2016.