Limabohne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Limabohne
Limabohne (Phaseolus lunatus), Samen

Limabohne (Phaseolus lunatus), Samen

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Phaseoleae
Gattung: Phaseolus
Art: Limabohne
Wissenschaftlicher Name
Phaseolus lunatus
L.
Phaseolus lunatus

Die Limabohne (Phaseolus lunatus), auch Mondbohne genannt, ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Diese Nutzpflanze ist nahe verwandt mit einer Reihe anderer „Bohnen“ genannter Feldfrüchte. Es gibt eine groß- und eine kleinsamige Unterart, die manchmal als Limabohne (groß) und Mondbohne (klein) unterschieden werden.

Limabohnen in einem Samenkatalog von 1894

Phaseolus lunatus stammt aus den Anden und Mittelamerika. Man nimmt an, dass die Kultivierung an beiden Orten unabhängig voneinander begann. In den Andes um 2000 v. Chr.,[1], wo eine großsamige Varietät entstand (Lima-Typ), und um 800 in Mittelamerika, wo eine kleinsamige Varietät (Sieva-Typ) entstand.[1] Um 1300 hatte sich der Anbau bis nördlich des Rio Grande ausgebreitet.[1]

Sie braucht ausreichend Wärme, und kann daher in Mitteleuropa nur bedingt wirtschaftlich angebaut werden.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Limabohne ist eine buschige, einjährige oder rankende, ausdauernde krautige Pflanze, deren Stängel Längen von 2 bis zu 4 Meter erreichen kann. Die Kronblätter sind meist hell-grün, manchmal violett.

Die meist gekrümmten Hülsenfrüchte sind 5 bis zu 15 Zentimeter lang, 1,5 bis 2,5 Zentimeter breit und enthalten zwei bis vier Samen. Die in ihrer Form, Größe und Farbe sehr variablen Samen sind 1 bis 3 Zentimeter lang, oval bis rund, und weiß oder dunkel gefärbt.

Dunkel gefärbte Samen enthalten Linamarin, ein cyanogenes Glycosid, aus dem Blausäure entstehen kann. Samen mit weißer Schale gelten als unbedenklich.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Jenny R. Motta-Aldanaa, Martha L. Serrano-Serranoa, Jorge Hernández-Torresa, Genis Castillo-Villamizara, Daniel G. Debouckb, Maria I. ChacónS: Multiple Origins of Lima Bean Landraces in the Americas: Evidence from Chloroplast and Nuclear DNA Polymorphisms. In: Crop Science Society of America (Hrsg.): Crop Science. 50, Nr. 5, 2010, S. 1773–1787. doi:10.2135/cropsci2009.12.0706.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Limabohne – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien