Lilli Gruber

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Lilli Gruber, 2013
Lilli Gruber mit Francesco Gaetano Caltagirone in der Kulisse ihrer Sendung

Dietlinde (genannt Lilli) Gruber (* 19. April 1957 in Bozen) ist eine italienische Journalistin, Moderatorin und Politikerin aus Südtirol.

Leben[Bearbeiten]

Von Beruf Journalistin, war sie als seinerzeit erste Frau in Italien über etliche Jahre Moderatorin der Hauptnachrichtensendung tg1 des italienischen Staatsfernsehens RAIUno, war aber auch als Journalistin in ausländischen Krisengebieten tätig. Außerdem hat Lilli Gruber mehrere Sendungen für das deutsche Privatfernsehen produziert; 1996 war sie Moderatorin von FOCUS-TV.[1]

Das Fernsehen verließ sie im Vorfeld der Europawahlen, wobei sie die durch die Regierung Berlusconi immer weiter eingeschränkte Pressefreiheit kritisierte. Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 2004 konnte sie in der italienischen Hauptstadt Rom das Duell ihrer Partei, des Linksbündnisses L’Ulivo, gegen Berlusconis Forza Italia klar für sich entscheiden. Insgesamt hat „Lilli, die Rote“, wie sie auch genannt wird, so viele Vorzugsstimmen wie kein anderer Kandidat bei jener Wahl erhalten. Auch in ihrem Heimatland Südtirol konnte sie zahlreiche Stimmen an sich binden.

Im Europäischen Parlament in Straßburg gehörte sie der Fraktion der Sozialdemokraten (SPE) an. Sie stand den Linksdemokraten nahe, distanzierte sich jedoch 2007 anfänglich von deren Fusion mit der Mittepartei La Margherita zum Partito Democratico. Im September 2008 gab Lilli Gruber bekannt, bei den für 2009 anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament nicht mehr zu kandidieren und sich wieder dem Journalismus zu widmen. Bereits Mitte September 2008 übernahm sie die Moderation des Hintergrundmagazins Otto e mezzo auf dem italienischen Privatsender La 7.

Im November 2003 wurde ihr von Präsident Carlo Azeglio Ciampi auf dessen Initiative hin die unterste Stufe des Verdienstordens der italienischen Republik verliehen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Focus: Medienstar Lilli Gruber dreht auf; abgerufen am 29. Dezember 2009.
  2. Presidenza della Repubblica. Onorificenze. Conferimenti

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lilli Gruber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien