Limahl

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Limahl in England, 2007

Limahl (* 19. Dezember 1958 in Wigan, Lancashire, Vereinigtes Königreich; eigentlich Christopher Hamill) ist ein britischer Popsänger.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980er Jahre: Beginn der Karriere und Erfolge mit Kajagoogoo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chris Hamill begann seine musikalische Laufbahn 1980, als er unter seinem bürgerlichen Namen die Single It’s Christmas veröffentlichte. Der Durchbruch gelang ihm jedoch als Sänger der Band Kajagoogoo. Die vier anderen Bandmitglieder suchten über eine Anzeige in verschiedenen Musikmagazinen einen Frontmann, der singen können und gut aussehen sollte. Hamill änderte seinen Namen in Limahl, ein Anagramm seines Nachnamens, und meldete sich auf die Anzeige.

Kajagoogoos Debütsingle Too Shy stürmte kurz nach Veröffentlichung Anfang 1983 auf Platz Eins der britischen Charts und verkaufte sich weltweit über vier Millionen Mal. Nach zwei weiteren Hits (Ooh to Be Ah und Hang On Now) verließ Limahl nach bandinternen Differenzen 1983 die Band und startete eine Solokarriere.

Mit den Singles Only for Love und Too Much Trouble gelangen ihm erste Erfolge. Den größten Hit seiner Karriere landete er jedoch in Zusammenarbeit mit Giorgio Moroder 1984 mit The Never Ending Story, dem Titelsong zur US-Version des Films Die unendliche Geschichte. Moroder produzierte 1986 ein weiteres Album von Limahl mit dem Titel Colour All My Days und dem kleineren Hit Love In Your Eyes.

Die Single Inside to Outside von 1986 ist eine Coverversion des Titels der deutschen Gruppe Lake von deren Album So What! aus dem gleichen Jahr.

1990er Jahre: Comebackversuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1990er Jahre versuchte Limahl, mit Too Shy ’92 an den Erfolg früherer Tage anzuknüpfen. Dem dazugehörigen Album Love Is Blind war dies jedoch nicht vergönnt. Während Don’t Suppose ein Top-10-Album mit Platz 6 in deutschen Charts wurde und Colour All My Days immerhin den Sprung auf Platz 45 schaffte, konnte Love Is Blind nicht überzeugen und tauchte gar nicht in den Top 100 auf. Für den japanischen Markt wurde eine um zwei Bonustracks erweiterte Version des Albums herausgebracht.

Seit den 1990er Jahren und seinem Coming Out tritt Limahl hauptsächlich bei 80s-Revival-Shows auf.

Seit 2000: Musicals, Comebackshows und Neugründung von Kajagoogoo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2000/2001 spielte er eine Hauptrolle im Musical What a Feeling. 2004 nahm er an der deutschen Show Comeback – Die große Chance teil, in der er den vierten Platz belegte.

Im Jahr 2006 brachte Limahl eine neue Single heraus: Tell Me Why. Es folgte ein Best-of-Album. Das dazugehörige Video des Künstlers ist über seine Website zu erreichen. Anfang 2008, 25 Jahre nach dem Weggang von Kajagoogoo, schloss sich Limahl seiner alten Band wieder an. Ende 2009 wurden die beiden Alben Don’t Suppose und Colour All My Days als Download mit Bonus-Remixes und 12"-Versionen veröffentlicht.

Im Dezember 2012 nahm er als Kandidat der britischen Reality-Show I’m a Celebrity…Get Me Out of Here! teil, dem Vorbild für die deutsche Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! und belegte von 12 Kandidaten den 10. Platz.[1]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1984 Don’t Suppose 6
(18 Wo.)
10
(14 Wo.)
6
(8 Wo.)
63
(3 Wo.)
41
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1984
1986 Colour All My Days 45
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1986

weitere Alben

  • 1992: Love Is Blind

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993: The Singles and More (Kajagoogoo und Limahl)
  • 1996: The Best of Limahl
  • 1996: The Best Of (Kajagoogoo und Limahl)
  • 1998: Limahl’s Greatest Hits
  • 2000: Kajagoogoo & Limahl (Kajagoogoo und Limahl)
  • 2002: Never Ending Story
  • 2003: The Very Best of Kajagoogoo and Limahl (Kajagoogoo und Limahl)
  • 2009: Too Shy: The Best of Kajagoogoo & Limahl (Kajagoogoo und Limahl)
  • 2012: The Hits (Kajagoogoo und Limahl)
  • 2014: Original Album Series (Kajagoogoo und Limahl) (Box-Set)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1983 Only for Love 8
(17 Wo.)
9
(8 Wo.)
5
(10 Wo.)
16
(9 Wo.)
51
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1983
1984 Too Much Trouble 26
(9 Wo.)
64
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1984
1984 The NeverEnding Story 2
(22 Wo.)
2
(16 Wo.)
3
(14 Wo.)
4 Silber
(14 Wo.)
17
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1984
1984 Tar Beach 30
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1984
1986 Love in Your Eyes 28
(13 Wo.)
26
(4 Wo.)
80
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1986
1986 Inside to Outside 57
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1986
2004 Survivor 22
(6 Wo.)
50
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2004[4]
als Comeback United (mit Haddaway, Chris Norman, C. C. Catch u.a.)
2006 Tell Me Why 96
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 2006

weitere Singles

  • 1980: It’s Christmas (als Chris Hamill)
  • 1981: Angel (als Chris Hamill)
  • 1986: Colour All My Days (Da color a mis días)
  • 1986: No lo pienses mas (spanische Version von Colour All My Days)
  • 1991: Stop (Bassline feat. Limahl)
  • 1991: Maybe This Time (Bassline feat. Limahl)
  • 1992: Love Is Blind
  • 1992: Too Shy ’92 Remix
  • 1996: Walking in Rhythm (Shy Guy feat. Limahl)
  • 2006: Too Shy (vs. Julian Créance)
  • 2008: Too Shy 2008 (Physics feat. Limahl)
  • 2009: Superior Love (The Dark Side) (Sara Noxx feat. Limahl feat. 18 Summers)
  • 2012: 1983
  • 2012: London for Christmas

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Erstauflage von Limahls Debüt-Album Don’t Suppose war sein späterer weltweiter Hit The Never Ending Story gar nicht vorhanden. Auf Seite A der LP, Track 5 befindet sich The Greenhouse Effect. Erst spätere Version des Don’t Suppose – Longplays mit verändertem Tracklisting avancierte zum Mega-Seller und das ausgetauschte The Greenhouse Effect wurde auf der Single Tar Beach auf die B-Seite gepresst.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kandidatenprofil bei ITV
  2. a b Chartquellen: Singles / Comeback United / Alben / UK / Billboard 200
  3. Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK
  4. VÖ-Datum von "Survivor" (Comeback United)
  5. BRAVO Otto Sieger 1983
  6. BRAVO Otto Sieger 1984

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]