Lindchen

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Koordinaten: 51° 36′ 23″ N, 14° 7′ 47″ O

Gemeinde Neu-Seeland
Höhe: 117 m ü. NHN
Einwohner: 118 (2001)
Eingemeindung: 1. Februar 2002
Postleitzahl: 03103
Vorwahl: 035751
Lindchen, Luftaufnahme (2015)
Lindchen
Julius Kühn – Besitzer des Gutes Lindchen

Lindchen, niedersorbisch Lindow, ist ein Ort im südbrandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Der Ort ist Teil der Gemeinde Neu-Seeland, die zum Amt Altdöbern gehört. Lindchen liegt in der Niederlausitz nordwestlich von Welzow und zählt zum amtlichen Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Zum Ort gehören die Ortslagen Leeskow, Dörrwolf und Kunersdorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lindchen wurde 1462 erstmals unter dem Namen „Lindo“ erwähnt. Der Ort war durch Ackerbau und Viehzucht geprägt. Im Jahre 1898 kaufte der Agrarwissenschaftler Julius Kühn das Gut Lindchen und wandelte es in ein Versuchsgut um. Er untersuchte hier die Möglichkeiten, auf sehr leichten Sandböden den Anbau landwirtschaftlicher Kulturpflanzen zu verbessern.

Am 1. Januar 1974 wurde der Ort Leeskow nach Lindchen eingemeindet.[1] Im Zuge der brandenburgischen Gemeindegebietsreform kam es zum 1. Februar 2002 zur Bildung der Gemeinde Neu-Seeland aus den Gemeinden Lubochow, Ressen und Bahnsdorf sowie Lindchen.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Lindchen von 1875 bis 2001 [3]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 89 1890 92 1910 107 1925 172
1933 156 1939 123 1946 179 1950 174
1964 133 1971 139 1981 159 1985 155
1989 121 1990 116 1991 109 1992 97
1993 91 1994 89 1995 86 1996 100
1997 107 1998 111 1999 110 2000 113
2001 118

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Lindchen führt die Bundesstraße 169.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. Statistik Brandenburg (PDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]