Lindenhorst (Dortmund)

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Lindenhorst
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 33′ 3″ N, 7° 27′ 21″ O
Höhe: 75 m ü. NN
Fläche: 3,31 km²
Einwohner: 6077 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.837 Einwohner/km²
Eingemeindung: 10. Juni 1914
Postleitzahlen: 44145−44147, 44339
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 14
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Lage von Lindenhorst in Dortmund

Lindenhorst (niederdeutsch: Linnenhoarst[2]) ist der Statistische Bezirk 14 und zugleich ein Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er liegt im Dortmunder Norden und gehört zum Stadtbezirk Eving.

Lindenhorst wurde erstmals im Jahre 1176 als Lyndenhorst urkundlich erwähnt. Es war der Stammsitz der Herren von Lindenhorst, die ab dem Jahr 1296 auch die Grafen der Grafschaft Dortmund wurden. Der Stammsitz des Adelsgeschlechts befand sich in der Nähe der heutigen evangelischen Kirche, die vermutlich bereits im 12. Jahrhundert als Kapelle des Herrensitzes diente. Mit der Auflösung der Grafschaft Dortmund im Jahr 1808 wurde der Ort in das Territorium des Großherzogtums Berg eingegliedert. Erst seit der Eingemeindung am 10. Juni 1914 gehört Lindenhorst wieder zur Stadt Dortmund.[3] Bemerkenswert ist die denkmalgeschützte Johanneskirche.

Das Wachstum des bis dahin ausschließlich landwirtschaftlich geprägten Ortes begann im 1872 mit der Gründung der Zeche Fürst Hardenberg auf der Grenze zum Stadtteil Deusen.

Überregional bekannt ist der Sportverein TuS Eving-Lindenhorst, aus dem so bekannte Fußballnationalspieler wie Lars Ricken und Michael Zorc sowie der Torwart Stefan Klos hervorgingen.

Der Stadtteil grenzt heute im Westen an den Dortmund-Ems-Kanal und im Osten an die Bundesstraße 54.

Lindenhorst gehört, wie auch der östliche Nachbarstadtteil Eving, zu den 13 sozial benachteiligten Stadtteilen Dortmunds.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf einer Höhe von 75 m ü. NN.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2017 lebten in Lindenhorst 6077 Einwohner.

Struktur der Lindenhorster Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 21,6 % (Dortmunder Durchschnitt: 19,4 %) [4]
  • Altenquote: 20,6 % (Dortmunder Durchschnitt: 30,0 %) [5]
  • Ausländeranteil: 31,1 % (Dortmunder Durchschnitt: 17,7 %) [6]
  • Arbeitslosenquote: 13,6 % (Dortmunder Durchschnitt: 11,0 %) [7]

Das durchschnittliche Einkommen in Lindenhorst liegt etwa 10 % unterhalb des Dortmunder Durchschnittes.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einw.
1987 4777
2003 5362
2008 5490
2010 5490
2013 5665
2016 6069

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (PDF-Datei)
  2. Wilhelm Schleef: Dortmunder Wörterbuch, 1967. (PDF; 3,9 MB)
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 258.
  4. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  5. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  6. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31.12.2017 (PDF-Datei)
  7. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30.06.2017 (PDF-Datei)
  • www.statistik.dortmund.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dortmund-Lindenhorst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien