Limburgischer Löwe

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Limburgischer Löwe

Der Limburgische Löwe ist in der Heraldik ein Wappentier und somit eine Gemeine Figur.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dargestellt wird in Silber ein roter doppelschwänziger goldgekrönter und so gezungter und bewehrter Löwe.

Seinen Anfang nimmt er mit Theoderich.

Als der erste Herr auf dem neuen Schloss Hohen-Limburg nennt er sich Graf von Limburg. Seine geerbte Wappenrose ändert er in den limburgischen Löwen. Die Rose ist als Isenburger Rose in die Geschichte eingegangen. Sie ist aus dem Wappen seines Vaters, dessen Herrschaft auf dem später teils zerstörten Schlosses Isenburg a. d. Ruhr endete. Der Niedergang der Schlösser Nienbrugge a. d. Lippe und Isenburg a. d. Ruhr hing mit dem Mord durch Friedrich II. an den Erzbischof von Köln Engelbert zusammen. Später bildeten sich auch zwei Linien des Hauses: die limburgische und styrumsche.

Um sich von ihrem Limburger Stammhaus zu unterscheiden, fügten die Edelherren von Frenz, als Frenzer bekannt, ihrem Wappen den Turnierkragen hinzu. 1217 erfolgte die eheliche Verbindung der Erbtochter Irmgard von Berg mit Herzog Heinrich von Limburg. Den Limburgischen Löwen ohne Turnierkragen mit fünf Lätzen führte wahrscheinlich schon Graf Wilhelm (ein Sohn Adolfs VII.). Das hing mit dem Aussterben der limburgischen Linie zusammen. Die limburgische Linie starb in der vierten Generation um 1508 mit Johann III. aus. Eine Vereinigung mit Brabant (Brabanter Löwe) blieb nicht aus. Der Limburger und der Brabanter Löwe sind auf einem Kerpener Schöffensiegel von 1306 nachzuweisen.

In einem Gedicht, das die Herkunft des Löwen beschreibt, heißt es:

… Schön Irmengard vom Erker auf Limburgs Löwen schaut,
Es pocht so rasch im Busen der angsterfüllten Braut;
Der Löwe, Limburgs Wappen, glänzt auf so manchem Schild,
Doch mißt sie an den Helmen die Rose duftig mild……

– Mit „Rose“ ist die Isenburger Rose gemeint.[1]

Vermutungen über die Zweischwänzigkeit des Löwens gehen auf den Löwen im Wappen der Grafen von Luxemburg und der Herzöge des Hause Limburgs zurück, die 1214 die Vereinigung beider Herrschaften vollzogen. Es sollte damit ein Unterschied gezeigt werden.

1226 erbte Heinrich das Herzogtum Limburg/Maas. Er fügte dem Wappen von Bergen (zwei doppelt gezinnte rote Querbalken auf Silber) den roten aufsteigenden Limburger Löwen im silbernen Feld hinzu. Die Grafen von Berg führten anfänglich den doppelgezinnten Querbalken im Wappen. Das Wappenbild wurde dem Opladener Stadtwappen als Symbol der Burg entlehnt.

Der rote Limburger Löwe ist bis heute in vielen Wappen der Städte und Gemeinden des Bergischen Landes zu finden und wird nun als Bergischer Löwe bezeichnet. Der Bergische Löwe ist eigentlich der Herkunft nach ein Limburger Löwe. Der rote, doppelschwänzige Limburger Löwe im silbernen Wappen wurde zum neuen Wappentier des neuen bergischen Stammsitzes. Für das Bergische Land wurde er zum neuen Symbol.

Ratingen erhielt 1276 die Stadtrechte und führt seitdem den Löwen aus dem Wappen der Verleiher der Grafen von Berg. Auf einem Ratinger Stadtsiegel, überliefert von Adolf V. von Berg, war der nach rechts gewendete und bekrönte Löwe mit dem gezinkten Balken, dem Turnierkragen ähnlich, zu sehen.

Das heutige Wappen der belgischen Provinz Limburg zeigt immer noch im silbernen Feld den roten, jetzt goldgekrönten doppelgeschwänzigen goldbewehrten Löwen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vincenz Jacob von Zuccalmaglio: Die Vorzeit der Länder Cleve-Mark, Jülich-Berg und Westphalen. Verlag Friedrich Amberger, Solingen/ Gummersbach 1837/1839/1870.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Jakob Kremer: Akademische Beiträge zur Gülch- und Bergischen Geschichte. Band 2, Mannheim 1776.
  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexikon. Band 5, Friedrich Vogt, Leipzig 1864.