Limpach (Fluss)

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Limpach
Der Limpach unterhalb von Kräiligen bei Bätterkinden

Der Limpach unterhalb von Kräiligen bei Bätterkinden

Daten
Gewässerkennzahl CH: 796
Lage Kanton Bern, Kanton Solothurn; Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Emme → Aare → Rhein → Nordsee
Ursprung Zusammenfluss von Schwarzbach und Golihuebbach am westlichen Rand des Limpachtals bei Wengi
47° 5′ 17″ N, 7° 23′ 1″ O
Quellhöhe 475 m ü. M.
Mündung zwischen Bätterkinden und Biberist in die EmmeKoordinaten: 47° 9′ 36″ N, 7° 32′ 46″ O; CH1903: 608150 / 223238
47° 9′ 36″ N, 7° 32′ 46″ O
Mündungshöhe 458 m ü. M.
Höhenunterschied 17 m
Länge ca. 19 km

Der Limpach ist ein rund 19 km langer linker Nebenfluss der Emme in den Schweizer Kantonen Bern und Solothurn. Er entwässert einen Abschnitt des Mittellandes und gehört zum Einzugsbereich der Aare und des Rheins.

Das Limpachtal zwischen Balm bei Messen und Messen
Limpachtal in der Gegend von Wengi

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Quellgebiet des Limpachs befindet sich auf etwa 540 m ü. M. auf dem Gemeindeboden von Grossaffoltern östlich von Lyss in den Wäldern von Fluerain und Sternenried. Als Quellbäche gelten der Schwarzbach und der Golihuebbach. Diese vereinigen sich am westlichen Rand des Limpachtals bei Wengi auf 475 m ü. M. zum Limpach, der nun auf einer Strecke von 9 km schnurgerade in einem Kanalgerinne durch das Limpachtal verläuft. Bei Messen tritt der Bach vom Kanton Bern für eine kurze Strecke ganz auf Solothurner Gebiet über, danach bildet er bis fast zu seiner Mündung die Kantonsgrenze zwischen Bern und Solothurn.

Das Limpachtal ist eine auf durchschnittlich 470 m ü. M. gelegene Talsenke, die den Bucheggberg im Norden von den Höhen des Rapperswiler Plateaus im Süden trennt. Es ist 13 km lang und besitzt einen komplett flachen Talboden von 1 bis 2 km Breite. Aufgefüllt ist die Talsenke mit tonigen Silten, welche im Lauf der Zeit auf den umliegenden Höhen abgetragen wurden; darüber liegt eine mächtige Torfschicht.

Auf der Höhe der Ortschaft Limpach nimmt der Bach eine nordöstliche Fliessrichtung ein. Bald danach erreicht er die Schwemmlandzone der Emme und verläuft entlang dem Südfuss des Altisberges (nordöstlicher Ausläufer des Bucheggberges) durch den Bätterkinder Ortsteil Kräiligen, bevor er auf halbem Wege zwischen Bätterkinden und Biberist auf 458 m ü. M. in die Emme mündet.

Hydrologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der gesamten Flussstrecke beträgt das Gefälle nur gerade 0.13 %. Der Limpach ist durch ein pluviales Abflussregime geprägt, wobei sich die mittlere Abflussmenge bei Bätterkinden auf 1.5 m³/s beläuft. Von Süden fliessen mehrere Bäche aus dem Rapperswiler Hügelland zum Limpach, nämlich durch den Bach von Rapperswil, den Messibach und den Mülchibach.

Die Wasserqualität des Baches ist durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Flächen im Einzugsgebiet stark belastet; die Ammonium- und Nitrat-Gehalte liegen deutlich über dem Niveau, das für eine gesunde biologische Situation gefordert wird.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Limpachtal bildete früher ein ausgedehntes Sumpfgebiet, in dem zeitweise Torf gestochen wurde.

Bachkorrektion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 15. Jahrhundert begannen erste Massnahmen zur Entsumpfung des Geländes im Limpachtal. Einige Abschnitte des Limpachs wurden ab 1746 kanalisiert. Eine kantonsübergreifende Melioration des Limpachtals wurde von 1939 bis 1951 durchgeführt, um neues Kulturland zu gewinnen. Seither ist der gesamte Lauf des Limpachs kanalisiert und begradigt, der Fluss weist keine natürlichen Abschnitte mehr auf. Heute erinnert einzig noch das Moos zwischen Wengi und Scheunenberg an die ehemalige Moorlandschaft.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Stähli: Die Melioration des Limpachtales 1939–1951, o.O. 1953.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Limpach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien