Limbach (Limbach-Oberfrohna)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Limbach
Koordinaten: 50° 51′ 12″ N, 12° 46′ 30″ O
Höhe: 384 m ü. NHN
Fläche: 7,05 km²
Einwohner: 11.921 (27. Jun. 2013)
Bevölkerungsdichte: 1.691 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Postleitzahl: 09212
Vorwahl: 03722
Limbach (Sachsen)
Limbach

Lage von Limbach in Sachsen

Rittergut Limbach, Herrenhaus, heute Stadtverwaltung

Limbach ist der größte Stadtteil von Limbach-Oberfrohna im Landkreis Zwickau, Sachsen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Limbach liegt direkt am Stadtteil Oberfrohna. Die Bebauungen gehen ineinander über. Der Ort liegt im Bereich der „Limbacher Platte“, in südlicher Richtung schließt sich das Naturschutzgebiet „Limbacher Teiche“ an. Durch Limbach führen die Staatsstraßen 242, 244, 248 und 249.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Limbach im Jahre 1248. Der Begründer der heimischen Wirkerei, Johann Esche, wurde 1682 in Köthensdorf, das zur Rittergutsherrschaft Limbach gehörte, geboren. Die Industrie, nämlich als Strumpfwirkerei, hielt durch die Nachkommen Esches im 18. Jahrhundert Einzug und beschleunigte den Wandel vom Dorf zur Stadt. Seit Ende des 18. Jahrhunderts gewann besonders die Handschuhfertigung an Bedeutung, so dass die Strumpfwirkerei bald zurückgedrängt wurde. Dennoch gelang es den Limbacher Firmen, ihre führende Position in der Branche zu behaupten. Ausdruck dafür ist die Goldmedaille auf der Weltausstellung 1904 in St. Louis, die die Firma Rätzer erhielt. Am 6. April 1869 wurde die erste „Fachschule für Strumpfwirkerei“ unter der Leitung von Prof. Gustav Willkomm eröffnet. Zur Unterbringung der Arbeiter wurden (später) 68 Häuser erbaut, der Helenen- und Dorotheenberg.

Der Ort gehörte bis 1856 zum Amt Chemnitz, seitdem war er Sitz des Gerichtsamts Limbach. Seit 1875 gehörte Limbach zur Amtshauptmannschaft Chemnitz, ab 1952 zum Kreis Chemnitz-Land (1953 umbenannt in Kreis Karl-Marx-Stadt-Land). Limbach erhielt 1883 die Stadtrechte. 1912 ging das Rittergut in den Besitz der Stadt über und dient seitdem als Rathaus.

Durch Beschluss der SED erfolgte am 1. Juli 1950 der Zusammenschluss der beiden Städte Limbach und Oberfrohna zur Stadt Limbach-Oberfrohna.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eisenbahnstrecke Limbach–Wittgensdorf wurde 1872 eröffnet. Die Eisenbahnstrecke nach Wüstenbrand kam 1897 hinzu. Eine Verbindung nach Oberfrohna existierte ab 1913. Die Strecken sind mittlerweile stillgelegt. Seit dem 10. August 1906 besteht eine Omnibuslinie über Burgstädt nach Mittweida. Die Automobil-Omnibus-Aktiengesellschaft Mittweida-Burgstädt-Limbach betrieb damit die erste öffentliche Omnibuslinie im Königreich Sachsen. Diese Linie verkehrt noch heute neben weiteren Omnibuslinien durch Limbach.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Landkreis Chemnitz in historischen Ansichten. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1992, ISBN 3-89264-730-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Limbach (Limbach-Oberfrohna) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien