Acker-Leinkraut

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Acker-Leinkraut
Acker-Leinkraut (Linaria arvensis), Illustration

Acker-Leinkraut (Linaria arvensis), Illustration

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Gattung: Leinkräuter (Linaria)
Art: Acker-Leinkraut
Wissenschaftlicher Name
Linaria arvensis
(L.) Desf.

Das Acker-Leinkraut (Linaria arvensis)[1] ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Leinkräuter (Linaria). Weitere Trivialnamen sind Heidenflachs und Blauer Orant.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Habitus
Blütenstand

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Acker-Leinkraut ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 30 Zentimetern.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August. Der Blütenstand ist drüsig mit nur kurzen Blütenstielen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die Krone ist ohne den Sporn 1 bis 3 Millimeter lang. Die Kronblätter sind blaulila und die Unterlippenwülste sind weißlich und blau geadert. Die Oberlippe ist tief gespalten und aufgerichtet.[1]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.[3]

Ökologie und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Acker-Leinkraut handelt es sich um einen Therophyten.[1] Das Acker-Leinkraut ist selbstbestäubend. Die Samen werden durch den Wind ausgebreitet.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Acker-Leinkraut ist im Mittelmeerraum und in Süd-, West- und Zentraleuropa verbreitet. Insbesondere wächst es auch in den Alpen und im Alpenvorland, wo es als Archäophyt gilt. In Deutschland gilt es als vom Aussterben bedroht.[1]

Das Acker-Leinkraut gedeiht meist auf sandigen bis lehmigen Äckern und ist kalkmeidend. Es ist in Mitteleuropa eine Art der Ordnung Polygono-Chenopodietalia, kommt aber auch in Secalietea-Gesellschaften vor.[3]

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Antirrhinum arvense durch Carl von Linné. Die Neukombination zu Linaria arvensis (L.) Desf. wurde 1798 durch René Louiche Desfontaines veröffentlicht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 13./14. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen. Volk und Wissen, Berlin 1987, ISBN 3-06-012539-2, S. 394.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Linaria arvensis (L.) Desf., Acker-Leinkraut. FloraWeb.de
  2. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 34. online.
  3. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 829–830.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Acker-Leinkraut (Linaria arvensis) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien